Contribution to the theory of capillarity. (Q1542844)
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scientific article; zbMATH DE number 2701098
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Contribution to the theory of capillarity. |
scientific article; zbMATH DE number 2701098 |
Statements
Contribution to the theory of capillarity. (English)
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1885
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Beitrag zur Theorie der Capillarität, von dem Standpunkt der gegenwärtigen molecularen Theorien aus betrachtet. Hauptsächlich wird die Frage behandelt, in wie fern die durch Laplace und Gauss erhaltenen Ergebnisse richtig bleiben, wenn man an der Grenze zweier Körper nicht eine scharfe Trennung annimmt, sondern einen wirklichen Uebergang. Die Behandlung derselben geschieht durch Anwendung des Princips der virtuellen Geschwindigkeiten in Verbindung mit dem Princip von Hamilton und des zweiten Satzes der mechanischen Wärmetheorie. Durch Lord Rayleigh (Phil. Mag. 1883) war eine solche Untersuchung unternommen und die Behauptung aufgestellt, dass bei genügend regelmässigem Uebergang die capillaren Kräfte sehr klein werden. Der Verfasser beleuchtet diese Ansicht; seine Berechnung lehrt, dass alles von dem Verhältnis der Dicke der Grenzschicht zu dem Radius der Wirkungssphäre abhängt. Während, wenn beide Grössen von gleicher Ordnung sind, capillare Kräfte, wie sie Laplace fand, bestehen bleiben, werden diese Kräfte sehr klein, wenn die erste der obengenannten Grössen viel grösser als die zweite wird. Dem steht entgegen, dass die erste vom Verfasser angewandte Methode von Gauss gerade in diesem Falle zu einer sehr grossen Capillaritäts-Constante führen würde. So gelangt er zu einer Vergleichung der Resultate der beiden Betrachtungsweisen und weiter zu dem Schluss, dass in dem stationären Zustand, der von selbst auftritt, die Dichtigkeit der Grenzlage von derselben Ordnung sein muss, wie der Radius der Wirkungssphäre. In einer Nachschrift wird der Fall von zwei Stoffen behandelt, welche in einander diffundiren. Da hier kein stationärer Zustand eingetreten ist, kann die Uebergangsschicht sehr dick werden; die Berechnungsweise von Laplace (die einzige, die man alsdann anwenden kann) führt zu kleinen Capillarkräften. Die langen Rechnungen sind mit grosser Genauigkeit ausgeführt, so dass diese Abhandlung nicht nur einen Beitrag zur Theorie, sondern auch eine vortreffliche Uebersicht über den gegenwärtigen Zustand der wichtigen Aufgabe liefert.
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