Das mechanische Aequivalent des Lichtes. (Q1536239)

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scientific article; zbMATH DE number 2692978
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    Das mechanische Aequivalent des Lichtes.
    scientific article; zbMATH DE number 2692978

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      Das mechanische Aequivalent des Lichtes. (English)
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      1888
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      Mit Hülfe des vom Verfasser für seine Zwecke construirten Luftthermometers bestimmt derselbe die von einer Amylacetatlampe ausgehende Gesamtstrahlung, darauf mit Hülfe einer Thermosäule das Verhältnis der leuchtenden Strahlen zur Gesamtstrahlung, und so findet er das mechanische Aequivalent des Lichtes. Es ergiebt sich: Steht der Flamme der Amylacetatlampe eine Fläche von 1 qcm Inhalt in der Entfernung 1 m so gegenüber, dass die Normale der Fläche horizontal ist und durch die Flammenmitte hindurchgeht, so fällt auf diese Fläche in 1 sec eine Lichtmenge, deren Energie äquivalent ist einer Wärmemenge von \(361.10^{-9}\) Grammcalorien in 1 sec oder einer mechanischen Arbeit von \(\frac{1 \text{mg} . 15,45 \text{cm}}{1\; \text{sec}} = \frac{15, 45 (\text{cm}^2, \text{g}, \text{sec}^2)}{1\; \text{sec}}\) oder einer elektrischen Arbeit (1,226 \(\text{Milliampère})^2\). 1 Ohm. Die (3 mm weite) Pupille eines Auges, das in dieser Fläche läge, empfinge in 1 sec eine Lichtmenge, die der Arbeit von nahezu \(\frac{1(\text{cm}^{2}, \text{g}, \text{sec}^{-2})}{1 \text{\,sec}}\) gleichwertig wäre, eine Lichtmenge, die erst in 1 Jahre und 89 Tagen 1 g Wasser um \(1^{\circ}\)C zu erwärmen vermöchte. Durch photometrische Messungen ergiebt sich nun auch die Energie anderer Lichtquellen, z. B. die der deutschen Normalkerze (Paraffinkerze von 20 mm Durchmesser) wird 1,24 mal so gross gefunden als die der erwähnten Lampe. Ein Vergleich mit den Ergebnissen, die Langley für die Energie der Sonnenstrahlung erhalten hat, lehrt, dass das Sonnenlicht durch \(1020.10^{24}\) Lichteinheiten (Energie der Amylacetatlampe!) ersetzt werden könnte. Ein Stern sechster Grösse hätte dieselbe Helligkeit, wie die benutzte Lichteinheit in 11 km oder wie die deutsche Normalkerze in 12 km Entfernung. Zur Ergänzung dieser Bestimmungen ermittelt der Verfasser dann noch die Energien, die den einzelnen Spectralbezirken der Amylacetatflamme zukommen. Er legt die Zahlen zu Grunde, die Langley für die Verteilung der Energie im Sonnenspectrum bei einer mittleren Zenithdistanz der Sonne von \(30^{\circ}\) erhalten hat, und verfährt in der Weise, dass er die einzelnen Spectralbezirke mit den entsprechenden des (gehörig geschwächten) Sonnenlichtes vergleicht. So findet er, während die Gesamtstrahlung 15,15 absolute Arbeitseinheiten betrug, für die einzelnen Bezirke: \[ \text{Zwischen der Wellenlänge} \] \[ \begin{matrix} \lambda = 0,70 \mu & \text{und} & \lambda = 0,65 \mu: & 3,69 & \text{absol. Arb. Einh.}\\ 0,65 \mu & ,, & 0,60 \mu: & 2,77 & ,,\\ 0,60 \mu & ,, & 0,55 \mu: & 1,76 & ,,\\ 0,55 \mu & ,, & 0,50 \mu: & 0,88 & ,,\\ 0,50 \mu & ,, & 0,45 \mu: & 0,32 & ,,\end{matrix} . \]
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