Le résumé historique de Proclus. (Q1539628)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Le résumé historique de Proclus. |
scientific article; zbMATH DE number 2697731
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Le résumé historique de Proclus. |
scientific article; zbMATH DE number 2697731 |
Statements
Le résumé historique de Proclus. (English)
0 references
1886
0 references
In des Proklus Commentar zum ersten Buch von Euklid's Elementen findet sich eine für die Geschichte der griechischen Mathematik höchst wichtige Stelle (Friedlein's Ausgabe S. 64-70), deren auf die voreuklidische Zeit bezüglicher Teil gewöhnlich als aus des Eudemus Werk entnommen betrachtet wird, wie denn namentlich Bretschneider (S. 27) denselben als ``ganz unbezweifelt aus des Eudemos Geschichte der Geometrie ausgezogen'' erwähnt und verwertet. Tannery tritt dem entgegen, und nachdem er eine Uebersetzung der Stelle gegeben, ``versucht er zu beweisen, dass das Bruchstück ganz und gar Geminus zugehört, abgesehen von einigen minder bedeutenden Abänderungen, welche sich Proklus erlauben konnte''. Er begründet seine Meinung durch den Hinweis auf die, stoische Glaubenssätze verratende Einleitungsstelle, auf die chronologische Erörterung betreffs der Lebenszeit des Euklid, auf die reine Namenserwähnung der ``Trugschlüsse'' Euklid's, auf die an ihrem Platz ungehörige Lobeserhebung der ``Elemente'', die für den Geminus erklärlich sei. Des weiteren findet Tannery eine Bestätigung seiner Meinung bei der Untersuchung der Quellen des Geminus und auch in der Erwähnung der apokryphen ``Nebenbuhler'' Platon's und im ständigen Zurückkommen auf die Elemente Euklid's. Zum Schlusse wendet sich der Verfasser noch gegen Bretschneider's Meinung (S. 168) betreffend ``den Schnitt'', von welchem in unserer Stelle die Rede ist: nicht der einer Geraden nach mittlerem und äusserem Verhältnis sei gemeint, sondern der Schnitt von Körpern, der das Vorspiel war zur Auffindung der Kegelschnitte.
0 references