On the linear differential equations transformable into themselves by change of function and variable. (Q1532052)

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scientific article; zbMATH DE number 2687416
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    On the linear differential equations transformable into themselves by change of function and variable.
    scientific article; zbMATH DE number 2687416

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      On the linear differential equations transformable into themselves by change of function and variable. (English)
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      1891
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      Der Verfasser bewirkt die Integration einer Klasse von linearen homogenen Differentialgleichungen, die \(u\) als Function von \(z\) bestimmen und die Eigenschaft haben, durch die Substitutionen \[ v=u\psi(z),\quad t=\varphi(z) \] in sich selbst transformirt zu werden. \(\varphi(z)\) wird als gegeben angenommen und durch folgende Eigenschaft charakteristirt: 1) \(\varphi(z)\) ist eindeutig im Innern eines Gebiets \(R\) der \(z\)-Ebene. 2) Setzt man \(z_1=\varphi(z),\;z_{i+1}=\varphi(z_i)\), so liegen alle Punkte \(z_1,z_2,\dots,z_p\) im Innern von \(R\) und convergiren gegen eine Grenze \(x\), die kein wesentlich singulärer Punkt von \(\varphi(z)\) ist. Nach den Untersuchungen des Herrn Königs (Ann. de l'Éc. Norm. (3) I Supplém., (3) II; F. d. M. XVI. 1884. 376, JFM 16.0376.01, XVII. 1885. 370, JFM 17.0370.02) ist \(x\) ein Punkt, für den \(\varphi(z)=z\) und \(|\varphi'(x)|<1\) ist. \(\varphi'(x)\) wird verschieden von Null und die Coefficienten der Differentialgleichung holomorph oder meromorph im Grenzpunkte \(x\) angenommen. Mit \(\varphi(z)\) ist \(\psi(z)\) bestimmt. Ist nämlich die Differentialgleichung von der \(n^{\text{ten}}\) Ordnung und auf die Form gebracht, in der der Coefficient von \(u^{(n-1)}\) verschwindet, so ist \(\psi(z)=\varphi'(z)^{\frac{n-1}{2}}\). Es giebt dann wenigstens ein Integral \(F(z)\), welches die Relation \[ F(\varphi(z))=A\varphi'(z)^{\frac{n-1}{2}}F(z)\qquad (A\text{ eine Constante}) \] erfüllt. Die Lösung dieser Functionalgleichung gelingt mittels der durch Herrn Königs eingeführten Function \(B(z)\), welche durch die Gleichung \[ B(\varphi(z))=\varphi'(x)B(z) \] definirt ist, mit der Bestimmung, holomorph in \(x\) zu sein und für \(z=x\) in der ersten Ordnung zu verschwinden. Es ist nämlich, abgesehen von einem constanten Factor: \[ F(z)=B(z)^r[B'(z)]^{\frac{1-n}{2}}, \] wo \(r\) die Ordnung des Verschwindens von \(F(z)\) für \(z=x\) angiebt. Die Coefficienten der Differentialgleichungen lassen sich rational durch die Function \(B(z)\) und ihre Ableitungen ausdrücken. Hierbei zeigen sich die Differentialgleichungen im Punkte \(z=x\) regulär. Ist \(n=2\), also die Differentialgleichung von der Form \[ (1)\quad \frac{d^2u}{dz^2}-uf(z)=0, \] dann muss \(f(z)\) die Relation erfüllen \[ f(\varphi(z))=\frac{1}{\varphi'^2}\;f(z)-\frac{3\varphi''^2-2\varphi'\varphi''}{4\varphi'^4}=\frac{1}{\varphi'^2}\;f(z)-\varpi(z). \] Dieser Bedingung genügt die Reihe \[ f_1(z)=\sum_{\nu=0}^{\nu=\infty}[\varphi'(z)\varphi'(z_1)\dots\varphi'(z_\nu)]^2\varpi(z_\nu), \] welche, da \(|\varphi'(x)|<1\) ist, convergent und im Punkte \(x\) holomorph ist. Die allgemeinste Form für die Function \(f(z)\) ist \[ f(z)=f_1(z)+\alpha\left[\frac{B'(z)}{B(z)}\right]^2\qquad (\alpha \text{ eine Constante}). \] Da \(B(z)\) in \(x\) von der ersten Ordnung verschwindet, so ist offenbar die Gleichung (1) in \(z=x\) regulär. Sind die Wurzeln der bezüglichen determinirenden Gleichung \(r_1\) und \(r_2\), so stellen \[ B^{r_1}(z)[B'(z)]^{-\frac 12},\quad B^{r_2}(z)[B'(z)]^{-\frac 12} \] zwei particuläre Integrale von (1) dar. Die Modification für den Fall \(r_1=r_2\) ergiebt sich ohne Schwierigkeit. Durch Substitution eines der Integrale in (1) für \(u\) erhält man für \(f_1(z)\) eine zweite, in \(B\) und den Ableitungen von \(B\) rationale Darstellung \[ f_1(z)=\frac 34\left(\frac{B''}{B'}\right)^2-\frac 12\;\frac{B'''}{B'}\,. \] Die Coefficienten der Gleichung werden constant durch die Substitution \[ t=\log B(z),\quad u=vB'(z)^{-\frac 12}. \] Wenn \(\varpi(z)\) identisch Null ist, dann wird \(\varphi=\frac{az+b}{cz+d}\) \((a,b,c,d\) constant) und \(B(z)\) von derselben Form. Dieser Fall führt auf Gleichungen, deren Integration bekannt ist. Schreibt man für ein beliebiges \(n\) die Gleichung in der Form \[ \frac{d^nu}{dz^n}+\frac{n(n-1)}{1.2}\;P_2(z)\;\frac{d^{n-2}u}{dz^{n-2}}+\frac{n(n-1)(n-2)}{1.2.3}\;P_3(z)\;\frac{d^{n-3}u}{dz^{n-3}}+\cdots+P_n(z)u=0, \] so bestehen für die Coefficienten Bedingungen der Art, dass \(P_2(\varphi(z)),\dots,P_n(\varphi(z))\) lineare Functionen von \(P_2(z),\dots,P_n(z)\) sind, deren Coefficienten die Derivirten von \(\varphi(z)\) enthalten. Mit Hülfe dieser Relationen lassen sich die allgemeinsten Ausdrücke dieser Functionen bilden unter der Bedingung, dass sie meromorph in \(x\) sind. Hierbei ergiebt sich, dass \(P_2(z)\) mit der oben bestimmten Function \(f(z)\) bis auf einen constanten Factor identisch ist. Die Integration lässt sich mit Hülfe der Function \(B(z)\) bewirken. Insbesondere gilt der Satz,dass die Substitution \[ t=\alpha\log B(z),\quad v=u\left(\frac{B'}{B}\right)^{\frac{n-1}{2}} \] die Gleichungen dieser Klasse in solche mit constanten Coefficienten zurückführt. Einige dieser Resultate lassen sich auf nicht lineare Gleichungen ausdehnen.
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