Ueber invariante Differentialausdrücke. (Q1538043)
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scientific article; zbMATH DE number 2693956
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber invariante Differentialausdrücke. |
scientific article; zbMATH DE number 2693956 |
Statements
Ueber invariante Differentialausdrücke. (English)
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1888
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Bezeichnet man mit \(X,Y,Z\) die rechtwinkligen Coordinaten einer Raumcurve, so ist der Ausdruck für den Krümmungsradius \[ \frac{(dX^2+dY^2+dZ^2)^\frac32}{[(dXd^2Y-dYd^2X)^2+(dYd^2Z-dZd^2Y)^2+(dZd^2X-dXd^2Z)^2]^\frac12} \] gegenüber der Substitution \[ \begin{matrix}\l\quad & \l\\ dX=w\,dx &d^2X=w\,d^2x+dw\,dx,\\ dY=w\,dy &d^2Y=w\,d^2y+dw\,dy,\\ dZ=w\,dz &d^2Z=w\,d^2z+dw\,dz \end{matrix} \] eine Invariante; d. h. bei Anwendung dieser Substitution erhält man denselben Ausdruck in \(dx,dy,dz,d^2x,d^2y,d^2z\), multiplicirt mit dem Factor \(w\). Der Verfasser fragt nun allgemein nach denjenigen Ausdrücken \(\varphi(X_1, Y_1, Z_1, X_2, Y_2, Z_2, \dots, X_2, Y_n, Z_n)\), welche sich nur um eine Potenz von \(w\) ändern, wenn man die Substitution \[ \begin{matrix}\l\quad &\l\quad & \l\quad & \l\\ X_1=wx_1, &X_2=wx_2+w_1x_1, &X_3=wx_3+2w_1x_2+w_2x_1, &\dots,\\ Y_1=wy_1, &Y_2=wy_2+w_1y_1, &Y_3=wy_3+2w_1y_2+w_2y_1, &\dots,\\ Z_1=wz_1, &Z_2=wz_2+w_1z_1, &Z_3=wz_3+2w_1z_2+w_2z_2, &\dots \end{matrix} \] anwendet. Alle solchen invarianten Ausdrücke genügen den Differentialgleichungen \[ \begin{aligned} & \sum\frac{(r-1)(r-2)}{1\cdot2}\left\{X_{r-2}\;\frac{\partial\varphi}{\partial X_r}+Y_{r-2}\;\frac{\partial\varphi}{\partial Y_r}+Z_{r-2}\;\frac{\partial\varphi}{\partial Z_r}\right\}=0,\\ & \sum\;\frac{(r-1)(r-2)(r-3)}{1\cdot2\cdot3}\;\left\{X_{r-3}\frac{\partial\varphi}{\partial X_r}+Y_{r-3}\;\frac{\partial\varphi}{\partial Y_r}+Z_{r-3}\;\frac{\partial\varphi}{\partial Z_r}\right\}=0\\ & \hdotsfor1\\ \end{aligned} \] und jeder diesem Systeme von Differentialgleichungen genügende homogene Ausdruck ist eine Invariante in dem vorhin festgesetzten Sinne. Es wird ferner gezeigt, dass es für jede Zahl \(n\) gewisse 2 von einander unabhängige Invarianten \(Q_n\), \(R_n\) giebt, welche in den ersten \(n\) Ableitungen zusammen vom Gesamtgrade \(n\) sind, die \(n^{\text{ten}}\) Ableitungen \(X_n\), \(Y_n\), \(Z_n\) nur linear enthalten und die Eigenschaft besitzen, dass mit ihrer Hülfe und durch \(X_1\), \(Y_1\), \(Z_1\) sich jede Invariante rational darstellen lässt. Diese ``elementaren'' Invarianten \(Q_n\), \(R_n\) werden in Determinantenform aufgestellt. Den Schluss bilden Anwendungen auf die Integration von solchen Differentialgleichungen, welche man erhält, wenn man Invarianten der betrachteten Art gleich einer Constanten setzt. Beispielsweise werden alle Curven gesucht, deren zweiter Krümmungsradius constant ist, oder für welche die beiden Krümmungsradien ein constantes Product haben.
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