Das geschichtliche Element im mathematischen Unterrichte der höheren Lehranstalten. Vortrag, gehalten in der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Heidelberg. (Q1534741)
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scientific article; zbMATH DE number 2691365
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Das geschichtliche Element im mathematischen Unterrichte der höheren Lehranstalten. Vortrag, gehalten in der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Heidelberg. |
scientific article; zbMATH DE number 2691365 |
Statements
Das geschichtliche Element im mathematischen Unterrichte der höheren Lehranstalten. Vortrag, gehalten in der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Heidelberg. (English)
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1890
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Es ist schon wiederholt auf die Bedeutung der Wechselbeziehungen zwischen dem mathematischen Unterrichte und den philologisch-historischen Disciplinen in der Gymnasialbildung aufmerksam gemacht worden. Eines der sichersten und am leichtesten anzubringenden Bindeglieder ist das geschichtliche, das kulturgeschichtliche Element. Von diesem Gedanken ausgehend, hat schon vor mehreren Jahren Herr S. Günther an einigen interessanten Beispielen gezeigt, wie der Lehrer auf das allmähliche Werden unserer Wissenschaft hinweisen kann (Das geschichtliche Element beim mathematischen Unterrichte. Gymnasium I. 1883. 273-282 u. 305-312; s. F. d. M. XV. 472, JFM 15.0472.02). Seine Beispiele betrafen den pythagoreischen Lehrsatz, die Quadratur des Kreises, den ptolemäischen Lehrsatz, die unbestimmte Analytik, die quadratischen Gleichungen, das Cavalier'sche Princip und die figurirten Zahlen. Herr Treutlein macht im vorliegenden Schriftchen ebenfalls darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, dass der Schüler die Gegenwart als das Ergebnis vorangegangener Zustände und Wandelungen erkenne. Nachdem er betont hat, dass nur dasjenige der Jugend übermittelt werde, was die heutige Wissenschaft als Mathematik kennt, und dass die geistige Auffassung und Behandlung dem heutigen Standpunkte der Wissenschaft entsprechen müsse, zeigt er an einzelnen Beispielen, wie die Berücksichtigung des kulturgeschichtlichen Elementes im mathematischen Unterrichte geschehen könne.
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