Ueber den Grad der Genauigkeit der Bestimmung der Zahlenwerte der Integrale. (Q1528992)

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scientific article; zbMATH DE number 2685132
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    Ueber den Grad der Genauigkeit der Bestimmung der Zahlenwerte der Integrale.
    scientific article; zbMATH DE number 2685132

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      Ueber den Grad der Genauigkeit der Bestimmung der Zahlenwerte der Integrale. (English)
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      1892
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      In der Abhandlung: ``Ueber die Residuen, welche die angenäherten Werte der Integrale geben'' (F. d. M. XIX. 1887. 273, JFM 19.0273.03) hat Hr. Tschebyscheff gezeigt, dass, wenn für zwei positive Functionen \(f(x)\) und \(f_1(x)\) die Integrale \(\int_a^b x^kf(x)dx\) und \(\int^b_a x^kf_1(x)dx\) für alle ganzen Werte von \(k\) von 0 bis \(2m-1\) gleich sind, die Differenz zwischen den Integralen \(\int^v_a f(x)dx\) und \(\int^v_a f_1(x)dx\) dem Zahlenwerte nach nicht einen gewissen Bruch \(\frac{\varPhi_0(v)}{\varPhi_1'(v)}\) übersteigen kann. Für den besonderen Fall, wenn \[ f(x)=\frac{q}{\sqrt{2\pi}}\;e^{-\frac{q^2}{x^2}},\quad a=-\infty,\;b=+\infty \] ist, wurde die höchste Grenze dieses Bruches \(\frac{1}{S_{n-1}}\) von Hrn.Tschebyscheff in der Form \[ \frac{3\sqrt{3}(m^2-2m+3)^\frac{3}{2}}{2(m-2)^3\sqrt{m-1}}\;(q^2v^2+1)^3 \] gegeben; diese Grenze wächst also gleichzeitig mit \(v\); Herr Sonin zeigt in der vorliegenden Abhandlung, dass \[ \frac{1}{S_{m-1}}<\sqrt{\frac{\pi}{2m-1}}\,. \] Das Theorem von Tschebyscheff (F. d. M. XIX. 1887. 275, JFM 19.0273.03) kann mithin in folgender etwas veränderter Form angegeben werden: ``Die Function \(f_1(x)\) gebe, indem sie positiv bleibt, \[ \int^{+\infty}_{-\infty}f_1(x)dx=1,\quad \int^{+\infty}_{-\infty} x^{2k}f_1(x)dx=\frac{1.3\dots(2k-1)}{q^{2k}} \] \[ (k=1,2,\dots,m-1); \] \[ \int^{+\infty}_{-\infty} x^{2k-1}f_1(x)dx=0\quad (k=1,2,\dots,m), \] so bleibt der Wert des Integrals \(\int^v_{-\infty}f_1(x)dx\) zwischen den Grenzen \[ \frac{1}{\sqrt{\pi}}\;\int^{\frac{qv}{\sqrt{2}}}_{-\infty}e^{-x^2}dx-\sqrt{\frac{\pi}{2m\pm 1}} \] und \[ \frac{1}{\sqrt{\pi}}\;\int^{\frac{qv}{\sqrt{2}}}_{-\infty}e^{-x^2}dx+\sqrt{\frac{\pi}{2m\pm 1}}\,, \] wo \(2m+1\) nur bei ungeradem \(m\) genommen werden darf, \(2m-1\) bei einem willkürlichen \(m\).'' Für den anderen besonderen Fall: \[ a=-b,\quad f(x)= (b^2- x^2)^\lambda\quad (\lambda>-1) \] erhält der Verfasser in der vorliegenden Abhandlung das folgende Theorem: ``Wenn die Function \(f(x)\) positiv zwischen den Grenzen \(-b\) und \(+b\) ist und die folgenden Integrale bekannt sind: \[ \int^b_{-b}x^{2k-1}f(x)dx = 0\quad (k = 1, 2,\dots, m), \] \[ \int^{+b}_{-b}x^{2k-2}f(x)dx = \frac{\varGamma(\lambda+1).\varGamma(k-\frac12)}{\varGamma(\lambda+k+\frac12)}\;b^{2k-2}\quad (k=1,2,\dots,m), \] so weicht das Integral \[ \int^v_{-b}f(x)dx \] von dem Integrale \[ \int^v_{-b}\left(1-\frac{x^2}{b^2}\right)^\lambda\frac{dx}{b} \] um eine Grösse ab, die nicht den Zahlenwert \[ \frac{\varGamma\left(\frac m2\right).\varGamma\left(\frac m2+\lambda+1\right)}{\varGamma\left(\frac{m+1}{2}\right). \varGamma\left(\frac{m}{2}+\lambda+\frac32\right)}\quad \text{bei geradem }m \] und \[ \frac{\varGamma\left(\frac{m+1}{2}+1\right).\varGamma\left(\frac{m+1}{2} +\lambda\right)}{\varGamma\left(\frac m2+1\right).\varGamma\left(\frac m2+\lambda+1\right)}\cdot\frac\pi2\quad \text{bei ungeradem }m \] übersteigt.''
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