Ueber den Zusammenhang gewisser topologischer Thatsachen mit neuen Sätzen der höheren Arithmetik und dessen theoretische Bedeutung. (Q1540360)
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scientific article; zbMATH DE number 2696507
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber den Zusammenhang gewisser topologischer Thatsachen mit neuen Sätzen der höheren Arithmetik und dessen theoretische Bedeutung. |
scientific article; zbMATH DE number 2696507 |
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Ueber den Zusammenhang gewisser topologischer Thatsachen mit neuen Sätzen der höheren Arithmetik und dessen theoretische Bedeutung. (English)
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1887
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Die topologischen Untersuchungen des Verfassers hängen bekanntlich mit der Aufgabe zusammen, die verschiedenen in sich zurückkehrenden Schnitte auf der Oberfläche eines geschlossenen Ringes und die Verschlingungen und Knoten der hierdurch entstehenden Streifen zu studiren. In der vorliegenden Abhandlung beschreibt der Verfasser zuerst einen Apparat, welcher es ermöglicht, aus einem System paralleler gespannter Fäden durch Rotation solche Verschlingungen und Knotenverbindungen beliebig zu erzeugen. Mittels dieses Apparates ergiebt sich für die einfacheren Fälle eine Reihe von Erfahrungssätzen, welche durch Analogieschluss als Special fälle allgemeiner mathematischer Sätze dargestellt werden. Der Gang der Untersuchung, die sich an frühere Arbeiten des Verfassers, z. B. ``Eine Reihe neuer Thatsachen aus dem Gebiet der Topologie'' (s. F. d. M. XVI. 1884. 466, JFM 16.0466.02) anschliesst, ist im allgemeinen folgender: Die Typengleichung einer Knotenverbindung enthält nur zwei, diejenige einer Verschlingung mehrere Argumente. Durch geeignete Transformation einer solchen Verschlingung lässt sich dieselbe aber ebenfalls von zwei Argumenten abhängig machen. Dies hatte sich für primäre Verschlingungen in einfacher Weise schon früher herausgestellt. Hier nun wird dasselbe für secundäre Verschlingungen festgestellt, und zwar ergiebt sich die in zahlentheoretischer Hinsicht wichtige Thatsache, dass die sogenannten Windungszahlen dieser Verschlingungen vollständig durch die Primfactoren der beiden Argumente \(u\) und \(t\) bestimmt werden. Bei der erwähnten Transformation bleibt eine durch ein symbolisches Product \[ P_1 = V^{a_1}U^{a_2}V^{a_3}\dots U^{a_{2m}}V^c \] dargestellte Knotengruppe unverändert. Dieselbe wird nun analytisch durch eine Function \(P\) dargestellt, und zwar in Form eines Kettenbruchs, dessen Nenner die Zahlen \(a_1, a_2, \dots,c\) sind, wobei vorläufig statt der variabeln Umlaufszahl \(u\) eine bestimmte \(a\) angenommen ist. Um \(P_1\) auch als Function von \(u\) darzustellen, müssen specielle Werte von \(P_1\) untersucht werden, wozu mit Rücksicht auf die Darstellung von \(P_1\) durch zwei Argumente eine Darstellung der Zahlen durch das dyadische Zahlensystem erforderlich ist. Hierbei ergiebt sich nun folgendes Gesetz: Die charakteristischen Exponenten \(a_1, a_2, \dots\) der stabilen Knoten gruppe jeder secundären transformirten Knotenverschlingung bestimmen als Exponenten des (symbolischen) dyadischen Productes \[ 1^{a_1} 0^{a_2} 1^{a_3}\dots 0^{a_{2m}} 1^c \] eine Primzahl von der Form \(6l-1\) oder \(6l+1\), je nachdem die der Knotenverschlingung zugehörige Umlaufszahl ungerade oder gerade ist. Von hier an tritt die topologische Grundlage der zahlentheoretischen Resultate mehr in den Hintergrund, während die Wichtigkeit des dyadischen Zahlensystems bestehen bleibt. Die folgenden Sätze begründen die Zuordnung einer Primzahlengruppe zu einer ungeraden Zahl, ferner die Einteilung aller Primzahlen in die drei Gruppen [2, 3], [\(6l-1\)], [\(6l+1\)], und liefern eine theoretische Grundlage für die Formulirung der Frage, wie viele Primzahlen zwischen 1 und \(x+1\) liegen. Es ergeben sich hierbei Sätze über Kettenbrüche, aus welchen wieder rückwärts Schlüsse über Umlaufszahlen von Knotengruppen gezogen werden. Es stellt sich ferner ein Unterschied heraus zwischen der topologisch-arithmetischen und der rein arithmetischen Zuordnung gewisser Primzahlen zu einer ungeraden Zahl, und es wird auf Grund umfangreicher Tabellen festgestellt, wie viele Primzahlen in der einen und in der andern Hinsicht zu einer gegebenen ungeraden Zahl gehören. Mit der Aufstellung einiger Fragen ähnlichen Charakters schliesst die inhaltreiche Abhandlung.
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