The second memoir (Q1539906)
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scientific article; zbMATH DE number 2696023
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | The second memoir |
scientific article; zbMATH DE number 2696023 |
Statements
The second memoir (English)
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1887
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In dieser umfangreichen Arbeit verfolgt der Verfasser den Zweck, die Frage nach der arithmetischen Klasseneinteilung der binären kubischen Formen zu einem gewissen Abschluss zu bringen; insbesondere weist er nach, dass verschiedene von Eisenstein herrührende Sätze die sich auf diese Frage beziehen, einer Berichtigung resp. Einschränkung bedürfen. Sei \[ f = ax^3 + 3bx^2y + 3cxy^2+ dy^3 \] die gegebene kubische Form, \(F\) ihre quadratische, \(\varTheta\) ihre kubische Covariante, endlich \(D\) ihre Invariante oder Determinante. Dabei bedeuten \(a, b, c, d\) ganze Zahlen. Das Gleiche gilt von den Coefficienten der anzuwendenden linearen Transformationen der Variabeln von der Determinante \(\pm\) 1. Aus den bekannten Beziehungen zwischen den Formen \(f\), \(F\) und \(D\) folgt sofort der erste Hauptsatz: ``Sind zwei kubische Formen \(f\), \(f'\) äquivalent, so sind es auch ihre quadratischen Covarianten \(F\), \(F'\) und zwar, führt die nämliche Substitution \(f\) in \(f'\), \(F\) in \(F'\) über. Mithin sind \(F\), \(F'\) immer zugleich mit \(f\), \(f'\) eigentlich oder uneigentlich äquivalent''. Alle kubischen Formen \(f\), die aus einer derselben durch lineare Transformationen von der Determinante \(+ 1\) hervorgehen, bilden eine Klasse: die zugehörigen quadratischen Formen \(F\) gehören dann gleichfalls einer bestimmten Klasse an. Es kommt nun alles auf die Lösung der umgekehrten Frage an: ``Wodurch sind diejenigen Formen (und Formenklassen) \(F\) charakterisirt, denen Formen (und Formenklassen) \(f\) entsprechen, und wie gross ist im bejahenden Falle die Anzahl der Klassen \(f\), die einer Klasse \(F\) correspondiren?'' Wird die Form \(F\) mit \(F = Ax^2+ Bxy + Cy^2\) bezeichnet, so kommt die aufgeworfene Frage zunächst auf die folgende zurück: ``Die ganzzahligen Lösungssysteme \(a, b, c, d\) der Gleichungen \[ A = b^2 - ac, \quad B = bc - ad, \quad C = c^2 - bd \] aufzusuchen''. Indem der Verfasser dieses System durch ein anderes: \[ A^2 = Ab^2 - Bab + Ca^2, \quad Ac-Bb + Ca = 0, \quad Ad-Bc + Cb = 0 \] ersetzt, gelingt es ihm, eine Reihe wichtiger Schlüsse zu ziehen, z. B.: ``Bedeuten \(m\) und \(B_1\), ungerade Zahlen, \(A_1\) dagegen eine Primzahl, die nicht in \(2mB_1\) aufgeht, so ist die einzige notwendige Bedingung dafür, dass die Form \((2mA_1, mB_1, 2mC_1)\) die quadratische Covariante einer kubischen Form ist, die Lösbarkeit der Gleichung \[ mA_1^2 = A_1b^2 - B_1 ab + C_1a^2, \] in ganzen Zahlen mit der Forderung, dass \(a\) und \(A_1\) relativ prim sein sollen''. Nachdem auf diese Art genügende Kriterien gewonnen sind, die entscheiden lassen, wann eine quadratische Form eine Form \(F\) sein kann, wendet sich der Verfasser zur Bestimmung der Klassen von kubischen Formen \(f\), die einer nunmehr als gegeben gedachten Klasse von quadratischen Formen \(F\) zugehören. Zu dem Zwecke wird die Composition der Formen \(F\) mit sich selbst eingeführt, welche die eben erwähnten Kriterien so umformt, dass sie für die vorliegende Frage überhaupt erst fruchtbar werden. So ergiebt sich der Satz: ``Die einzigen quadratischen, eigentlich primitiven Klassen, welche kubischen Formen \(f\) entsprechen , sind diejenigen, durch deren Triplication die Hauptklasse hervorgeht''. Die weitere Verfolgung dieses Satzes führt von selbst zur Lösung der gestellten Frage. Als zwei Hauptresultate seien erwähnt: ``Die zu einer positiven Determinante gehörende Hauptklasse correspondirt stets drei kubischen Klassen''. Und: ``Jede quadratische Form von negativer Determinante \((< -1)\), deren Triplication zur Hauptklasse führt, correspondirt stets einer, aber auch nur einer kubischen Klasse''. Während das bisher Mitgeteilte sich auf primitive quadratische klassen \(F\) beschränkt, erweitert der Verfasser im Folgenden seine Ergebnisse auch auf abgeleitete Klassen \(F\). An einer Reihe von Beispielen wird zum Schluss gezeigt, wie auf Grund der dargelegten Hülfssätze eine vollständige Aufzählung aller kubischen Klassen von einer gegebenen Determinante ermöglicht wird. Bei positiver Determinante bedarf man dabei der Lösungen der Pell'schen Gleichung. [Siehe auch JFM 19.0191.03.]
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cubic binary forms
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equivalence of cubic binary forms
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