On the theory of linear difference equations first order. (Q1532073)
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scientific article; zbMATH DE number 2687438
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | On the theory of linear difference equations first order. |
scientific article; zbMATH DE number 2687438 |
Statements
On the theory of linear difference equations first order. (English)
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1891
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Der Verfasser knüpft an die bekannte Arbeit des Herrn Prym (J. für Math. LXXXII, F. d. M. VIII. 1877. 303, JFM 08.0303.01) an. Die Function \(\varGamma(z)\), welche durch die Bedingungen \[ \varGamma(z+1)=z.\varGamma(z),\;\lim_{\nu=\infty}\;\frac{\varGamma(z+\nu)}{\nu^z|\underline{\nu-1}}=1 \] vollständig bestimmt ist, kann, wie dort bewiesen ist, auf die Form \[ \varGamma(z)=P(z)+Q(z) \] gebracht werden, worin \(P(z)\) eine durch die Bedingungen \[ P(z+1)=z.P(z)-e^{-1},\quad \lim_{\nu=\infty}\;\frac{P(z+\nu)}{\nu^z|\underline{\nu-1}}=0 \] vollständig bestimmte und in der Form einer Partialbruchreihe darstellbare Function bezeichnet, während \(Q(z)\) eine durch die Bedingungen \[ Q(z+1)=z.Q(z)-e^{-1},\quad \lim\;\frac{Q(z+\nu)}{\nu^z|\underline{\nu-1}}=1 \] vollständig bestimmte und in eine beständig convergirende Potenzreihe entwickelbare Function bedeutet. Diesen Satz hat der Verfasser in einer früheren Abhandlung ``Zur Theorie der Gammafunction'' (Acta Math. VIII. 37-80, F. d. M. XVIII. 1886. 441, JFM 18.0441.01) auf die Function \[ F(z)=a^z\;\frac{\varGamma(z-z_1)\dots\varGamma(z-z_m)}{\varGamma(z-z'_1)\dots\varGamma(z-z'_n)} \] ausgedehnt und noch allgemeiner auf Functionen \(f(z)\), welche durch eine Functionalgleichung \[ f(z+1)=r(z)f(z)-s(z), \] worin \(r(z)\) und \(s(z)\) rationale Functionen bedeuten, und eine Grenzbedingung der Form \[ \lim_{\nu+\infty}\;\frac{f(z+\nu)}{a^{z+\nu}(\nu^z|\underline{\nu-1})^{m-n}\nu^k}=C \] charakterisirt sind. Auf diese mit \(\varGamma(z)\) sehr nahe verwandten Transcendenten lassen sich sehr viele bestimmte Integrale zurückführen von der Gestalt \[ \int yx^{z-1}dx, \] worin \(y\) eine Function bedeutet, die einer linearen homogenen Differentialgleichung der Form \[ (a_0+b_0x)x^n\;\frac{d^ny}{dx^n}+(a_1+b_1x)x^{n-1}\;\frac{d^{n-1}y}{dx^{n-1}}+\cdots+(a_n+b_nx)y=0 \] genügt (Abschnitt IV). Da nun bei der Anwendung dieser Transcendenten in der Theorie der bestimmten Integrale die obige Grenzbedingung -- wie Herr Scheeffer (J. für Math. XCVII, F. d. M. XVI. 1884. 457, JFM 16.0457.01) bereits hinsichtlich der Functionen \(\varGamma(z)\), \(P(z)\), \(Q(z)\) bemerkt hat -- den Mangel besitzt, aus der Form der zu bestimmenden Integrale in manchen Fällen nicht ohne weiteres ersichtlich zu sein, so ist es der Zweck der vorliegenden Abhandlung, diese Bedingung durch andere zu ersetzen, welche an den Integralen direct erkannt werden können. Zu diesem Zwecke wird im ersten Abschnitt das Verhalten der Function \[ F(z)=\frac{\varGamma(z-a_1)\dots\varGamma(z-a_m).\varGamma(\alpha_1-z)\dots\varGamma(\alpha_\mu-z)}{\varGamma(z-b_1)\dots\varGamma(z-b_n).\varGamma(\beta_1-z)\dots\varGamma(\beta_\nu-z)} \] untersucht, wenn der reelle Teil der Veränderlichen \(z=\zeta+i\zeta'\) auf ein beliebiges, aber endliches Intervall \((\alpha\leqq\zeta\leqq\beta)\) beschränkt wird, während \(\zeta'\) dem absoluten Betrage nach ohne Ende wächst, sodass das Gebiet der Veränderlichen \(z\) geometrisch durch einen zur imaginären Axe parallelen Streifen von der Breite \(\beta-\alpha\) dargestellt wird. Im zweiten und dritten Abschnitt werden dann die Functionen behandelt, welche lineare homogene Differenzgleichungen erster Ordnung \[ F(z+1)=r(z).F(z)\quad\text{bez.}\quad F(z+1)=r(z).F(z)-s(z) \] befriedigen und sonst gewissen Bedingungen genügen, die eben geeignet sind, jene Grenzbedingung zu ersetzen; um ein Bild von denselben zu geben, teilen wir die Specialisirung der von dem Verfasser erhaltenen Resultate für die Gammafunction mit: ``Die Function \(\varGamma(z)\) ist, abgesehen von einem constanten Factor die einzige monogene Function von \(z=\zeta+i\zeta'\), welche die folgenden Eigenschaften besitzt: I) \(\varGamma(z)\) befriedigt die Functionalgleichung \(\varGamma(z+1)=z.\varGamma(z)\). II) \(\varGamma(z)\) verhält sich im Innern der durch die Bedingung \(\zeta\geqq 0\) definirten Hälfte der \(z\)-Ebene überall regulär. III) Wird die Veränderliche \(z\), unter \(\alpha\) eine positive Zahl verstanden, auf den zur imaginären Axe parallelen Streifen \((\alpha\leqq\zeta\leqq\alpha+1)\) beschränkt, so kann der absolute Betrag von \(\varGamma(z)\) nicht über eine gewisse endliche Grenze wachsen''. Im vierten Abschnitt endlich wird die Beziehung zwischen den Gammafunctionen und den Integralen der oben angeführten linearen homogenen Differentialgleichung untersucht.
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