The theory of continuous calculating machines and of a mechanism of this class on a new principle. (Q1543089)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2701343
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    The theory of continuous calculating machines and of a mechanism of this class on a new principle.
    scientific article; zbMATH DE number 2701343

      Statements

      The theory of continuous calculating machines and of a mechanism of this class on a new principle. (English)
      0 references
      1885
      0 references
      Der Verfasser bemerkt, es gebe eine fast unbegrentze Zahl von Anwendungen für einen Mechanismus, mittels dessen das Geschwindigkeitsverhältnis zwischen zwei rotirenden Teilen entweder in irgend einem Augenblick bestimmt oder nach irgend einer verlangten Art veränderlich gemacht werden könnte. Ein solcher Mechanismus würde zwei veränderliche Grössen numerisch behandeln lassen; denn mit ihm könnten die Operationen der Differentiation und der Integration mechanisch vollführt werden. Der bisher allein bekannte Mechanismus scheint derjenige zu sein, der gewöhnlich als ``Scheiben- und Roll-Mechanismus'' angeführt wird mit seiner Abänderung, dem ``Scheiben-Kugel- und Cylinder-Mechanismus'', oder einem Apparat wie Kegel und Gürtelreifen, die wegen ihrer unvermeidlichen Ungenauigkeit und wegen anderer Gründe nicht beachtet zu werden brauchen. Der Verfasser hat einen ``Kugel- und Roll-Mechanismus'' ersonnen, der theoretisch wie folgt beschaffen ist: Man zeichne einen Kreis mit dem Centrum \( O \) , ziehe zwei zu einander rechtwinklige Radien \( Oa,Ob \) und verlängere sie bezw. bis \( A,B \) . Der Kreis stellt eine Kugel vor, welche um die Axe \( x'Ox \) rotirt, und die Strecken \( aA,bB \) stellen Scheiben vor, senkrecht gegen die Zeichenebene, die um Axen in der Zeichenebene, durch eine ihre Mittelpunkte gelegt, rotiren. Die beiden Radien \( Oa,Ob \) sind immer senkrecht zu einander, aber die Neigung einer von ihnen, z. B. \( Oa \) , gegen \( Ox \) ist ein veränderlicher Winkel \( \alpha \) , und da dieses sich so verhält, so stehen die Winkelgeschwindigkeiten der beiden von der rotirenden Kugel getriebenen Scheiben im Verhältnisse \( \sin \alpha: \cos \alpha \) . In dem wirklich ausgeführten Mechanismus, der in Grund- und Aufriss abgebildet ist, wird die Kugel völlig durch acht Rollen getragen, nämlich vier Rollen \( A,A',B,B', \) die von einem festen Rahmen \( I \) getragen werden und die Kugel an Punkten im Aequator berühren, und vier Rollen \( C,C',D,D', \) die durch einen beweglichen Rahmen \( F \) getragen werden und die Kugeln an Punkten in einem veränderlichen Meridian berühren: Die Kugel hat somit keine materiell Umdrehungsaxe, sondern sie rotirt um eine ideelle Axe, die ein veränderlicher Durchmesser in der Aequatorebene ist. Es findet also inbetreff der Kugel durchauss bloss rollende Berührung statt, und im allgemeinen ist die Reibung so weit entfenrt, dass (wie der Verfasser erachtet) die geringsten Kräfte durch den Mechanismus wiedergegeben werden und Genauigkeit von Zahlresultaten gesichert ist.
      0 references
      0 references

      Identifiers