On the integrals of the many body problem. (Q1539166)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2697189
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    On the integrals of the many body problem.
    scientific article; zbMATH DE number 2697189

      Statements

      On the integrals of the many body problem. (English)
      0 references
      0 references
      1887
      0 references
      ``Die bis jetzt bekannten Integrale des Vielkörper-Problems, nämlich die Schwerpunkts- und Flächen-Sätze und der Satz von der lebendigen Kraft, besitzen die gemeinsame Eigenschaft, dass sie die Coordinaten und die Geschwindigkeits-Componenten nur in algebraischen Verbindungen enthalten. Dieser Umstand, sowie die Vergeblichkeit der bisherigen Bemühungen zur Auffindung weiterer Integrale legen die Vermutung nahe, dass der Kreis der algebraischen Integrale mit den genannten abgeschlossen sei. Es soll deshalb hier die Aufgabe behandelt werden, alle algebraischen die Zeit nicht explicite enthaltenden Integrale aufzusuchen''. Die Untersuchung betrifft die Eigenschaften der Integrale gewisser Differentialgleichungen und gehört somit eigentlich in das Capitel der Differentialgleichungen. Da es nicht angeht, den Gedankengang hier auszugsweise vorzuführen, so begnügen wir uns mit der Wiedergabe der hauptsächlichsten Ergebnisse. Der Inhalt der \(\S\S\) 1--8 wird vom Verfasser in \(\S\) 9 zusammengefasst: ``Gegeben ist das System von Differentialgleichungen \[ \frac{dx_\alpha}{dt}=y_\alpha,\quad \frac{dy_\alpha}{dt}=A_\alpha \quad \quad (\alpha=1,2,\ldots,m), \] in welchem die \(A\) als homogene rationale Functionen von der geraden Ordnung \(2N\) aus den \(x\) und einer gewissen Irrationalität \(s\) zusammengesetzt sind. Die Grösse \(s\) ist Wurzel einer irreductiblen Gleichung \[ s^n+S_1s^{n-1}+\cdots+ S_n=0, \] deren linke Seite eine ganze homogene Function der \(s\), \(x\) von der \(n^{\mathrm ten}\) Ordnung bildet. Wenn das vorgelegte System von Differentialgleichungen algebraische, von \(t\) freie Integrale besitzt, so lassen sich dieselben allemal dar stellen als algebraische Functionen eines oder mehrerer Integrale \(\varphi\), welche folgende Eigenschaften besitzen: 1) Jedes \(\varphi\) ist eine ganze rationale Function der \(y\), eine rationale Function der \(x\) und \(s\). 2) \(\varphi\) ist in den Dimensionen homogen, d. h., wenn man für die \(x\), \(s\), \(y\) resp. setzt \(xk^2, sk^2, yk^{1+2N}\) (\(k\)=Constante), so nimmt \(\varphi\) wieder die ursprüngliche Gestalt an, jedoch versehen mit einer gewissen Potenz von \(k\) als Factor. 3) Bedeutet \(\varphi_0\) das Aggregat der Glieder in \(\varphi\), welche in Bezug auf die \(y\) von der höchsten Ordnung sind, so sind, wenn \(\varphi_0\) nach den \(y\) geordnet wird, die Coefficienten ganze rationale Functionen der \(x\) ohne gemeinsamen Teiler. 4) Der Ausdruck \(\varphi_0\) genügt der Bedingung \(\varSigma y_\alpha\;\frac{\partial \varphi_0}{\partial x_\alpha}=0\), enthält also die \(x\) nur in den Verbindungen \(y_1x_\alpha - y_\alpha x_1\) \(\alpha=2,3,\dots,m)\).'' Die Differentialgleichungen des Vielkörper-Problems, welche einen speciellen Fall der hier betrachteten Differentialgleichungen bilden, werden von da an für sich untersucht, und am Ende von \(\S\) 14 wird der Satz gewonnen: ``Bei dem Vielkörper-Problem ist der Kreis der algebraisch aus den Coordinaten und Geschwindigkeiten zusammengesetzten und von \(t\) freien Integrale vollständig mit den bekannten Integralen, nämlich den Schwerpunktsätzen, den Flächensätzen und dem Satz von der lebendigen Kraft abgeschlossen''. Nachdem dieses Hauptresultat der Untersuchung erreicht ist, transformirt der Verfasser die Gleichungen für das Dreikörperproblem in ein System zwölfter Ordnung; aus ihm erhält er durch Abspaltung der Reihe nach ein System zehnter und dann ein System achter Ordnung; endlich erlangt er ein System sechster Ordnung, über welches er in \(\S\) 16 sich so ausspricht: ``Eine weitere Reduction als auf dieses System sechster Ordnung, welches schon mehrfach, wenn auch in abweichender Gestalt, abgeleitet worden ist, lässt sich, wie aus den Untersuchungen von Herrn Lie über Gruppen [Math. Ann. 8]) hervorgeht, an der Hand der bisher bekannten Integrale nicht erreichen''. Im zweiten Teile der Arbeit wird zunächst (\(\S\) 17) gezeigt, dass, wenn ein Integral des Vielkörperproblems auch noch die Variable \(t\) algebraisch enthält, das Gebiet aller algebraischen Integrale durch die bekannten zehn völlig erschöpft ist. Sodann wird die Frage in Angriff genommen, wie weit es möglich sei, durch algebraische Transformationen der Lösung des Vielkörperproblems näher zu kommen; doch wird die Untersuchung nur für das Dreikörper-Problem durchgeführt. Statt des Systems achter Ordnung wird das System siebenter Ordnung betrachtet, welches sich aus dem System achter Ordnung dadurch ergiebt, dass man mittels des Integrals der lebendigen Kraft die Variable \(p\) fortschafft und \(q\) an Stelle von \(t\) als unabhängige Variable einführt. Wir geben zuletzt die Schlussworte der Untersuchung (\(\S\) 25): ``Es existiren zu dem System siebenter Ordnung keine Abelschen Integrale, und ebenso auch nicht zu dem System achter Ordnung. Bei den vorstehenden Entwickelungen waren wir von einer besonderen Form der Bewegungsgleichungen für das Dreikörper-Problem ausgegangen; nämlich dem hier benutzten System siebenter Ordnung. Da jedoch ein Abel'sches Integral durch eine algebraische Transformation der Variabeln wiederum in ein Abelsches übergeht, so gilt das gefundene negative Resultat für alle Formen der Bewegungsgleichungen, welche aus den ursprünglichen durch rein algebraische Umformungen entstehen. Das gefundene Resultat gilt ferner auch für das Vielkörper-Problem. Reducirt man nämlich beim Vielkörper-Problem die Ordnung des Systems ähnlich wie bei dem Dreikörper-Problem durch Benutzung der bekannten Integrale, so erhält man algebraische Differential-Gleichungen. Existirt zu diesen ein Abel'sches Integral, so enthält der Ausdruck, über welchen die Quadratur auszuführen ist, die Massen nur in algebraischer Weise; man müsste also unter allen Umständen durch das Verschwindenlassen einer oder mehrerer Massen zu einem Abel'schen Integral für das Dreikörper-Problem gelangen, was nicht sein darf. Die vorstehend hergeleiteten negativen Ergebnisse enthalten, wie mir scheint, eine hinreichende Erklärung für die Thatsache, dass man bei der Aufsuchung neuer Integrale des Dreikörper-Problems seither nicht über den bereits vor einem Jahrhundert erreichten Standpunkt hinausgelangt ist''.
      0 references

      Identifiers