Synthetical solutions in the conduction of heat. (Q1537552)

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scientific article; zbMATH DE number 2695435
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    Synthetical solutions in the conduction of heat.
    scientific article; zbMATH DE number 2695435

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      Synthetical solutions in the conduction of heat. (English)
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      1888
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      Die hier in Angriff genommenen Probleme der Wärmebewegung in zwei und drei Dimensionen werden nach der von W. Thomson eingeführten Methode der Superposition derjenigen Temperaturen behandelt, die einer geeigneten Verteilung von momentanen oder continuirlichen Wärmequellen entsprechen. Die Bedingung einer gegebenen anfänglichen Verteilung der Wärme fasst man so auf, dass eine unendliche Zahl von momentanen Wärmequellen vorhanden ist, von denen die Wärme sich durch den ganzen Körper verbreitet. Leicht genügt man so auch der Bedingung, dass die Temperatur an den Grenzen des Körpers dauernd gleich \(0\) sei. Wenn dieselbe als Function der Zeit und der Lage des Punktes an der Grenze gegeben ist, so denkt man sich an der ganzen Grenze Paare von Punkten, von denen der eine Wärme zuführt, der andere solche entzieht, und zwar so, dass die Verbindungslinie zweier zusammengehörigen Punkte senkrecht zu der Grenze und unendlich klein ist, während das Product aus dieser Länge und der für beide Punkte gleichen Intensität endlich ist. Durch Addition der einer solchen Verteilung von Paaren entsprechenden Temperatur zu derjenigen, die der Grenzbedingung \(0\) entspricht, erhält man die Lösung des Problems für die vorgeschriebenen Grenzbedingungen. Die Lösungen erscheinen in Form von bestimmten Integralen. Bei einer Leitung in zwei Dimensionen erhält man für die Temperatur \(v\) im Punkte \((x,y)\) zur Zeit \(t,\) sowie sie einer zur Zeit \(0\) im Punkte \((x',y')\) vorhandenen momentanen Wärmequelle entspricht, den Ausdruck \[ \frac{Q}{4\pi kt}.e^{-[(x -x')^2 +(y -y')^2]:4kt}, \] wobei \(Q\) die erzeugte Wärmemenge und \(k\) die Leitungsfähigkeit, dividirt durch das Product aus Dichtigkeit und specifischer Wärme, bedeutet. Demgemäss ergiebt sich für ein solches, vorhin erwähntes Paar in \((x', 0),\) dessen Verbindungslinie parallel der \(y\)-Axe, wenn \(Q. \delta y =Q_1\): \[ Q_1.\frac{y}{8\pi k^2t^2}.e^{-[(x -x')^2 +y^2}:4kt. \] Durch Integration findet man auch den Wert, der einem Paare mit continuirlicher Wärmezufuhr und -Entziehung entspricht, sei es, dass die Intensität desselben constant oder mit der Zeit veränderlich, gleich \(\chi(t),\) sei. Dann zeigt sich, dass der erhaltene Ausdruck verschwindet für alle Punkte der \(x\)-Axe, ausser wenn \(x =x'\), und dass er in diesem Falle gleich \(\frac{1}{k}.\chi (t)\) ist. Es kann also die Grenzbedingung \(F(x', t)\) in der Behandlung ersetzt werden durch ein solches Paar im Punkte \((x', 0)\) von der Stärke \(2k.F(x', t).\) Nach diesen Grundsätzen wird die Wärmebewegung in geradlinig begrenzten ebenen Gebilden und in Körpern, die durch Ebenen begrenzt sind, behandelt. Es wird weiterhin in derselben Weise auch die Strahlung berücksichtigt, die über die Grenzen des Körpers hinaus in ein Mittel mit einer gegebenen, von Punkt zu Punkt und mit der Zeit veränderlichen Temperatur erfolgt, unter der Beschränkung, dass die Strahlung nur durch eine begrenzende Gerade bezw. Ebene erfolgt.
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