Sur les invariants fondamentaux des équations différentielles linéaires du second ordre. (Q1535154)
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scientific article; zbMATH DE number 2691824
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sur les invariants fondamentaux des équations différentielles linéaires du second ordre. |
scientific article; zbMATH DE number 2691824 |
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Sur les invariants fondamentaux des équations différentielles linéaires du second ordre. (English)
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1889
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Im IV. Bande der Acta Math. hat Herr Poincaré die Coefficienten der Fundamentalgleichungen für eine beliebige lineare homogene Differentialgleichung als Functionen der Parameter der letzteren untersucht. Er nennt diese Coefficienten, da sie von der Wahl des Fundamentalsystems von Integralen, welches zu ihrer Bildung dient, unabhängig sind, ``Invarianten'', und zeigt insbesondere auch, dass nicht alle für jeden Umlauf erhaltenen Grössen dieser Art von einander unabhängig sind, sondern alle bestimmt sind durch eine gewisse Anzahl von ``Fundamentalinvarianten''. In der vorliegenden Arbeit werden die hier auftretenden Fragen für den Fall der Differentialgleichung zweiter Ordnung \[ \frac{d^2 y}{dx^2} = P(x) . y \] erörtert unter der Voraussetzung, dass die Gleichung zur Fuchs'schen Klasse gehöre. Die Anzahl der Fundamentalivarianten beträgt hier \(3n - 3\), wenn \(n\) wesentlich singuläre Punkte (d. h. nach der hier gebrauchten Terminologie solche, in deren Umgebung der Quotient zweier Integrale nicht eindeutig ist) im Endlichen vorhanden sind. Im ersten Teil der Abhandlung werden zunächst die beiden Probleme behandelt: bei gegebenen Fundamentalinvarianten die Gruppe der Differentialgleichung zu bestimmen und die Invarianten für jeden Umlauf zu berechnen. Nach Erledigung der Fälle \(n = 2, 3\) wird der allgemeine Fall in Betracht gezogen unter Voraussetzung eines gewissen speciellen Systems von Fundamentalinvarianten. Es zeigt sich, dass diese \(3n - 3\) Grössen im allgemeinen \(2^{n -2}\) verschiedene Gruppen bestimmen, so dass auch jede der übrigen Invarianten \(2^{n - 2}\) Werte besitzt. Um eine eindeutig bestimmte Gruppe zu erhalten, muss man \(4n - 5\) Invarianten als gegeben annehmen, von denen \(n - 2\) algebraische Functionen der übrigen sind. Die Berechnung der Invarianten für jeden Umlauf kann durch ein recurrentes Verfahren auf die analoge Berechnung für den Fall von \(n - 1\) singulären Punkten zurückgeführt werden. Hieran schliessen sich Erörterungen über die verschiedenen Möglichkeiten, aus der Gesamtzahl von Invarianten \(3n- 3\) fundamentale auszuwählen. Den Schluss des ersten Teils bildet die Untersuchung der Frage, wie man bei gegebenen Invarianten erkennen kann, ob die Substitutionen der zugehörigen Gruppe einen Fundamentalkreis besitzen, speciell ob die Gruppe eine Fuchs'sche ist. Die Untersuchung wird geführt mit Hülfe der bekannten Abbildung durch den Quotienten zweier Fundamentalintegrale der Differentialgleichung. Hier erfahren zugleich die vorhergehenden Betrachtungen eine ausgezeichnete geometrische Veranschaulichung: das Abbildungspolygon ist durch \(3n - 3\) Grössen in \(2^{n - 2}\)-deutiger Weise bestimmt. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der Invarianten durch die Parameter der Differentialgleichung. Hierzu dient eine gewisse, für alle endlichen nichtsingulären Werte von \(x\) convergente Reihenentwickelung der Integrale der Differentialgleichung, welche der Herr Verfasser aus gewissen Sätzen des Herrn Poincaré herleitet, die aber auch (vgl. zwei Arbeiten des Referenten in Bd. CVI, CVII des Journals für Math.) als specieller Fall einer viel allgemeineren, von Herrn Fuchs gegebenen erhalten werden kann. Wird die Differentialgleichung in der Form \[ \frac{d^2y}{dx^2} = y. \sum_i \left[ \frac{A_i}{(x - a_i)^2} + \frac{B_i}{x - a_i} \right] \] vorausgesetzt, so können die Invarianten als beständig convergente Reihen, fortschreitend nach ganzen positiven Potenzen der \(A_i\) und \(B_i\), dargestellt werden; die einzelnen Coefficienten in diesen Potenzreihen, die nun nur noch von den \(a_i\) abhängen, setzen sich zusammen aus rationalen Functionen dieser Grössen und aus gewissen vieldeutigen Functionen, die gleichsam eine höhere Art logarithmischer Transcendenten bilden; die Eigenschaften derselben werden vom Herrn Verfasser nach einer sehr eleganten Methode untersucht. Der dritte Teil der Arbeit endlich betrachtet die Beziehungen zwischen Differentialgleichungen, welche dieselben Invarianten haben. Hierbei ergiebt sich einereits, dass die Invarianten, die ja nach dem Obigen eindeutige Functionen der \(A_i, B_i\) sind, ungeändert bleiben, wenn diese Grössen und die ausserwesentlich singulären Punkte der Differentialgleichung gewisse Cremona'sche Substitutionen erleiden. Andererseits sind die Parameter der Differentialgleichung unendlich vieldeutige Functionen der Invarianten; nimmt man dagegen als unabhängige Variabeln nicht die Fundamentalinvarianten selbst, sondern gewisse \(3n - 3\) Grössen, welche das Abbildungspolygon bestimmen, so sind unter bestimmten Voraussetzungen die Parameter der Differentialgleichung eindeutige Functionen dieser Grössen.
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