Homographic invariants and quotient derivatives. (Q1536718)

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scientific article; zbMATH DE number 2693546
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    Homographic invariants and quotient derivatives.
    scientific article; zbMATH DE number 2693546

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      Homographic invariants and quotient derivatives. (English)
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      1887
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      Die in dieser Abhandlung niedergelegten Untersuchungen sind zu dem Zwecke unternommen worden, die Beziehung aufzufinden, in welcher eine Functionsklasse, die sogenannten Quotienten-Ableitungen, zu den Reciprocanten stehen. Diese Quotienten-Ableitungen haben ausser anderen Eigenschaften die, covariant zu sein für eine homographische Transformation der abhängigen und der unabhängigen Veränderlichen bei gleichzeitiger Anwendung derselben, und daher auch bei getrennter. Aus ihren Gestalten ergiebt sich jedoch offenbar, dass ihr Bestand nicht die vollständige Schar solcher Functionen ausmacht; somit war es des Verfassers erstes Ziel, diese vollständigen Scharen für jede der Combinationen der homographischen Transformation zu erhalten. Functionen von den in dieser Arbeit betrachteten Arten hat zuerst Hr. Rogers angegeben (Lond. M. S. Proc. XVII. 220-231, F. d. M. XVIII. 1886. 90, JFM 18.0090.01); dieser hat jedoch, abgesehen von dem Falle der ersten Art, seine Forschung auf die Herleitung der partiellen Differentialgleichungen beschränkt, denen die Functionen genügen, weil die Ableitung homographischer Reciprocanten sein Gegenstand war. Der einfachste Weg zur Gewinnung der Quotienten-Ableitungen ist der folgende. Man betrachte beispielsweise eine Gleichung dritter Ordnung \(\frac {d^3 u}{d x^3} = 0,\) deren Stammgleichung \(u = A + Bx + Cx^2\) ist; ferner sei \(y\) der Quotient zweier verschiedenen Lösungen \(u_1\), und \(u_2\) dieser Gleichung, sodass \(yu_1 = u_2\). Da nun die Ableitungen von \(u\) von der dritten Ordnung an verschwinden, so ist: \[ \begin{aligned} & u_1y'''+3y''u'_1+ 3y' u_1^{\prime\prime} = 0,\\ & u_1y^{\text{IV}}+4y'''u_1'+ 6y'' u_1^{\prime\prime} = 0,\\ & u_1y^{\text V}+5y^{\text{IV}} u_1'+ 10y''' u_1^{\prime\prime} = 0, \end{aligned} \] mithin ergiebt sich durch Elimination von \(u_1, u_1', u_1^{\prime\prime}\) (wenn man noch untere Indices als Differentiationszeichen benutzt): \[ [y, x]_3 = \left| \begin{matrix} y_s &3y_2 & 3y_1\\ y_4 & 4y_3 & 6_2\\ y_5 & 5y_4 & 10y_3 \end{matrix} \right| = 0, \] eine Differentialgleichung fünfter Ordnung ; ihre Stammgleichung ist: \[ y = \frac {A + Bx + Cx^2}{D + Ex+ Fx^2} \cdot \] Die Function \([y, x]\) heisst die kubische Quotienten-Ableitung. Die Gleichung zweiter Ordnung \(d^2u/dx^2 = 0\) führt ebenso auf den wohlbekannten Schwarz'schen Differentialausdruck \[ [y, x]_2 = \left| \begin{matrix} y_2 & 2 y_1\\ y_3 &3y_2 \end{matrix} \right| ; \] die Gleichung vierter Ordnung \(d^4u/dx^4 = 0\) führt auf eine ebenso gebildete Quotienten-Ableitung vierter Ordnung: \[ [y, x]_4 = \left| \begin{matrix} y_4 & 4y_3 & 6y_2 & 4y_1 \\ y_5 & 5y_4 & 10y_3 & 10y_2 \\ y_6 & 6y_5 & 15y_4 & 20y_3 \\ y_7 & 7y_6 & 21y_5 & 35y_4 \end{matrix} \right| , \] u. s. w. Die Eigenschaft der homographischen Invarianz wird durch die Gleichung gegeben: \[ \left[ \frac {ay + b}{cy +d},\;\frac {ex + f}{gx + h} \right]_n = \frac {(ad - bc)^n}{(eh - fg)^{n^2}}\;\frac {(gx + h)^{2n^2}}{(cy + d)^{2n}}\;[y, x]_n. \] Noch viele andere Eigenschaften der Functionen werden ebenfalls ermittelt.
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