Sulla funzione potenziale della circonferenza. (Q1536080)

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scientific article; zbMATH DE number 2692809
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    Sulla funzione potenziale della circonferenza.
    scientific article; zbMATH DE number 2692809

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      Sulla funzione potenziale della circonferenza. (English)
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      1889
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      Ein einfacher Ausdruck für das Potential \(u\) des homogen mit Masse belegten Kreisumfangs ergiebt sich, wenn man den kleinsten und grössten Abstand des angezogenen Punktes von der Kreisperipherie als Variabeln einführt. Sind diese Abstände \(\varrho\) und \(\varrho'\), ist ferner \(a\) der Radius des Kreises, und ist endlich die Gesamtmasse = 1, so wird \[ (1) \quad u = \frac{2K}{\pi \varrho'}, \] wo \(K\) das volle ellptische Integral erster Gattung mit dem Modul \[ k = \sqrt{1 - \frac{\varrho^{2}}{\varrho'^{2}}} \] bezeichnet. Hiermit ist eine sehr einfache Deutung des Gauss'schen Begriffs des arithmetisch-geometrischen Mittels gewonnen, da \(u\) der reciproke Wert des arithmetisch-geometrischen Mittels gewonnen, da \(u\) der reciproke Wert des arithmetisch-geometrischen Mittels von \(\varrho\) und \(\varrho'\) ist. Sind ferner \[ F_{\varrho} = - \frac{\partial u}{\partial \varrho}, \quad F_{\varrho'} = -\frac{\partial u}{\partial \varrho'} \] die Componenten der Anziehung parallel \(\varrho\) und \(\varrho'\), so ergiebt sich aus (1) leicht das Verhalten von \(u, F_{\varrho}, F_{\varrho'}\) für \(\varrho = 0\), also \(\varrho' = 2a\). Es wird nämlich für \(\varrho = 0\) \[ F_{\varrho'} = \frac{1}{\pi a \varrho}, \quad F_{\varrho} = \frac{1}{2\pi a^2} \left( \log \frac{8a}{\varrho} - 1\right), \quad u = \frac{2}{\pi \varrho'} \log \;\frac{4\varrho'}{\varrho}. \] Neben dem Newton'schen Potential betrachtet der Verf. das sogenannte directe Potential der Kreisperipherie, d. h. die Summe der Massenelemente, jedes multiplicirt mit seinem Abstand von dem angezogenen Punkte. Dieses directe Potential (die Bezeichnung rührt von Lamé her) hat den Wert \[ (2) \quad v = \frac{2\varrho' E}{\pi}, \] wo \(E\) das volle elliptische Integral zweiter Gattung für denselben Modul wie in (1) ist. Zwischen \(u\) und \(v\) ergeben sich leicht mehrfache Beziehungen, namentlich die folgenden: \[ \varrho \varrho'\;\frac{\partial u}{\partial \varrho} = - \frac{\partial v}{\partial \varrho'}, \quad \varrho \varrho'\;\frac{\partial u}{\partial \varrho'} = - \frac{\partial v}{\partial \varrho}; \] und daraus folgt \[ \begin{aligned} & (3) \quad \frac{\partial }{\partial \varrho} \left( \varrho \varrho'\;\frac{\partial u}{\partial \varrho} \right) = \frac{\partial }{\partial \varrho'} \left( \varrho \varrho'\;\frac{\partial u}{\partial \varrho'} \right),\\ & (4) \quad \frac{\partial }{\partial \varrho} \left( \frac{1}{\varrho \varrho'}\;\frac{\partial v}{\partial \varrho}\right) = \frac{\partial }{\partial\varrho'} \left( \frac{1}{\varrho \varrho'}\;\frac{\partial v}{\partial\varrho'} \right).\end{aligned} \] Die erste dieser Gleichungen, die Differentialgleichung des arithmetisch-geometrischen Mittels, ist nichts anderes als die bekannte Laplace'sche Gleichung \(\varDelta_{2} u = 0\), wie sich zeigen lässt, wenn man für eine beliebige Function \(\varphi\) den Ausdruck \(\varDelta_{2} \varphi\) auf die Variabeln \(\varrho, \varrho'\) transformirt; \(u\) genügt ausserdem der Gleichung erster Ordnung \[ (5) \quad u + \varrho\;\frac{\partial u}{\partial \varrho} + \varrho'\;\frac{\partial u}{\partial \varrho'} = 0. \] Durch Benutzung von (5) kann (3) auf mehrfache Weise umgeformt werden. Eine von diesen Umformungen ergiebt \[ (6) \quad \frac{\partial }{\partial \varrho} \left[ (\varrho'^{2} - \varrho^{2})\;\frac{\partial u}{\partial \varrho'} \right] + \frac{\partial }{\partial \varrho'} \left[ (\varrho'^{2} - \varrho^{2})\;\frac{\partial u }{\partial \varrho} \right] = 0, \] und derselben Gleichung genügt auch \(v\) sowie die Functionen, die aus \(u\) und \(v\) entstehen, wenn man an Stelle von \(\varrho\) und \(\varrho'\) resp. \(\frac{\varrho' - \varrho}{2}\) und \(\frac{\varrho' + \varrho}{2}\) setzt. Aus dem Potential der Kreisperipherie ergiebt sich das elektromagnetische Potential \(U\) eines geschlossenen Kreisstromes von dem Radius \(a\) und der Intensität 1: \[ U = - 2\pi \int_{0}^{a} \frac{\partial u}{\partial z}\;ada. \] Die zu \(U\) associirte Function \(V\), d. h. die Function, die mit \(U\) durch die Gleichungen \[ \frac{\partial V}{\partial x} = x\;\frac{\partial U}{\partial z}, \quad \frac{\partial V}{\partial z} = - x\;\frac{\partial U}{\partial x} \] zusammenhängt [\(x\) und \(z\) sind rechtwinklige Coordinaten in der durch den angezogenen Punkt senkrecht zur Ebene des Kreises gelegten Ebene], lässt sich auf die einfache Form bringen \[ (7) \quad V = \varrho' [2E + (k^2 - 2) K]. \] Zum Schluss wird die obige Function \(u\) benutzt, um eine der Green'schen Formeln analoge für Potentialfunctionen zu bilden, die in Bezug auf die \(z\)-Axe symmetrisch sind. Ist \(\varphi\) eine solche in Bezug auf \(z\) symmetrische Function, die innerhalb eines von einer Rotationsfläche \(\sigma\) begrenzten Raumes monodrom, continuirlich und endlich ist sowie der Laplace'schen Gleichung \(\varDelta_{2} \varphi = 0\) genügt, ist ferner \(ds\) ein Bogenelement derjenigen Meridiancurve von \(\sigma\), die in der \(xz\)-Ebene auf der positiven Seite der \(x\) liegt, ist endlich \(x_{0}, z_{0}\) ein Punkt innerhalb \(\sigma\), so ist \[ (8) \quad \varphi(x_0, z_0) = \tfrac 12 \int \left( \varphi\;\frac{\partial u}{\partial n} - u\;\frac{\partial \varphi}{\partial n} \right) x\,ds \quad \quad (x_0 \geqq 0). \] \(u\) ist hier die obige Function (1), wenn man darin statt \(\varrho, \varrho'\) die Entfernung des Punktes \(x, z\) der Meridiancurve \(s\) von den beiden Punkten \(+ x_{0}, z_{0}\) und \(-x_{0}, z_{0}\) versteht.
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