The unique automorphic forms of genus zero, a revision and extension of Poincaré's theorems (Q1529129)
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scientific article; zbMATH DE number 2685278
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | The unique automorphic forms of genus zero, a revision and extension of Poincaré's theorems |
scientific article; zbMATH DE number 2685278 |
Statements
The unique automorphic forms of genus zero, a revision and extension of Poincaré's theorems (English)
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1893
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Siehe JFM 24.0391.02. Die Theorie der automorphen Functionen, d. h. derjenigen, die bei einer gewissen Gruppe linearer Substitutionen der Veränderlichen in sich übergehen, ist 1881/82 von den Herren Poincaré und Klein in Angriff genommen worden; nach einer Reihe kurzer Mitteilungen hat dann der erstere 1882-84 einen vorläufigen Abriss der Theorie in den Acta Math. veröffentlicht, der denn auch für die nicht eben zahlreichen einschlägigen Arbeiten der Zwischenzeit die Grundlage geblieben ist. Es thut der Bedeutung dieser Grundlage keinen Abbruch, wenn man zugiebt, dass sie im einzelnen der Vereinfachung und Erweiterung fähig ist, wie es der Verf. der vorliegenden Abhandlung durchzuführen unternimmt. Der erste Teil giebt den Existenzbeweis für die in Rede stehenden Functionen auf Riemann'scher Grundlage unter Benutzung der von den Herren H. A. Schwarz und C. Neumann ausgebildeten Approximationsmethoden. Dass das möglich sein musste, konnte nur bestritten werden, so lange von diesen Methoden noch nicht, wie es jetzt der Fall ist, zusammenhängende Darstellungen vorlagen. Der zweite Teil stellt sich die Aufgabe, das von Hrn. Klein inzwischen in der Theorie der Abel'schen Functionen zur Geltung gebrachte Princip der homogenen Variabeln auch für die automorphen zu verwenden. Es stellt sich heraus, dass eine Spaltung der unabhängigen Variable \(z\) und der automorphen Function \(\zeta\) in den Quotienten von zwei homogenen, nie unendlich und nie Null werdenden Variabeln \(z_1 \), \(z_2\), bezw. \(\zeta_1\), \(\zeta_2\), nur auf eine Weise möglich ist, wenn verlangt wird, dass bei geschlossenen Umläufen der \(z_1\), \(z_2\) die \(\zeta_1\), \(\zeta_2\) ganze binäre Substitutionen erleiden. Die Gruppe der letzteren kann aber zur ursprünglichen Gruppe gebrochener Substitutionen von \(\zeta\) im allgemeinen nicht isomorph, sondern nur monodimorph gemacht werden (so sagt der Verf. mit Hrn. Klein für holoedrisch, bezw. hemiedrisch isomorph S. 22). Dem entsprechend werden die durch Spaltung der automorphen Functionen in Zähler und Nenner entstehenden Formen nicht immer so fixirt werden können, dass sie der Gruppe gegenüber sich absolut invariant verhalten; man wird vielmehr zutretende constante Factoren (insbesondere Einheitswurzeln) zulassen müssen, und der Verf. nimmt daher solche Multiplicatoren gleich in allgemeinster Weise in die Definition ``automorpher Formen'' auf (S. 21). Es folgen Untersuchungen über die möglichen Multiplicatorensysteme (S. 30), über die Darstellung der automorphen Formen durch \((z_1,z_2)\) (S. 39), über ihre Null- und Unendlichkeitsstellen (S. 46), über die zu dem Fundamentalbereiche gehörigen Integrale (S. 53). Zu bemerken ist dabei eine eigentümliche reciproke Beziehung zwischen je einer Form von positivem und einer von negativem Grade. Der dritte Teil hat zum Gegenstand die analytische Darstellung der automorphen Formen durch Reihen, welche Verallgemeinerung der von Poincaré gegebenen séries thêtafuchsiennes und thêtakleinéennes sind, und welche der Verf. deshalb als Poincaré'sche Reihen bezeichnet. (Die Scheidung der groupes fuchsiens und groupes kleinéens hat zwar seinerzeit das erste Eindringen in dieses Gebiet vermöge der grösseren geometrischen Zugänglichkeit der ersteren wesentlich erleichtert, ist aber für allgemeine Untersuchungen wie die vorliegenden von ganz secundärer Bedeutung; noch mehr gilt dies von Poincaré's weiteren Unterabteilungen.) Die erste Frage ist natürlich die nach der Convergenz dieser Reihen. Der Verf. giebt an, dass diese auch noch in gewissen Fällen stattfindet, in welchen Poincaré die Frage offen gelassen hatte (S. 57), in anderen sicher nicht; noch andere Fälle muss auch er unentschieden lassen (S. 58). Aus den Poincaré'schen Reihen werden durch Integration Reihen- und Productdarstellungen für die automorphen Integrale hergeleitet (S. 64). Endlich folgt noch eine Zerlegung der automorphen Formen in Elementarformen (S. 69), aus der sich insbesondere ergiebt, dass sicher nicht alle ``holotypischen'' Reihen identisch Null sind (S. 74).
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uniformization theorem
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Fuchsian group
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automorphic form
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genus zero
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