Ueber die Bewegung eines schweren starren Körpers in einer Flüssigkeit. (Zwei Abhandlungen.) (Q1534086)
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scientific article; zbMATH DE number 2690676
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber die Bewegung eines schweren starren Körpers in einer Flüssigkeit. (Zwei Abhandlungen.) |
scientific article; zbMATH DE number 2690676 |
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Ueber die Bewegung eines schweren starren Körpers in einer Flüssigkeit. (Zwei Abhandlungen.) (English)
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1890
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Der Verfasser betrachtet einige Fälle der Bewegung eines schweren starren Körpers, welcher ganz in einer schweren Flüssigkeit untergetaucht ist. Als Anfangspunkt der in dem Körper festen Coordinatenaxen nimmt er den Angriffspunkt der Resultante der Schwerkraft des Körpers und der hydrostatischen Drucke auf seine ganze Oberfläche, und die positive \(\zeta\)-Axe der unbeweglichen Coordinatenaxen legt er parallel zu dieser Resultante. Der Verfasser nimmt die Differentialgleichungen der Bewegung des Körpers in der Kirchhoff'schen Form, transformirt sie, indem er die Impulse \(x_1,x_2,x_3,y_1,y_2,y_3\) statt der Geschwindigkeiten \(u, v, w, p, q, r\) einführt, wie es Clebsch gethan hat (Mathem. Annalen III: Ueber die Bewegung eines Körpers in einer Flüssigkeit), und bemerkt dann, dass bei passender Wahl der Richtungen der Axen im Körper die Coefficienten \(a_{23}\) und \(a_{31}\) und einer der Coefficienten \(b_{31}\), \(b_{32}\) im Ausdrucke der lebendigen Kraft: \[ 2T =\varSigma \varSigma a_{ik} x_ix_k + 2 \varSigma \varSigma b_{ik} x_iy_k + \varSigma \varSigma c_{ik} y_i y_k, \] wo \(a_{ik} = a_{ki}\), \(c_{ik} = c_{ki}\) sind, verschwinden. Dann setzt er weiter \[ x_1=\xi_1t,\quad x_2=\xi_2t,\quad x_3=\xi_3t \] und zeigt, dass \[ \xi_1=m \gamma_1,\quad \xi_2=m \gamma_2,\quad \xi_3=m \gamma_3 \] ist, wo \(m\) die Differenz der Masse des Körpers und der von ihm verdrängten Flüssigkeit bedeutet, und \(\gamma_1,\gamma_2,\gamma_3\) die Cosinus der Winkel zwischen den \(x\)-, \(y\)-, \(z\)-Axen und der \(\zeta\)-Axe sind. Die Betrachtung der transformirten Differentialgleichungen der Bewegung führt den Verfasser zu dem Schlusse, dass ein schwerer Körper, wenn im Ausdrucke der lebendigen Kraft die Coefficienten \(b_{31}\) und \(b_{32}\) verschwinden, eine gleichförmig beschleunigte Schraubenbewegung längs der \(\zeta\)-Axe haben kann. Die Untersuchung geht dann zu anderen Fällen der Bewegung eines schweren starren Körpers über, die bei specielleren Formen des Ausdrucks der lebendigen Kraft möglich sind. Ein schwerer Körper, dessen lebendige Kraft sich in folgender Weise darstellen lässt: \[ T= a(x_1^2+x_2^2+x_3^2)+b_1x_1y_1+b_2x_2y_2+b_3x_3y_3 + c_1y_1^2+c_2y_2^2+c_3y_3^2, \] kann sich so bewegen, dass \(y_1 = y_2 =y_3 = 0\) und zugleich \[ \xi_1=l \text{\,sinam\,} \left(\lambda\;\frac{t^2}{2} \right),\quad \xi_2=m \text{\,cosam\,} \left(\lambda \frac{t^2}{2} \right), \] \[ \xi_3=n \varDelta \text{\,am} \left(\lambda\;\frac{t^2}{2} \right) \] sind. Hat man \(b_1= b_2 = b_3\), so ist eine solche Bewegung des starren Körpers möglich, bei der \(y_1,y_2,y_3\) constant bleiben und der Anfangspunkt der Coordinaten eine Spirale beschreibt, die gegen eine der \(\zeta\)-Axe parallele Gerade asymptotisch convergirt. Ist der Ausdruck der lebendigen Kraft der folgende: \[ \begin{aligned} 2T & =k(x_1^2+x_2^2+x_3^2)+2(b_{11}x_1y_1 + b_{22}x_2y_2 + b_{33} x_3y_3) \\ & + 2b_{12}(x_1y_2+x_2y_1)+ 2b_{23} (x_2y_3+x_3y_2) + 2b_{13}(x_1y_3+ x_3y_1) + \varSigma \varSigma c_{ik} y_i y_k,\end{aligned} \] so ist eine Bewegung möglich, bei der \(y_1 = y_2 = y_3\) ist und \(\xi_1,\xi_2,\xi_3\) den Differentialgleichungen \[ \begin{aligned} & \frac{d \xi_1}{dt_1}= \xi_2\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_3}- \xi_3\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_2},\\ & \frac{d \xi_2}{dt_1}= \xi_3\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_1}- \xi_1\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_3},\\ & \frac{d \xi_3}{dt_1}= \xi_1\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_2}- \xi_2\;\frac{\partial T_1}{\partial \xi_1} \end{aligned} \] genügen, wo \[ 2T_1=b_{11} \xi_1^2+b_{22}\xi_2^2+ b_{33}\xi_3^2 + 2b_{23} \xi_2\xi_3 + 2b_{31} \xi_3\xi_1 + 2b_{12} \xi_1\xi_2 \] und \[ t_1=\frac{t^2}{2} \] gesetzt ist. Diese Bewegung entsteht, wenn man dem Körper einen anfänglichen Impuls längs der \(\zeta\)-Axe mitteilt. Der Verfasser zeigt, dass in diesem Falle der Anfangspunkt der beweglichen Axen sich gleichförmig beschleunigt längs der \(\zeta\)-Axe bewegt, und der Körper sich derartig dreht, dass eine Fläche zweiter Ordnung, deren Mittelpunkt im Anfangspunkte der beweglichen Axen liegt und deren Dimensionen sich der Zeit proportional ändern, aber so, dass die Fläche stets sich selbst ähnlich bleibt, auf zwei zur \(\zeta\)-Axe senkrechten Ebenen rollt, deren Entfernungen vom Anfangspunkte der beweglichen Axen sich der Zeit proportional verändern.
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