Zur Theorie der Lie'schen Transformationsgruppen. (Anhang zum Vorlesungsverzeichnis des Lyceums.) (Q1542039)

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scientific article; zbMATH DE number 2698283
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    Zur Theorie der Lie'schen Transformationsgruppen. (Anhang zum Vorlesungsverzeichnis des Lyceums.)
    scientific article; zbMATH DE number 2698283

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      Zur Theorie der Lie'schen Transformationsgruppen. (Anhang zum Vorlesungsverzeichnis des Lyceums.) (English)
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      1886
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      In einer Abhandlung ``Erweiterung des Raumbegriffs'' (Braunsberg 1884) hatte Herr Killing, wie er sich ausdrückt, ``die Theorie der Raumformen auf ein geschlossenes System von continuirlichen Transformationen gegründet'' und war auf diese Weise selbständig zu einer Reihe von Ergebnissen gekommen, welche Lie schon seit 1874 in seinen Arbeiten über Transformationsgruppen entwickelt hatte. Herr Killing erkennt in der gegenwärtigen Abhandlung die Priorität Lie's in allen Hauptpunkten rückhaltlos an und teilt nunmehr einige neue Sätze mit, die er mittelerweile gefunden hat. In \(\S\) 1 finden sich einige Vorbemerkungen über die Möglichkeit \(r\)-gliedrige Gruppen von gegebener Zusammensetzung in Räumen von verschiedener Dimensionenzahl aufzustellen; wegen dieser Möglichkeit scheint es Herrn Killing das Naturgemässeste, zunächst auf die Bestimmung aller möglichen Zusammensetzungen \(r\)-gliedriger Gruppen hinzuarbeiten (so lassen sich die Betrachtungen des \(\S\) 1 bei Anwendung der Lie'schen Redeweise ausdrücken). In \(\S\) 2 teilt Herr Killing die \(r\)-gliedrigen Gruppen \(X_1f,\dots,X_rf\) ein nach der Anzahl der von einander unabhängigen unter den infinitesimalen Transformationen \((X_iX_k)\; (i,k=1,\dots,r)\). Zugleich stellt er den folgenden neuen und schönen Satz auf: Sind \(T_1\) und \(T_2\) zwei beliebige Transformationen der \(r\)-gliedrigen Gruppe \(X_1f,\dots,X_rf\), so gehört die Substitution \(T_1^{-1} T_2^{-1} T_1 T_2\) der invarianten Untergruppe an, welche von den infinitesimalen Transformationen \((X_i X_k)\; (i,k =1,\dots,r)\) erzeugt wird. Dieser Satz, der sich übrigens noch ergänzen lässt und der auch in der Substitutionentheorie sein Analogon hat, ist sehr bemerkenswert; schade nur, dass Herr Killing den Beweis desselben unterdrückt. In \(\S\) 3 werden aus den Relationen, welche in den bekannten Gleichungen: \[ (X_i X_k)= \sum_1^r{_s} c_{iks} X_s f \qquad (i,k =1,\dots,r) \] zwischen den \(c_{iks}\) bestehen, verschiedene neue abgeleitet. Der \(\S\) 4 giebt mehrere Sätze über invariante Untergruppen einer \(r\) gliedrigen Gruppe, insbesondere einen Beweis des Lie'schen Satzes, dass jede viergliedrige Gruppe eine dreigliedrige invariante Untergruppe enthält. In \(\S\) 5 werden aus den Formeln des \(\S\) 3 einige neue Sätze abgeleitet, die sich nicht mit wenigen Worten kennzeichnen lassen. Dieselben werden sodann auf eine gewisse von Lie eingeführte lineare homogene Gruppe angewandt, nämlich auf diejenige, welche zur adjungirten Gruppe einer \(r\)-gliedrigen Gruppe dualistisch ist. Der Paragraph ist nicht frei von Fehlern, namentlich ist der auf S. 15 aufgestellte Satz nach Ansicht des Referenten nicht bloss sehr missverständlich formulirt, sondern geradezu unrichtig. Der \(\S\) 6 enthält verschiedene specielle Sätze, unter denen übrigens der letzte eingeschränkt werden nuss. Zum Schlusse noch eine Bemerkung. Herr Killing redet immer von den Jacobi'schen Relationen. Die Jacobi'sche Identität trägt ihren Namen mit Recht; sollen denn aber alle Relationen, die aus dieser Identität folgen, als Jacobi'sche bezeichnet werden?
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