The determination of the maximum and the minimum of a quantity. (Q1543653)
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scientific article; zbMATH DE number 2699925
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | The determination of the maximum and the minimum of a quantity. |
scientific article; zbMATH DE number 2699925 |
Statements
The determination of the maximum and the minimum of a quantity. (English)
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1882
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Die erste umfangreiche Abhandlung (JFM 17.0168.01) des Herrn Markoff ist in drei Capitel geteilt. Im ersten Capitel stellt der Verfasser die Eigenschaften derjenigen Kettenbrüche zusammen, die bei der Entwickelung des Integrals \[ \int^b_a \frac{f(y)\,dy}{z-y} \] oder der Summe \(\sum\;\frac{m_k}{z-y_k}\) entstehen. Diese Eigenschaften sind besonders merkwürdig, wenn alle \(y_k\) reell und alle \(m_k\) positiv sind, oder wenn \(y\) nur reelle Werte annimmt und \(f(y)\) zwischen den Integrationsgrenzen positiv bleibt. Wenn man bei diesen Voraussetzungen durch \(\psi_n(z)\) den Nenner und durch \(\varphi_n(z)\) den Zähler des \(n^{\text{ten}}\) Näherungsbruches bezeichnet, so kann z. B. jede Function \(\Omega(z)\;n^{\text{ten}}\) Grades von \(z\) in der Form \[ K_0+K_1 \psi_1(z)+\cdots +K_n\psi_n(z), \] wo \(K_0, K_1, \dots , K_n\) Constante sind, dargestellt werden. Die Werte der Coefficienten \(K\) sind schon früher von Herrn Tschebyscheff gegeben. Aus dieser Darstellung der Function \(\Omega(z)\) ergiebt sich die Auflösung zweier wichtigen Fragen: 1) der Frage der Interpolation nach der Methode der kleinsten Quadrate, d. h. der Aufgabe, die Function \(\Omega(z)\;n^{\text{ten}}\) Grades so zu wählen, dass der Ausdruck \(\sum m_k [\Omega(y_k)-a_k]^2\) oder \[ \int^b_a\;f(y)[\Omega(y)- \Omega_0(y)]^2\,dy \] ein Minimum wird. (Hier sind \(a_1, a_2, \dots\) gegebene Zahlen und \(\Omega_0(y)\) eine gegebene Function von \(y\)). Und 2) der Frage nach der angenäherten Berechnung der Integrale. Das zweite Capitel ist grösstenteils dem Beweis und der Verallgemeinerung der merkwürdigen Ungleichheiten gewidmet, welche von Herrn Tschebyscheff in seiner Abhandlung: ``Sur les valeurs limites des intégrales'' [Liouville J. (2) 19, 151--160 (1874; JFM 06.0180.02)] gegeben sind. Angenommen es sei \[ \int^b_a\;\frac{f(x)\,dx}{z-x} \] in einen Kettenbruch entwickelt, \(\frac{\varphi(z)}{\psi(z)}\) einer aus der Reihe der Näherungsbrüche und \[ z_1, \dots , z_e,\;z_{e+1}, \dots, z_n, \dots, z_m \] die nach der Grösse geordneten Wurzeln der Gleichung \[ \psi(z)= 0 \] so ist der Wert von \[ \int^{z_n}_{z_e} f(x)\,dx \] enthalten zwischen \[ \sum^{k=n-1}_{k=e+1} \frac{\varphi(z_k)}{\psi'(z_k)}\quad \text{und}\quad \sum^{k=n}_{k=e} \frac{\varphi(z_k)}{\psi'(z_k)}, \] d. i. grösser als erstere, kleiner als letztere Grösse. Diese Ungleichheiten sind zum ersten Male von Herrn Markoff bewiesen und verallgemeinert worden, indem er analoge Ungleichheiten für das Integral \(\int^b_a \Omega(z)f(z)\,dz\) giebt, wo \(\Omega(z)\) jede Function sein kann, für welche eine der Derivirten zwischen den Grenzen \(a\) und \(b\) positiv bleibt. Die Ungleichheiten von den Herren Tschebyscheff und Markoff können selbstverständlich zur angenäherten Berechnung der Integrale dienen, zu diesem Ziele führt auch das folgende Theorem von Herrn Markoff, welches den Rest in der Gauss'schen Annäherungsformel giebt: ``Es sei \(\frac{\varphi(z)}{\psi(z)}\) der \(n^{\text{te}}\) Näherungsbruch des in einen Kettenbruch entwickelten Integrals \[ \int^b_a \frac{f(x)\,dx}{z-x}, \] dann ist die Differenz zwischen dem Integral \[ \int^b_a \Omega(y)f(y)dy \] und der Summe \[ \sum \Omega(x_i)\;\frac{\varphi(x_i)}{\psi'(x_i)} \] zwischen den Grenzen \[ \frac{J}{1.2 \dots 2n}\;\int^b_a\;\left\{ \frac{\psi(y)}{A} \right\}^2\;f(y)\,dy\quad \text{und}\quad \frac{J'}{1.2 \dots 2n} \int^b_a\;\left\{ \frac{\psi(y)}{A} \right\}^2f(y)\,dy \] enthalten. \(J\) und \(J'\) sind zwei Grössen, zwischen denen die \((2n-1)^{\text{te}}\) Derivirte von \(\Omega(z)\) immer positiv bleibt''. Im dritten Capitel werden die Resultate der zwei ersten auf die Lösung einer Frage angewandt, die gleichfalls von Herrh Tschebyscheff in der erwähnten Abhandlung aufgestellt ist. Diese Frage in ihrer allgemeinen Form kann in folgender Weise formulirt werden. Es seien gegeben \(n + 1\) Integrale \[ \int^b_a\;f(y)dy, \quad \int^b_a\;yf(y)dy, \dots , \int^b_a\;y^nf(y)dy, \] wo \(f(y)\) eine beliebige Function, die immer positiv zwischen den Grenzen \(a\) und \(b\) bleibt; es wird verlangt, die höchste und niedrigste Grenze der Werte der Integrale \[ \int^x_a \Omega(y)f(y)dy\quad \text{und}\quad \int^b_a \Omega(y)f(y)\,dy \] zu bestimmen. Im Falle \(n = 2, \Omega(y) = 1\) kann die Frage, wie es von Tschebyscheff geschehen, geometrisch-mechanisch in folgender Weise gedeutet werden. Es sei \(AB\) eine gerade Linie, auf welcher in einer unbekannten Weise eine Masse verteilt ist; bekannt ist die ganze Masse, der Schwerpunkt dieser Masse und ihr Trägheitsmoment in Bezug auf diesen Schwerpunkt. Es wird verlangt, die höchste und die niedrigste Grenze für die Masse zu ermitteln, welche bei diesen Voraussetzungen auf eine bestimmte Strecke der Linie \(AB\) kommen kann. Tschebyscheff hat nur das Resultat angegeben. Die Untersuchungen Markoff's liefern unter anderem den Beweis dieses Resultates. In zwei anderen Abhandlungen (siehe auch JFM 17.0168.02) werden specielle Resultate der grossen Arbeit des Verfassers mitgeteilt: in der ersten der Beweis der Ungleichheiten Tschebyscheff's, in der zweiten die Lösung der soeben erwähnten geometrisch-mechanischen Aufgabe.
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continued fractions
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integration
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approximation
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