Elementary demonstration for the representability of the elliptic functions as quotients of everywhere convergent power series. (Q1538232)
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scientific article; zbMATH DE number 2694171
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Elementary demonstration for the representability of the elliptic functions as quotients of everywhere convergent power series. |
scientific article; zbMATH DE number 2694171 |
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Elementary demonstration for the representability of the elliptic functions as quotients of everywhere convergent power series. (English)
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1888
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Es sei \(x=\text{sn\,}u\) durch die Gleichung \[ u=\int_0^x\frac{dx}{\sqrt{(1-x^2)(1-k^2x^2)}} \] als eindeutige und stetige Function von \(u\) für alle reellen Werte \((U)\) dieser Grösse definirt, deren absoluter Betrag eine hinreichend klein gewählte positive Grösse nicht übersteigt; dann besteht die Differentialgleichung \[ (\text{sn}'u)^2=(1-\text{sn}^2u)(1-k^2\text{sn}^2u), \] und es ist \[ \text{sn}(-u)=-\text{sn\,}u. \] Nun sei für Grössen \(u,v,u+v\) innerhalb des Gebietes \((U)\) das Additionstheorem für sn\((u+v)\) bewiesen und daraus nach der Schellbach'schen Methode das Additionstheorem für die Integrale zweiter Gattung hergeleitet. Dann lassen sich nach Jacobi \(Z(u),\varTheta(u)\) und \(H(u)\) auch für das Gebiet \((U)\) definiren. Aus den Formeln für \(Z(u+v)\) und \(Z(u-v)\) erhält man, wie Herr Tichomandritzky gezeigt hat (Math. Ann. XXII. 452), \[ \varTheta^2(0)\varTheta(u+v)\varTheta(u-v)=\varTheta^2(u)\varTheta^2(v)(1-k^2\text{sn}^2u\text{\,sn}^2v), \] und hieraus durch die Substitution \[ \text{sn\,}w=\frac1{\sqrt k}\frac{H(w)}{\varTheta(w)} \] (Fundam. \S 61) das Resultat: \[ \varTheta^2(0)H(u+v)H(u-v)=H^2(u)\varTheta^2(v)-H^2(v)\varTheta^2(u), \] und wenn auch \(2u\) dem Gebiete \((U)\) angehört, die Gleichungen: \[ (13)\quad\begin{cases} \\ H'(0)\varTheta^2(0)H(2u)=2H(w)\varTheta(u)[\varTheta(u)H'(u)-H(u)\varTheta'(u)],\\ \varTheta^4(0)\varTheta(2u)=\varTheta^4(u)-H^4(u). \end{cases} \] Hieraus folgt, dass die Potenzreihen, welche für \(\varTheta(u)\) und \(H(u)\) erhalten werden, über das Gebiet hinaus, für welches diese Functionen zunächst definirt sind, beständig convergiren, dass also sn\,\(u\) sich als Quotient zweier beständig convergenten Potenzreihen darstellen lässt. Zweck der vorliegenden Abhandlung ist nun, die analytischen Sätze, welche die an die Gleichungen (13) geknüpfte Schlussweise benutzten, entbehrlich zu machen, da deren strenge Begründung genauere Untersuchungen über Summen von unendlich vielen Potenzreihen voraussetzt. Es werden deshalb die folgenden elementaren Sätze über convergente Potenzreihen, d. h. über solche nach Potenzen von \(u\) fortschreitenden Potenzreihen, welche für alle von Null verschiedenen Werte von \(u\) convergiren, aufgestellt: (I) ``Eine convergente Potenzreihe verschwindet nur dann für alle reellen, dem absoluten Betrage nach unter einer gewissen Grenze liegenden Werte des Arguments, wenn die sämtlichen Coefficienten den Wert Null haben. (II) Eine endliche Anzahl nach Potenzen einer und derselben Grösse fortschreitender, in irgend einem Bereich \((U)\) convergenter Potenzreihen können wie endliche Summen addirt, subtrahirt und multiplicirt werden, und ergeben als Resultat einer endlichen Anzahl solcher Operationen eine im Bereich \((U)\) convergente Potenzreihe. (III) Eine convergente Potenzreihe kann gliedweise differentiirt und integrirt werden; Ableitung und Integral sind ebenfalls convergente Potenzreihen. (IV) Der Convergenzkreis einer Potenzreihe ist nicht grösser als der ihrer Ableitung. Zu einer beliebig gegebenen convergenten Potenzreihe \(\varphi(u)\) kann eine zweite \(f(u)\) gefunden werden, welche gleichfalls convergent ist und der Gleichung \[ \frac{f'(u)}{f(u)}=\varphi(u) \] genügt''. Diese Sätze genügen, um die Entwickelbarkeit von sn\,\(u\) in eine convergente Potenzreihe nachzuweisen. Alsdann geben die Sätze (II) und (III) auch die Entwickelbarkeit von sn\({}^2u\) und \(Z(u)\), ferner Satz (V) die einer Potenzreihe \(f(u)\), welche der Gleichung genügt: \[ \frac{f'(u)}{f(u)}=Z(u); \] diese Function wird aber durch passende Bestimmung des willkürlichen Factors gleich \(\varTheta(u)\). Aus Satz (II) folgt dann, dass auch \[ H(u)=\sqrt k\text{\,sn\,}u\cdot\varTheta(u) \] in eine convergente Potenzreihe entwickelt werden kann. Nun ersetzt man in den Gleichungen (13) \(u\) durch \(\frac u2\), so folgt aus (I), dass diese Gleichungen nach Einsetzen der Potenzreihen für \(\varTheta\) und \(H\) identisch bestehen. Durch Wiederholung des Verfahrens lässt sich zeigen, dass die Reihen für \(\varTheta(u)\) und \(H(u)\) beständig convergiren. Jetzt erklärt man diese Functionen, die ursprünglich nur für das Gebiet \((U)\) definirt waren, durch die Potenzreihenausdrücke für beliebige complexe Argumente, dann liefern die Gleichungen \[ \text{sn\,}u=\frac1{\sqrt k}\;\frac{H(u)}{\varTheta(u)},\quad Z(u)=\frac{\varTheta'(u)} {\varTheta(u)} \] unmittelbar die allgemeinen Functionen sn\,\(u\) und \(Z(u)\). Satz (I) ergiebt die Gültigkeit der Gleichung \[ (H(u)\varTheta'(u)-H'(u)\varTheta(u))^2=(k\varTheta^2(u)-H^2(u))(\varTheta^2(u)-kH^2(u)) \] für jeden Wert von \(u\), mithin genügt auch die allgemeine Function sn\,\(u\) der Differentialgleichung \[ (\text{sn}'u)^2=(1-\text{sn}^2u)(1-k^2\text{sn}^2u), \] und aus dieser kann durch Differentiiren und Integriren das Additionstheorem hergeleitet werden, so dass dasselbe auch für beliebige Argumente Gültigkeit hat. In den folgenden Paragraphen werden die analogen Entwickelungen für die Functionen \({\wp}u\), \(\zeta u\), \(\sigma u\) durchgeführt.
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