Applications de la thermodynamique aux phénomènes thermo-électriques. (Q1542902)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Applications de la thermodynamique aux phénomènes thermo-électriques. |
scientific article; zbMATH DE number 2701159
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Applications de la thermodynamique aux phénomènes thermo-électriques. |
scientific article; zbMATH DE number 2701159 |
Statements
Applications de la thermodynamique aux phénomènes thermo-électriques. (English)
0 references
1885
0 references
Der Verfasser wendet die in dem vorigen Referat (JFM 17.1037.03) auseinandergesetzten Principien auf die Thermoströme an. Es sei ein offener Conductor gegeben, aus verschiedenen Metallen bestehend, in denen sich die Temperatur von Punkt zu Punkt ändert; die zwei Enden mögen sich auf derselben Temperatur \(T_0\) befinden, und die Temperatur sei stationär, indem die durch den Strom erzeugte Wärme abgeleitet wird. Geht eine Elektricitätsmenge \(dq\) von einem Punkt \(M\) des einen Endes zu einem Punkt \(M'\) des andern Endes über, so ist die dabei erzeugte nicht compensirte Arbeit nach Gleichung (1) des vorigen Referats \[ A_n=-\varDelta U+\int_M^{M'} TdS, \] wo \(dS\) die auf einem Wegelement von der Temperatur \(T\) statt findende Aenderung der Entropie bedeutet. \(\varDelta U\) hat denselben Wert, als wenn \(dq\) durch einen Draht von der Temperatur \(T_0\) von \(M\) nach \(M'\) übergeht; dann ist aber \(-\varDelta U\) gleich der ganzen compensirten und nicht compensirten Arbeit, d. h. nach Gleichung (3) des vorigen Referats \[ -\,\frac{\varDelta U}{dq} = -\,\frac{d(\varPhi+Z)}{dq} = V+\vartheta+h-(V'+\vartheta'+h'), \] also \[ \text{(a)}\quad \,\frac{A_n}{dq}=(V+\vartheta+h)-(V'+\vartheta'+h')+\,\frac{1}{dq} \int_M^{M'} TdS. \] Der Conductor bestehe z. B. aus drei Metallen \(a, b, c\); die Temperaturen der Contactstellen seien \(T_1\) und \(T_2\); sind \(N\) und \(P\) zwei der Contactfläche unendlich nahe Punkte der Metalle \(a\) und \(b\), so ist nach Gleichung (3) des vorigen Referats \[ \frac{1}{dq} \int_N^P TdS=\,\frac{1}{dq} \int_N^P dZ=-h_a(T_1)+h_b(T_1). \] In \(\frac{1}{dq}\int_M^NTdS\) ist \(\,\frac{dS}{dq}\) proportional dem Wegelement \(ds\) und ist \(=0\), wenn auf demselben \(T\) constant ist, man kann es also \(=\lambda\,\frac{dT}{ds}ds\) setzen, also \[ \frac{1}{dq}\int_M^N dS=\int_M^N\lambda \,\frac{dT}{ds} ds. \] Haben nun \(M\) und \(N\) dieselbe Temperatur, so kann man \(dq\) auf einem Draht von dieser Temperatur von \(M\) nach \(N\) übergehen lassen, also ist dann \(\int dS=0\), folglich muss \(\lambda\) eine blosse Function von \(T\) sein; setzt man also \(T\lambda = \mu_a(T)\), so wird \[ \frac{1}{dq}\int_m^nTdS = \int_{T_0}^{T_1} \mu_a(T)dT. \] Dadurch wird \[ \text{(b)}\quad \begin{cases} \,\frac{1}{dq} \int_M^{M'} TdS = -h_a(T_1)+h_b(T_1) - h_b(T_2)+h_c(T_2) \\ + \int_{T_0}^{T_1} \mu_a(T) dT+\int_{T_1}^{T_2} \mu_b(T)dT+\int_{T_2}^{T_0} \mu_c(T)dT.\end{cases} \] Also \[ (1)\quad \begin{cases} \,\frac{A_n}{dq} = (V+\vartheta)-(V'+\vartheta')-[h_a]_{T_0}^{T_1}-[h_b]_{T_1}^{T_2}-[h_c]_{T_2}^{T_0} \\ +\int_{T_0}^{T_1} \mu_a(T)dT + \int_{T_1}^{T_2} \mu_b(T)dT + \int_{T_2}^{T_0} \mu_c(T)dT \\ =(V+\vartheta)-(V'+\vartheta')+E, \end{cases} \] wo \([h]_{T_0}^{T_1} = -h(T_0)+h(T_1)\). Die Bedingung des elektrischen Gleichgewichts ist \(A_n = 0\), d. h. \[ (2)\quad V'-V=\vartheta-\vartheta'+E, \] während dieselbe bei directer Berührung der Endmetalle \(a\) und \(c\) von der constanten Temperatur \(T_0\) nach Gleichung (4) des vorigen Referats sein würde \(V_0'-V_0=\vartheta-\vartheta'\). Schliesst man die Kette durch Verbindung der Punkte \(M\) und \(M'\) mittels eines Drahtes von der Temperatur \(T_0\), so zeigt die Unvereinbarkeit der Gleichung (2) mit der Gleichung \(V'-V = \vartheta-\vartheta'\), dass kein elektrisches Gleichgewicht stattfindet, sondern ein Strom entsteht. Die elektromotorische Kraft dieses Thermostromes ist die durch Gleichung (1) bestimmte Grösse \(E\); denn ist z. B. der Schliessungsdraht vom Metall \(a\), so ist nach der im vorigen Referat aufgestellten Hypothese die in dem Kreise erzeugte Joule'sche Wärme gleich der nicht compensirten Arbeit beim Uebergange von \(dq\) von \(M\) nach \(M'\) und durch den Draht von \(M'\) nach \(M\), also \[ \frac{RJ^2dt}{dq} = RJ=\,\frac{A_n}{dq} + (V'+\vartheta')-(V+\vartheta)=E. \] Die ganze in einem homogenen Drahtelement vom Widerstand \(dR\) in der Zeiteinheit erzeugte Wärme ist nach Gleichung (a) des vorigen Referats \[ dQ = A_n-TdS, \] wo nach dem Obigen \[ A_n=J^2dR \quad \text{und}\quad TdS=\mu(T)dTdq=J\mu(T)dT, \] also \[ dQ=J^2dR-J\mu(T)dT; \] \(J\mu(T)dT\) ist also die in dem Leiterelement in der Zeiteinheit absorbirte reversible Wärme, mithin \(\mu(T)\) identisch mit der von Thomson so genannten ``specifischen Wärme der Elektricitäts-Einheit''. Ferner muss bei einem Umlauf von \(dq\) durch den ganzen Kreis von \(M\) nach \(M'\) und durch den Draht von \(M'\) nach \(M\) der Zuwachs der Entropie \[ \int_M^{M'}dS+\int_{M'}^M dS=0 \] sein; nehmen wir das Metall \(c\) identisch mit \(a\) an, betrachten also einen geschlossenen Kreis aus zwei Metallen \(a\) und \(b\) mit den Contact-Temperaturen \(T_1\) und \(T_2\), in welchem der Strom an der Contactstelle \(T_1\) von \(a\) nach \(b\) geht, so geht der Wert von \(E\) in Gleichung (1) und die letzterwähnte Gleichung über in \[ (3)\quad\begin{cases} E=(h_b-h_a)_{T_1} - (h_b-h_a)_{T_2} + \int_{T_1}^{T_2}(\mu_b-\mu_a)dT \\ =\varPi(T_1)-\varPi(T_2)+\int_{T_1}^{T_2} (\mu_b-\mu_a)dT, \\ 0=\,\frac{1}{T_1}(h_b-h_a)_{T_1} - \,\frac{1}{T_2}(h_b-h_a)_{T_2} + \int_{T_1}^{T_2} \,\frac{\mu_b-\mu_a}{T} dT \\ = \,\frac{\varPi(T_1)}{T_1}- \,\frac{\varPi(T_2)}{T_2} + \int_{T_1}^{T_2} \,\frac{\mu_b-\mu_a}{T} dT, \end{cases} \] wo \(\varPi=h_b-h_a\) nach Gleichung (5) des vorigen Referats die beim Durchgang der Elektricitäts-Einheit durch den Contact von \(b\) nach \(a\) erzeugte Peltier'sche Wärme bedeutet. Da die letzte Gleichung für beliebige Temperaturen gelten muss, so giebt sie durch Differentiation nach \(T_2\) \[ \mu_b-\mu_a=\,\frac{d\varPi}{dT} - \,\frac{\varPi}{T}, \] mithin \[ E=-\int_{T_1}^{T_2} \,\frac{\varPi}{T}\;dT, \] welche Gleichungen mit den von Thomson aufgestellten identisch sind.
0 references