Ueber die Theorie und Gestalt neu beobachteter Interferenzcurven. (Q1542875)
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scientific article; zbMATH DE number 2701127
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber die Theorie und Gestalt neu beobachteter Interferenzcurven. |
scientific article; zbMATH DE number 2701127 |
Statements
Ueber die Theorie und Gestalt neu beobachteter Interferenzcurven. (English)
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1883
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Die hier beschriebenen Interferenzstreifen, von denen die eine Art mit dem blossen Auge, die andere nur durch ein Fernrohr sichtbar ist, entstehen zwischen zwei planparallelen, aus einem Stück geschnittenen Platten, die unter dem Winkel \(2\varphi\) gegeneinander geneigt sind. Die Lichtquelle und das Auge liegen zu verschiedenen Seiten einer zu beiden Platten senkrechten Ebene derart, dass ein von der Fläche der ersten Platte reflectirter Strahl auf der Halbirungslinie des Neigungswinkels \(2\varphi\) senkrecht steht und nach der Reflexion an der zweiten Platte ins Auge resp. ins Fernrohr gelangt. Da jeder Strahl an der Oberfläche jeder der Platten sich teilt, indem er teils direct reflectirt wird, teils in die Platte tritt und nach einer Reflexion an der Hinterfläche der Platte dieselbe verlässt, so entstehen aus jedem einfallenden Strahle vier von der Oberfläche der zweiten Platte ausgehende; von diesen kommen für die Interferenz diejenigen Paare in Betracht, die zusammen an sämtlichen vier Plattenflächen reflectirt sind. Für die Phasendifferenz der interferirenden Paare ergiebt sich \[ \varDelta=2d\left\{\sqrt{n^2-\sin^2e_1} \pm \sqrt{n^2-\sin^2e_2} \right\}, \] wenn \(e_1\) und \(e_2\) die Winkel sind, welche die zwischen den Platten verlaufenden Strahlen mit deren Normalen bilden, \(n\) der Brechungsexponent, \(d\) die Dicke der Platten. Die Reflexionsebenen der Strahlen fallen nach dem Obigen mit der Neigungsebene der Platten nicht zusammen. Es werden in Folge dessen nach dem Vorgang von Ketteler bei den Jamin'schen Interferenzstreifen die Winkel \(e_1\) und \(e_2\) ausgedruckt durch den Winkel \(\varrho\), den \(e_1\) (resp. \(e_2\)) mit der Mittellinie der beiden Plattennormalen bildet, den Winkel \(2\varphi\) selbst und den Neigungswinkel \(\delta\) der Ebenen von \(\varrho\) und \(2\varphi\). Dann giebt die Gleichung \(\varDelta\) = Const. die Interferenzstreifen, und zwar je nach dem in dem Ausdruck für \(\varDelta\) vorkommenden Vorzeichen, die eine oder die andere Art. Die so erhaltene Gleichung wird durch die Annahme, dass \(\varrho\) stets sehr klein sei, vereinfacht. Für das obere Vorzeichen in \(\varDelta\) ergiebt sich dann, \(\varrho\) und \(\delta\) als Polarcoordinaten einer Ebene angesehen, als Interferenzcurve eine Curve zweiter Ordnung mit Mittelpunkt. Die Discussion derselben erklärt alle Einzelheiten der Erscheinung.
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