Über das Gleichgewicht der Elektricität auf einer Scheibe und einem Ellipsoid. (Q1530232)
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scientific article; zbMATH DE number 2686460
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Über das Gleichgewicht der Elektricität auf einer Scheibe und einem Ellipsoid. |
scientific article; zbMATH DE number 2686460 |
Statements
Über das Gleichgewicht der Elektricität auf einer Scheibe und einem Ellipsoid. (English)
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1892
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Statt die Verteilung einer elektrischen Ladung auf einer unendlich dünnen, kreisförmigen Scheibe aus jener auf einem abgeplatteten Rotationsellipsoide abzuleiten, kann man sie auch einfacher aus jener auf einer Kugelfläche bestimmen. Dazu genügt der einfache Satz, dass zwei Massen \(m_1\) und \(m_2\), die auf einen in ihrer Verbindungslinie zwischen ihnen liegenden Punkt gleich grosse Kräfte ausüben, dies auch dann noch thun, wenn ihre Distanzen von dem Punkte in gleichem Verhältnisse verändert werden und ihre Orte mit dem zwischen ihnen gelegenen Punkte in einer geraden Linie bleiben. Die gleichförmige Verteilung einer Masse, welche auf einer Kugelfläche sich im Gleichgewichte befindet, hat bekanntlich die Eigenschaft, dass ein Doppelkegel von unendlich kleiner Oeffnung, den man durch einen Punkt im Innern der Kugelfläche als Spitze legt, auf der Kugelfläche Massen ausschneidet, deren Kräfte sich in dem angenommenen Punkte, für sich das Gleichgewicht halten. Die Kräfte dieser Massen werden sich in diesem Punkte auch das Gleichgewicht halten, wenn man diese Massen auf eine durch den Punkt und durch den Mittelpunkt der Kugel gehende Ebene projicirt, weil dadurch die Distanzen in demselben Verhältnisse verkleinert werden. Projicirt man also die ganze auf der Kugelfläche befindliche elektrische Belegung in der angegebenen Weise auf die besagte Diametralebene, ist \(h\) der Radius der Kugel, \(\sigma\) die Dichte der Elektricität in einem beliebigen Punkte der Scheibe, dessen Entfernung vom Mittelpunkt derselben gleich \(r\) ist, \(E\) die gesamte Ladung auf der Kugel, so ergiebt sich durch ganz elementare Betrachtungen \[ \sigma=\frac{E}{4\pi h\sqrt{h^2-r^2}}\,, \] und die Capacität der Scheibe wird \(\frac{2h}{\pi}\). Eine Kugel lässt sich durch drei auf einander senkrechte ungleiche Dilatationen des von ihr umschlossenen Raumes in ein Ellipsoid verwandeln. Ist die Gleichung der Kugel \[ x^2+y^2+z^2 = h^2, \] und ändert man die Coordinaten \(x\), \(y\), \(z\) in \(\xi\), \(\eta\), \(\zeta\) nach dem Gesetze um: \[ h\xi = \alpha x,\quad h\eta = \beta y,\quad h\zeta = \gamma z, \] so entsteht das Ellipsoid: \[ \frac{\xi^2}{\alpha^2}+\frac{\eta^2}{\beta^2}+\frac{\zeta^2}{\gamma^2}=1. \] Wird die Verteilung der Ladung auf einem Ellipsoide so getroffen, dass die auf ein Flächenelement der Kugel entfallende Masse jenes Flächenelement des Ellipsoides bedeckt, das bei der Transformation des Raumes aus dem ersteren Elemente entstanden ist, so kann man den obigen Satz von dem Doppelkegel von unendlich kleiner Oeffnung anwenden, und durch ganz einfache Rechnungen die gesuchte Dichte \[ \sigma=\frac{E.p}{4\pi\alpha\beta\gamma} \] ableiten, wo \(p\) das Lot ist, gefällt vom Mittelpunkt des Ellipsoides auf diejenige Tangentialebene, die sich im Punkte mit der Dichtigkeit \(\sigma\) legen lässt. Die Verteilung einer Ladung, welche auf einer elliptisch begrenzten Scheibe im Gleichgewicht sich befindet, kann aus jener auf einem Ellipsoide abgeleitet werden, wenn man die auf diesem befindlichen Massen auf eine seiner Hauptebenen projicirt, oder aber aus der Verteilung derselben Ladung auf einer kreisförmigen Scheibe, wenn man diese durch zwei ungleiche orthogonale Dilatationen in eine elliptische Scheibe verwandelt. Es ergiebt sich die Dichte im Punkte \(\xi\), \(\eta\) auf der einen Seite der elliptischen Platte: \[ \sigma'=\frac{E}{4\pi\alpha\beta\sqrt{1-\frac{\xi^2}{\alpha^2}-\frac{\eta^2}{\beta^2}}}\,. \]
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