Zur Theorie der Netze und Configurationen. (Q1535367)

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scientific article; zbMATH DE number 2692046
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    Zur Theorie der Netze und Configurationen.
    scientific article; zbMATH DE number 2692046

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      Zur Theorie der Netze und Configurationen. (English)
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      1888
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      In dem ersten Teile der vorliegenden Abhandlung beweist der Verfasser synthetisch den von Möbius in seinem ``Baryc. Calcul'' (\(\S\) 205) bewiesenen Satz: ``Sind \(A, B, C, D\) vier in einer Ebene gegebene Punkte, von denen keine drei in einer Geraden liegen, und ist \(P\) irgend ein fünfter gegebener Punkt der Ebene, so kann man durch fortgesetzte Verbindung der vier ersten durch gerade Linien zu einem Punkte gelangen, der mit dem fünften \(P\) entweder zusammenfällt oder von ihm um einen Abstand entfernt ist, der kleiner ist, als jeder gegebene.'' Dieser Satz wird dann auf den Raum ausgedehnt, wo die Zahl der Punkte um eins grösser sein muss, und wo an Stelle der Verbindungsgeraden Verbindungsebenen treten. Auch diese Ausdehnung wird bewiesen. Im zweiten Teile dehnt der Verfasser den namentlich von den Herren Reye und S. Kantor festgestellten Begriff der ebenen Configuration dahin aus, dass die Zahl der Punkte, die auf einer Geraden liegen, nicht notwendig für alle Geraden dieselbe zu sein braucht, und dass die Zahl der geraden, die von jedem Punkte ausgehen, nicht notwendig für alle Punkte dieselbe zu sein braucht. Ist dies beides doch der Fall, so heisst die Configuration gleichmässig, sonst ungleichmässig. Der Verfasser weist an Beispielen nach, dass eine solche Begriffsausdehnung berechtigt ist, und definirt, was man unter ``Stufe der Ungleichmässigkeit'' zu verstehen hat. Beispielweise entsteht eine Configuration von der zweiten Stufe der Ungleichmässigkeit auf folgende Weise. Einem Kegelschnitt sei ein vollständiges Viereck einbeschrieben, ferner das Vierseit construirt, dessen 4 Seiten Tangenten in den vier Ecken des Vierecks sind; dann ist bekanntlich das Diagonal-Dreieck des Vierecks zugleich Diagonal-Dreiseit des Vierseits. So entstehen 13 Punkte und 13 Strahlen derartig, dass 6 Punkte 3 Strahlen, 7 Punkte aber 4 Strahlen entsenden, und dass auf 6 Strahlen 3 Punkte, auf 7 Strahlen aber 4 Punkte liegen. Namentlich wird von dem neuen Gesichtspunkte aus auch die bekannte aus 6 Punkten eines Kegelschnitts hervorgehende Figur geprüft, welche aus 146 Punkten und 110 Geraden besteht, und von der dritten Stufe der Ungleichmässigkeit ist.
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