Ueber einen Algorithmus zur Auflösung numerischer algebraischer Gleichungen. (Q1539716)

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scientific article; zbMATH DE number 2695811
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    Ueber einen Algorithmus zur Auflösung numerischer algebraischer Gleichungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2695811

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      Ueber einen Algorithmus zur Auflösung numerischer algebraischer Gleichungen. (English)
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      1887
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      Die Berechtigung des bekannten Verfahrens zur Auflösung der trinomischen Gleichung \(x^n-x-a=0\) durch den Algorithmus \[ x_1=\root n\of{x_0+a},\quad x_2=\root n\of{x_1+a},\quad x_3=\root n\of{x_2+a},\dots \] erfordert insofern noch eine Ergänzung, als es sich fragt, ob das Verfahren convergent ist, d. h. ob sich \(x_k\) mit wachsendem \(k\) wirklich einer reellen Wurzel der Gleichung nähert. Seine Untersuchungen über diese Frage führt der Herr Verfasser der besseren Einsicht halber gleich an der allgemeinen Gleichung \(n^{\mathrm ten}\) Grades durch. Für die trinomische Gleichung ergiebt sich aus diesen sofort Folgendes. Ist \(n\) eine ungerade Zahl, und hat die Gleichung nur eine reelle Wurzel, so führt der Algorithmus von jedem beliebigen Anfangswert \(x_0\) asymptotisch zu derselben; hat sie dagegen drei reelle Wurzeln \(\xi_1\geqq \xi_2\geqq \xi_3\), so führt jedes \(x_0\) zwischen \(\xi_2\) und \(+\infty\) auf \(\xi_1\), jedes \(x_0\) zwischen \(\xi_2\) und \(-\infty\) auf \(\xi_3\). Ist \(n\) gerade und hat die Gleichung zwei reelle Wurzeln \(\xi_1\geqq \xi_2\), die positiv sein müssen, so führt der Algorithmus, falls unter der \(n^{\mathrm ten}\) Wurzel hierbei stets ihr einziger in \(p\) negativer Wert verstanden wird, von jedem \(x_0\) zwischen \(\xi_2\) und \(+\infty\) auf \(\xi_1\), von jedem \(x_0\) zwischen \(\xi_2\) und \(-a\) dagegen auf Werte \(x_k\), welche \(<-a\) sind, daher den Radicanden negativ machen, so dass die Rechnung abgebrochen werden muss; hat sie dagegen nur eine positive Wurzel, so führt jedes \(x_0\) zwischen \(-a\) und \(+\infty\) auf diese; hat sie gar keine reelle Wurzel, dann führt jedes \(x_0\) auf Werte \(x_k\), die den Radicanden negativ machen. Benutzt man den negativen Wert der \(n^{\mathrm ten}\) Wurzel, so gelangt man entweder von allen Werten zwischen \(- a\) und \(a^{2n}-a\) auf die etwa vorhandene negative Wurzel, oder alle diese führen mit Ausnahme des Wurzelwertes selber auf Werte \(x_k\), die den Radicanden negativ machen.
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