On a new sufficient condition for the representability of a function by a Fourier series. (Q1543735)
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scientific article; zbMATH DE number 2699998
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | On a new sufficient condition for the representability of a function by a Fourier series. |
scientific article; zbMATH DE number 2699998 |
Statements
On a new sufficient condition for the representability of a function by a Fourier series. (English)
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1885
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Herr Hölder beweist und erweitert den nachstehenden von Herrn Weierstrass aufgestellten, aber noch nicht veröffenlichten Satz. ``Es sei \(x\) eine reelle Veränderliche und \(f(x)\) eine in dem Intervalle \[ a \leqq x \leqq b \] eindeutig definirte und stetige Function derselben. Man denke sich auf der diese Function darstellenden Curve irgend eine Reihe von Punkten \(A_1,\;A_2,\;\dots,\;A_{r+1}\), deren Abscissen beziehlich mit \(a_1,\;a_2,\;\dots,\;a_{r+1}\) bezeichnet seien, so angenommen, dass die Differenzen \[ \varDelta_1= a_2-a_1,\;\varDelta_2= a_3-a_2, \dots ,\quad \varDelta_r= a_{r+1}-a_r \] sämtlich positiv sind. Versteht man dann unter \(s_p\) (für \(p= 1,2,\dots, r)\) den absoluten Inhalt des Flächensegments, welches von dem zwischen den Punkten \(A_p, A_{p+1}\) liegenden Teile der Curve und der zugehörigen Sehne begrenzt wird, so kann die Function \(f(x)\) so beschaffen sein, dass die Summe \[ (1) \quad \sum^{p=r}_{p=1}\;\frac{s_p}{\varDelta_p} \] sich der Grenze Null nähert, wenn man, die Endpunkte \(A_1, A_{r+1}\) festhaltend, die Grössen \(\Delta_p\) sämtlich unendlich klein werden lässt. Ist dies der Fall, so wird \(f(x)\) für jeden zwischen \(a\) und \(b\) liegenden Wert von \(x\) durch die Fourier'sche Reihe \[ (2) \frac{1}{b-a}\;\int^b_a f(x')dx'+ \frac{2}{b-a}\;\sum^{\nu =\infty}_{\nu =1}\;\int^b_a\;f(x') \cos{}\;\frac{2 \nu \pi}{b-a}\;(x-x')dx' \] dargestellt. Die Summe (1) hat aber, wenn man sich zufolge der obigen Definition \[ s_p= \int^{a_{p+1}}_{a_p} \text{mod}\, \left\{f(x)-f(a_p)- \frac{x-a_p}{a_{p+1}-a_p}\;f((a_{p+1})-f(a_p)) \right\} dx \] gesetzt denkt, für jede Punktfolge \(A_1, A_2,\dots\) auch in dem Falle eine bestimmte Bedeutung, dass \(f(x)\) lediglich in dem Intervalle \(a\dots b\) endlich und integrirbar ist. Wenn nun ferner vorausgesetzt wird, dass die Summe (1) stets unter einer angebbaren Grenze bleibe, wie auch die Punkte \(a_1, a_2, \dots\) in dem Intervalle \(a \dots b\) angenommen werden, so gelten die folgenden Sätze: 1) Die Summe der \(n\) ersten Glieder der Reihe (2) schwankt für jeden einzelnen Wert von \(x\) zwischen endlichen Grenzen, und es existirt jedesmal nur eine endliche Anzahl \(m\) von Punkten, für welche die Unbestimmtheitsgrenzen der Reihe von einander und von \(f(x)\) um mehr als eine beliebig vorgeschriebene Grösse \(\delta\) verschieden sind. 2) Die Reihe (2) convergirt für jeden einzelnen Wert von \(x\), für den \[ \lim_{a=0}\;\tfrac 12\, \left\{ f(x+a)+f(x-a) \right\} \] einen bestimmten, endlichen Wert hat, und ihre Summe ist gleich diesem Grenzwerte. Da die Function \(f(x)\) integrirbar ist, giebt es in jedem noch so kleinen Teile der Strecke \(a\dots b\) Stellen, in denen \(f(x)\) stetig ist; in ihnen muss also die Reihe gegen den Wert \(f(x)\) convergiren. Unter die Bedingungen des letzten Satzes fallen diejenigen Functionen, welche Herr C. Jordan ``Fonctions à oscillation limitée'' genannt hat (vgl. F. d. M. XIII. 1881. 185, JFM 13.0184.01). Die obige Weierstrass'sche Bedingung, sowie ihre Verallgemeinerung, sind nicht notwendige Bedingungen zur Darstellbarkeit einer Function durch eine Fourier'sche Reihe.
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Fourier series
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