On some results connected with the theory of reciprocants. (Q1541671)

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scientific article; zbMATH DE number 2697884
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    English
    On some results connected with the theory of reciprocants.
    scientific article; zbMATH DE number 2697884

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      On some results connected with the theory of reciprocants. (English)
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      1886
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      Sind \(x\) und \(y\) zwei durch eine beliebige Relation verknüpfte Variable und bezeichnen wir die successiven Differentialquotienten von \(x\) nach \(y\) beziehungsweise mit \(y_1,y_2,\dots,\) dagegen die Differentialquotienten von \(x\) nach \(y\) beziehungsweise \(x_1,x_2,\dots,\) so ist offenbar: \[ x_1=\frac{1}{y_1},\quad x_2=\frac{-y_2}{y_1^3},\quad x_3=\frac{-y_1y_3+3y_2^2}{y_1^5},\quad \dots \] Die Zähler der rechter Hand stehenden Brüche werden der Kürze wegen beziehungsweise mit \(Y_1,Y_2,\dots\) bezeichnet, so dass allgemein \(Y_n\) eine homogene Function der \(y_1,y_2,\dots\) vom Grade \(n-1\) und vom Gewicht \(2(n-1)\) ist. Die Untersuchungen des Verfassers beziehen sich auf die durch Sylvester begründete Theorie der Reciprocanten (vergl. F. d. M. Bd. XVII. 1885. S.79, JFM 17.0079.02), d. h. solcher ganzen homogenen Functionen von \(y_1,y_2,\dots\), für welche die Relation: 3 \[ R(y_1,y_2,\dots)=\pm y_1^{i+w}R(x_1,x_2,\dots) \] vermöge der obigen Formeln identisch erfüllt ist. Dabei ist \(i\) der Grad und \(w\) das Gewicht der Reciprocante. Bezeichnen wir nun mit \(F\) irgend eine Function von \(y_1,y_2,\dots,\) und setzen \(x-\vartheta y\) an Stelle von \(x\), wo \(\theta\) eine unendlich kleine Grösse bedeutet, so ist die entsprechende Aenderung von \(F\) gleich dem Ausdrucke: \[ \vartheta\left\{ -y_1^2\frac{\partial F}{\partial y_1} + y_1\left (2y_1\frac{\partial F}{\partial y_1} + 3y_2\frac{\partial F}{\partial y_2}+\cdots \right )+VF \right\}, \] in welchem \(V\) das von \(y_1\) freie Operationssymbol: \[ 3y_2^2\frac{\partial}{\partial y_3} + 10y_2y_3 \frac{\partial}{\partial y_4} + (15y_2y_4 + 10y_3^2) \frac{\partial}{\partial y_5} + \dots \] darstellt. Durch wiederholte Anwendung jener unendlich kleinen Transformation wird bewiesen, dass jede ganze homogene isobare Function \(F\) von \(y_2, y_3,\dots\) notwendig eine (reine) Reciprocante ist, sobald sie der Differentialgleichung \(VF=0\) genügt. Durch entsprechende Betrachtungen werden einige bekannte Sätze über orthogonale Reciprocanten bestätigt. (Vergl. F. d. M. Bd. XVII. 1885 p. 80., JFM 17.0079.02) Nach weiteren Bemerkungen bezüglich der Aufstellung von Reciprocanten untersucht der Verfasser die schon von Sylvester erwähnten Beziehungen, welche zwischen der Theorie der Reciprocanten und der Invariantentheorie der binären Formen bestehen. Werden nämlich \(Y_1,Y_2,\dots\) als Functionen des einen Argumentes \(y_1\) betrachtet, so ist jede simultane Semiinvariante jener Functionen eine (reine) Reciprocante. Zum Schlusse werden die entwickelten Methoden auch auf solche allgemeinere reciprocante Bildungen angewendet, welche auftreten, wenn man statt zweier Variabeln \(x,y\) drei durch eine belliebige Relation verknüpfte Variable \(x,y,z\) zugrunde legt.
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