Eine Studie über elektrische Resonanzerscheinungen. (Q1534331)

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scientific article; zbMATH DE number 2690903
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    Eine Studie über elektrische Resonanzerscheinungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2690903

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      Eine Studie über elektrische Resonanzerscheinungen. (English)
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      1889
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      1) Gegenüber den Platten \(A,A'\) eines etwa 1 m langen Hertz'schen Erregers befinden sich die Platten \(B,B'\) des Resonators, von denen zwei parallele Drähte von mindestens 4m Länge und 10-50 cm Abstand ausgehen; über die dem Erreger abgewandten Enden dieser Drähte ist eine Geissler'sche Röhre ohne Elektroden gelegt, welche in Folge der Potentialdifferenz zwischen den Drahtenden leuchtet. Ueberbrückt man nun die Paralleldrähte an irgend einer Stelle durch einen Draht, so verschwindet das Leuchten, ausser wenn die Brücke an gewissen Stellen aufgelegt ist. An einer solchen Stelle kann man die Drähte durchschneiden und ihre Enden durch eine zweite Brücke verbinden, ohne das Leuchten zu beeinträchtigen; ferner bleibt die Röhre leuchtend, wenn man sie beliebig bis in die Nähe der Brücke verschiebt, wird aber dunkel, wenn man die Drähte hinter der Röhre verkürzt, und wird dann erst beim Zurückschieben der Brücke nach \(BB'\) hin wieder leuchtend. Hieraus folgt, dass die Bedingung für das Leuchten der Röhre die ist, dass die zwei in der Brücke zusammenstossenden Drahtkreise, in deren zweitem durch die in der Brücke stattfindende Hauptschwingung eine secundäre Schwingung erzeugt wird, sich in Resonanz befinden müssen. 2) Die Drahtenden werden mit zwei Condensatorplatten verbunden, über welche die Röhre gelegt wird; über zwei benachbarte Stellen der zwei Drähte, an deren jeder eine Ueberbrückung das Leuchten bewirkt, werden zwei Brücken \(\beta,\beta'\) gelegt, wodurch das Leuchten ungeändert bleibt; da nun die Mitte jeder Brücke ein Knotenpunkt des Potentials sein muss, so ist die Länge des aus beiden Brücken und den zwischenliegenden Drähten bestehenden Kreises, welche 1964 cm betrug, gleich einer Wellenlänge \(\lambda\), und die Schwingungsdauer \(\tau\) ist dieselbe wie in dem aus \(\beta'\) und den zwei Drahtenden bestehenden Kreise. Letztere aber lässt sich berechnen aus dem Selbstpotential der Strombahn, nämlich \(L=2l\left( \log \frac {2l} {\varrho} -\frac32 \right)\), und aus der Capacität des Condensators \(C=\frac {R^2} {4\delta}\), wo \(R\) der Radius und \(\delta\) die Entfernung der Condensatorplatten; es ist nämlich, wenn \(v\) die Lichtgeschwindigkeit bezeichnet, \[ \tau =\frac {2\pi}v\;\sqrt{CL}. \] Ist also die Fortpflanzungsgeschwindigkeit im Draht gleich der in der Luft, so muss \(\lambda =2\pi \sqrt{CL}\) sein, und in der That ergab die Rechnung \(2\pi \sqrt{CL} =2034\) cm, was mit dem obigen Werte \(\lambda =1964\) cm übereinstimmt.
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