Sulla teoria dell' induzione magnetica secondo Poisson. (Q1542891)
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scientific article; zbMATH DE number 2701147
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sulla teoria dell' induzione magnetica secondo Poisson. |
scientific article; zbMATH DE number 2701147 |
Statements
Sulla teoria dell' induzione magnetica secondo Poisson. (English)
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1885
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a) Es seien \(U\) das Potential der äussern magnetisirenden Kraft, \((\alpha, \beta,\gamma)\) die Momente der Volumeneinheit im Punkte \((x, y, z)\), \(d\tau\) das Volumenelement des Magneten, \(V\) das Potential der inducirten Magnetisirung \(M\), im gewöhnlichen Sinne genommen, d. h. für einen innern Punkt ebenso wie für einen äussern berechnet, also \[ (1)\quad V=\int \left( \alpha \,\frac{ d\,\frac 1r}{dx} + \cdots \right) d\tau. \] Das wirkliche Potential der Magnetisirung \(M\) in einem im Innern oder auf der Oberfläche eines magnetischen Elements liegenden Punkt \(p\) ist \(=V+v_1\), wo \(v_1\) nur von der Magnetisirung im Punkt \(p\) abhängt. (Beschreibt man nämlich um \(p\) eine unendlich kleine Kugelfläche und bezeichnet mit \(V_a\) das Potential des ausserhalb derselben gelegenen Magnetismus im Punkt \(p\), mit \(v\) das Potential der Kugel, so ist \(V+v_1 = V_a+v\); da nun mit unendlich abnehmendem Kugelradius \(\lim(V_a-V)=0\) ist, so folgt lim \(v_1\) = lim \(v\)). Die Bedingungsgleichung in jedem Punkte \(p\) eines magnetischen Elements ist nach Poisson \[ (2)\quad U+V+v_1=\text{ ocnst. } \] Es sei nun \(\sigma\) die Oberfläche dieses magnetischen Elements, \(h'\) die auf ihm stattfindende, irgend einem andern äussern Potential \(U'\) entsprechende Flächendichtigkeit, welche also der Gleichung \(\int h'd\sigma=0\) genügt; aus (2) ergiebt sich dann \[ \int(U+V+v_1)h'd\sigma = 0, \] oder wenn \((\alpha',\beta',\gamma')\) die der zweiten Magnetisirung \(M'\) entsprechenden Momente sind und \((x, y, z)\) einen Punkt im Innern des Elements, \(\delta\) sein Volumen bezeichnet, und man die nur von der Magnetisirung \(M\) abhängigen Grössen \(-\,\frac{d(U+V)}{dx}=A\) etc. setzt, \[ (2^a)\quad \,\frac 1\delta \int v_1h' d\sigma = A\alpha'+B\beta' + C\gamma'. \] Das Potential der Magnetisirung \(M\) auf die Magnetisirung \(M'\), deren Potential \(V'\) sei, ist also \[ (3)\quad Q=\int \left[ \left( \,\frac{dV}{dx} + A \right) \alpha'+\cdots \right] d\tau = \int \left[ \left( \,\frac{dV'}{dx} + A'\right) \alpha+\cdots \right]d\tau, \] mithin, da \[ \int\left( \,\frac{dV}{dx}\alpha'+\cdots \right) d\tau = \int\left( \,\frac{dV'}{dx}\alpha+\cdots \right) d\tau \text{ ist}, \] \[ \int(A\alpha'+\cdots)d\tau = \int(A'\alpha+\cdots)d\tau) d\tau. \] Da diese Gleichung auch für einen beliebigen Teil des Magneten gelten muss, weil die Magnetisirung eines beliebigen Teils einem bestimmten äussern Potential entspricht, so ist sie gleichbedeutend mit \[ (4)\quad A\alpha'+B\beta'+C\gamma' = A'\alpha + B'\beta + C'\gamma, \] woraus folgt, wenn \(\psi\) eine homogene quadratische Function von \((\alpha,\beta,\gamma)\) bezeichnet, \[ A=\,\frac{d\psi}{d\alpha} \text{ etc.} \] oder \[ \text{(I)}\quad \begin{cases} \,\frac{d(U+V)}{dx} + \,\frac{d\psi}{d\alpha} = 0,\quad \,\frac{d(U+V)}{dy} + \,\frac{d\psi}{d\beta} =0, \\ \,\frac{d(U+V)}{dz} + \,\frac{d\psi}{d\gamma} = 0, \end{cases} \] durch welche drei Gleichungen sich die Poisson'sche Gleichung (2) oder die ihr wegen der Willkürlichkeit von \(\alpha',\beta',\gamma'\) gleichwertige Gleichung \((2^{\text a})\) ersetzen lässt. Für einen homogenen Körper kann man \(\psi\) durch geeignete Wahl der Coordinatenaxen in die Form bringen \[ \psi=\,\frac 12\left( \,\frac{\alpha^2}{a} + \,\frac{\beta^2}{b} + \,\frac{\gamma^2}{c} \right), \] wo \(a, b, c\) Constanten des Körpers sind; dadurch gehen die Gleichungen (1) in die gewöhnlichen Gleichungen der Magnetisirung eines krystallinischen Mediums, für \(a = b = c\) in diejenigen eines isotropen Mediums über. b) Setzt man die Componenten der äusseren magnetisirenden Kraft \(-\,\frac{dU}{dx}=X\) etc., so geht mittels (I) die Gleichung (3) über in \[ (5)\quad Q=\int(X\alpha'+\cdots)d\tau = \int(X'\alpha+\cdots)d\tau. \] Sind die Kräfte \(X', Y', Z'\) constant, und bezeichnet man mit \(M_x=\int\alpha d\tau\) etc. die Momente des ganzen Magneten, so geht diese Gleichung über in \[ \int(X\alpha' + \cdots) d\tau = X'M_x+\cdots \] oder wenn man \(\alpha',\beta',\gamma'\) als Functionen von \(X', Y', Z'\) ausgedrückt denkt, \[ M_x=\,\frac{d}{dX'} \int (X\alpha'+\cdots) d\tau; \] hiernach lassen sich die Gesamtmomente für eine beliebige Magnetisirung durch die einer beliebigen, aber constanten magnetisirenden Kraft entsprechende Magnetisirung ausdrücken. Rühren die Kräfte \(X', Y', Z'\) von einem in einem äussern Punkte \(p\) betindhehen Einheitspol her, und sind \(\alpha_p,\beta_p,\gamma_p\) die durch denselben erzeugten Momente, so geht die Gleichung (5) über in \[ (6)\quad V_p=\int \left( \,\frac{dU}{dx}\alpha_p+\cdots \right) d\tau, \] wodurch das Potential des Magneten in einem äussern Punkte \(p\) mittels derjenigen Magnetisirung ausgedrückt ist, welche ein in \(p\) befindlicher Einheitspol hervorruft. Bezeichnet also \(G_p^q\) das Potential der einem äussern Pol \(q\) entsprechenden Magnetisirung in einem andern äussern Punkte \(p\), so ist \[ G_p^q = \int\left( \,\frac{d\,\frac{1}{r_q}}{dx} \alpha_p+\cdots \right)d\tau = G_q^p. \] Durch bekannte Umformungen erhält man leicht statt (6) \[ (7)\quad \begin{cases} V_p=\,\frac{1}{4\pi} \int \left( U\,\frac{dG_{\sigma a}^p}{dn} - \,\frac{dU}{dn} G_\sigma^p \right) d\sigma \\ =-\,\frac{1}{4\pi} \int \left( \,\frac{dU}{dn} - \,\frac{dU_a}{dn} \right) G_\sigma^p d\sigma \\ =\int hG_\sigma^p d\sigma = \int hG_p^\sigma d\sigma; \end{cases} \] hier bedeutet \(dn\) die innere Normale \(G_\sigma^p\), resp. \(G_{\sigma a}^p\), das Potential der dem Punkte \(p\) entsprechenden Magnetisirung in einem Punkte \(\sigma\) auf, resp. an der Aussenseite der Oberfläche, \(U_a\) den im äussern Raum stattfindenden Wert des Potentials einer Flächenbelegung \(h\), welches sich auf der Oberfläche auf \(U\) reducirt; die Gleichung gilt, wie der Verfasser schliesslich zeigt, auch für einen inneren Punkt \(p\). Damit ist das Problem der Magnetisirung auf die Bestimmung einer der Green'schen Function der Elektrostatik analogen Function \(G_p^\sigma\) zurückgeführt.
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