Ueber die Abhängigkeit der Capillaritätsconstanten von der Temperatur und deren Bedeutung für die Theorie der Flüssigkeiten. (Q1531343)

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scientific article; zbMATH DE number 2688623
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    Ueber die Abhängigkeit der Capillaritätsconstanten von der Temperatur und deren Bedeutung für die Theorie der Flüssigkeiten.
    scientific article; zbMATH DE number 2688623

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      Ueber die Abhängigkeit der Capillaritätsconstanten von der Temperatur und deren Bedeutung für die Theorie der Flüssigkeiten. (English)
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      1890
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      Die Arbeit bildet eine Fortsetzung früherer Veröffentlichungen (Wiener Ber. XCIX. 676ff., 860ff., 1028.) und handelt zunächst von der experimentellen Bestimmung der Capillaritätsconstanten bei verschiedenen Temperaturen. Auf die praktische Anordnung kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Das Princip ist folgendes: Zwei Capillaren von verschiedener Weite tauchen in dieselbe Flüssigkeit verschieden weit ein. Durch beide wird gleichzeitig und aus derselben Quelle vorsichtig Luft gepresst, bis aus den Röhren in die Flüssigkeit Blasen treten. Der Unterschied in der Eintauchtiefe wird so geregelt, dass gleichzeitig aus beiden Röhren die Blasen treten. Die Methode hat ausser ihrer grossen Empfindlichkeit den Vorteil, dass man die Temperatur an der in Betracht kommenden Stelle sehr gut bestimmen kann. Untersucht wurden bei Temperaturen von zum Teil \(-23^{\circ}\) bis \(+89^{\circ}\) Wasser, Aether, Aethylalkohol, Methylalkohol, Schwefelkohlenstoff, Chloroform, Aceton. Der Verfasser findet, das die Capillaritätsconstante oder ``diejenige Arbeit, welche notwendig ist, um die freie Oberfläche der Flüssigkeiten um die Flächeneinheit zu vergrössern'', sich völlig zufriedenstellend als lineare Function der Zeit darstellen lässt. Bei der Berechnung ist die plausible Annahme gemacht, dass zwischen der Capillaritätsconstante \(\alpha\) und dem Unterschied der Eintauchtiefen \(h\) eine Gleichung der Form gesetzt werden kann: \(\alpha (1+\beta s)\varphi (r,r') = hs\), wo \(\beta\) eine Constante, \(s\) das specifische Gewicht der Flüssigkeit, \(\varphi\) eine unbekannte Function, endlich \(r\) und \(r'\) die beiden Radien der Capillaren sind. Der zweite Teil gilt dem Nachweise, dass die in den oben citirten früheren Arbeiten des Verfassers ausgestellten Beziehungen der Capillaritätsconstante zu anderen Grössen, insbesondere der Dampfspannung und dem specifischen Volumen des Dampfes und der Flüssigkeit, durch die Bestimmungen des Verfassers bestätigt werden.
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