The foundations of the calculation of \(E\varphi(x)\) with one independent variable. (Q1542073)

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scientific article; zbMATH DE number 2698316
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    English
    The foundations of the calculation of \(E\varphi(x)\) with one independent variable.
    scientific article; zbMATH DE number 2698316

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      The foundations of the calculation of \(E\varphi(x)\) with one independent variable. (English)
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      1886
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      Mit dem Zeichen \(E\varphi(x)\) bezeichnet der Verfasser (vgl. F. d. M. XVII. 1885. 367, JFM 17.0367.01) denjenigen Teil der Function \(\varphi(x)\), welcher so bestimmt ist, dass die Differenz \(\varphi(x) - E\varphi(x)\) bei \(x=\infty\) Null wird. Die Function \(\varphi(x)\) wird dann der ganze Teil der Function \(\varphi(x)\) genannt; die Differenz \[ \varphi(x) - E\varphi(x) = O\varphi(x) \] ferner der Bruchteil der Function \(\varphi(x)\). Die Rechnung \(E\varphi(x)\) ist, wie der Verfasser selbst sie definirt, eine systematische Entwickelung der Methoden, welche zum Studium der Eigenschaften des Symbols \(E\) führen, und die Anwendung dieser Eigenschaften auf die Auflösung verschiedener Fragen der Mathematik. Die umfangreiche Arbeit ist in vier Abschnitte geteilt. Im ersten Abschnitte werden die Grundsätze der Rechnung \(E\varphi(x)\) aufgestellt und die Grundeigenschaften der Symbole \(E\varphi(x)\) und \(O\varphi(x)\) hergleitet. Die Eigenschaften dieser Symbole werden dann angewandt auf die Berechnung der Symbole \[ E\;\frac{\varphi(x)}{(x-a)^{\mu}}, \quad O\;\frac{\varphi(x)}{(x-a)^{\mu}}, \quad E\;\frac{\varphi(x)}{(x-a_1)(x-a_2) \dots (x-a_n)}, \] \[ E\;\frac{\varphi(x)}{x^2 -ax -b}, \quad E\;\frac{\varphi(x)^n}{(x-a)(x-b)} \quad \text{u. s. w.} \] Der zweite Abschnitt ist den einfachsten Anwendungen der Rechnung \(E\varphi(x)\) gewidmet. Diese Anwendungen bestehen in der Ableitung der Formeln für \(\cos n\varphi\) und \(\sin n\varphi\), in der Zerlegung der rationalen Functionen in Partialbrüche und in der Berechnung der Residuen. Hiernach wird eine allgemeine Formel der Rechnung \(E\varphi(x)\) abgeleitet. Die Formel giebt, wenn \[ V= \frac{f(1)}{x} + \frac{f(2)}{x^2} + \cdots + \frac{f(n)}{x^n} + \cdots \] gesetzt wird, den Ausdruck \[ Q= |^{x=0} E [(\psi (1).V + \psi(2).V^2 + \cdots + \psi(n).V^n + \cdots)x^i]; \] es wird nämlich \[ Q= \text{S}\;\frac{\psi(\lambda_1 + \cdots + \lambda_i) \varPi (\lambda_1 + \cdots + \lambda_i)}{\varPi(\lambda_1) \dots \varPi(\lambda_i)}\;f(1)^{\lambda_1} .f(2)^{\lambda_2} \dots f(i)^{\lambda_i}, \] wo die Summe auf alle positiven Werte von \(\lambda\) (Null eingerechnet) ausgedehnt ist, welche der Gleichung \[ \lambda_1 + 2\lambda_2 + \cdots + i\lambda_i=i \] genügen. Diese allgemeine Formel wird dann zur Auflösung der verschiedenen Aufgaben der Theorie der symmetrischen Functionen verwandt und zur Herleitung des Ausdrucks der \(n^{\text{ten}}\) Derivirten der zusammengesetzen Functionen. Im dritten Abschnitte wird gezeigt, dass die Taylor'sche Reihe eine Folge der Rechnung \(E\varphi(x)\) ist, und es werden folgende Relationen bewiesen: \[ \left|^{\omega =x}\;E\;\frac{\varphi(x)}{x-\omega} =\varphi'(x),\quad \right|^{\omega=x}\;E\;\frac{\varphi(x)}{(x-\omega)^2}= \frac{\varphi''(x)}{1.2}, \quad \dots, \left|^{\omega =x}\;E\;\frac{\varphi(x)}{(x- \omega)^m} = \frac{\varphi^{(m)}(x)}{1.2\dots m} \right. \cdot \] Nach der Einführung des Symbols \(|^{\omega =x} E=J\) nehmen diese Relationen die folgende Form an: \[ J\;\frac{\varphi(x)}{x- \omega} = \varphi'(x), \quad \dots, J\;\frac{\varphi(x)}{(x- \omega)^m} = \frac{\varphi^{(m)}(x)}{1.2\dots m} \cdot \] Die Eigenschaften des Symbols \(J\) gestatten dann die Herleitung verschiedener Differential-Beziehungen und -Ausdrücke für \[ \frac{d^n \varphi^{\mu}}{dx^n}, \quad \frac{d^n \left( \frac{\varphi}{\psi} \right)}{dx^n}, \quad \frac{d^n(e^{\varphi})}{dx^n}, \quad \frac{d^n f(\varphi(x))}{dx^n} \quad \text{u. s. w.} \] Dann folgen die Anwendungen der Rechnung \(E\varphi(x)\) auf die Theorie der Reihen, die Ableitung der Bernoulli'schen Reihe: \[ \varphi(O)= \varphi(x) - xD\varphi + \frac{x^2}{1.2}\;D^2 \varphi - \cdots \] und der Reihen für \[ E\;\frac{\varphi(x)}{x^2 +1}, \quad E\frac{\varphi x}{x^2 - ax -b}, \quad E\;\frac{\varphi x}{\psi x} \quad \text{u. s. w.} \] Die Anwendung der Rechnung \(E\varphi(x)\) auf die Theorie der Reihen steht im nächsten Zusammenhange mit dem Calcul der Derivationen, einer von Arbogast entwickelten Methode für die Ermittelung der Coefficienten der Zerlegung des Ausdruckes \[ F \left( \psi_1, \quad \frac{d\psi_1}{dx}, \quad \dots, \quad \frac{d^{\mu}\psi_1}{dx^{\mu}}, \quad \psi_2(x), \quad \frac{d\psi_2}{dx}, \quad \dots, \quad \frac{d^{\nu}\psi_2}{dx^{\nu}}, \quad \dots \right), \] vorausgesetzt, dass die Zerlegungen der Functionen \(\psi_1(x),\psi_2(x),\dots\) bekannt sind; die Bezeichnungen der vorliegenden Arbeit weichen jedoch von den Arbogast'schen ab. Am Ende des Abschnittes wird der Calcul der Derivationen auf die Theorie der symmetrischen Functionen angewandt, und es wird gezeigt, wie man von jeder Formel der Theorie der symmetrischen Functionen zu den entsprechenden des Calculs der Derivationen und des Differantialcalculs und umgekehrt übergehen kann. Im vierten Abschnitte wird die Taylor'sche Formel mittels des Symbols \(J=|^{\delta =x - \omega =0} E\) in folgender Form ausgedrückt: \[ \varphi(x+h) = J\;\frac{x-\omega}{x- \omega -h}\;\varphi =J\;\frac{\delta}{\delta -h} \varphi. \] Folglich ist \[ \varDelta \varphi(x) = \varphi(x+1) - \varphi(x) = J\;\frac{\varphi(x)}{\delta -1} \] und allgemeiner \[ \frac{\varDelta^n \varphi(x)}{1.2\dots n} = J\;\frac{\varphi}{(\delta -1)(\delta -2) \dots (\delta -n)} \cdot \] Die letzte Formel ist angewandt auf die Bestimmung der Coefficienten \(\varSigma_i\) der Zerlegung: \[ \frac{\varDelta^n \varphi}{1.2 \dots n} = E\;\frac{\varphi}{x^n} + \varSigma_1 E\;\frac{\varphi}{x^{n+1}} + \varSigma_2 E\;\frac{\varphi}{x^{n+2}} + \cdots; \] \(\varSigma_{\mu}\) ist nämlich die Summe aller symmetrischen Functionen der Ordnung \(\mu\) der \(n\) Elemente \(x+1, x+2, \dots ,x+n\). Die Rechnung \(E\varphi(x)\) giebt andererseits auch die Formel: \[ \varDelta^n \varphi = \varDelta^n 0^n E \frac{\varphi}{x^n} + \varDelta^n 0(0+x)^n E\;\frac{\varphi}{x^{n+1}} + \varDelta^n0(0+x)^{n+1}E\;\frac{\varphi}{x^{n+2}} + \cdots; \] in dieser Formel ist \(\varDelta^n0(0 +x)^{n+k}\) symbolischer Ausdruck für ein Polynom, dessen Coefficienten die Brinkley'schen Zahlen \(\varDelta^n0^i\) sind. Die Zusammenstellung zweier Formeln zeigt, dass \(\varSigma_{\mu} = 1.2 \dots n \varDelta^n 0(0+x)^{n+\mu -1}\) ist. Nimmt man jetzt die bekannte Relation: \[ \frac{du}{dx} = \frac{\varDelta u}{1} - \frac{\varDelta^2 u}{2} + \frac{\varDelta^3 u}{3} - \cdots \] und ersetzt dort die Symbole \(\varDelta\) und \(\frac{d}{dx}\) durch das Symbol \(J\) nach den Formeln \[ \frac{\varDelta^n u}{1.2 \dots n} = J\;\frac{u}{(\delta -1)(\delta -2) \dots (\delta -n)}\;, \quad \frac{du}{dx} = J\;\frac{u}{\delta}, \] so erhält man die Zerlegung der Function \(\frac{1}{x}\) nach den Factoriellen negativer Ordnung. Sodann giebt der Verfasser die allgemeine Formel der Zerlegung der Function \(\frac{1}{x^{\mu}}\) nach den negativen Factoriellen, welche selbstverständlich auch zur ähnlichen Zerlegung einer willkürlichen Function \(\varphi(x)\) führt. Schliesslich wird ein Theorem bewiesen, welches den Zusammenhang zwischen der Rechnung \(E\varphi(x)\) und dem Calcul der Residuen führt. Diesem Theorem zufolge hat man für jede rationale Function die Relation: \[ E\varphi(z) = {\mathbf E}\;\frac{\varphi \left( \frac 1u \right)}{u(1-uz)}, \] wo \(\mathbf E\) das Cauchy'sche Zeichen für den Residuencalcul ersetzt. Das Theorem wird zur Ableitung einiger Formeln der Rechnung \(E\varphi(x)\) verwandt. Mit diesen Anwendungen ist die interessante Arbeit Bugaieff's geschlossen, welche dem Andenken von Leibniz gewidmet ist.
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      asymptotic behavior of functions
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      differentiation
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      residues
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