On the meaning of the concepts of ``maximum and minimum'' in the caculus of vriations. (Q1543909)
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scientific article; zbMATH DE number 2700187
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On the meaning of the concepts of ``maximum and minimum'' in the caculus of vriations. |
scientific article; zbMATH DE number 2700187 |
Statements
On the meaning of the concepts of ``maximum and minimum'' in the caculus of vriations. (English)
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1885
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Der Verfasser geht hier auf einen Punkt in der Theorie der Variationsrechnung näher ein, auf welchen er schon in den Bemerkungen zu seiner Theorie der Maxima und Minima der einfachen Integrale (Klein Ann. XXV. 594 f., cf. das obige Referat, JFM 17.0353.02) hingewiesen hatte. Bei der Aufstellung des Kriteriums des Minimums (oder Maximums) eines Integrals \(J=\int_{x^0}^{x^1} F(x,y,y')dx\) verfährt man gewöhnlich so, dass man \(y\) um ein Product \(\kappa\eta\) vermehrt, von dem der Factor \(\kappa\) von \(x\) unabhängig angenommen und fortgesetzt verkleinert wird, während \(\eta\) eine beliebige (an den Grenzen verschwindende) Function darstellt, und nun fordert, dass die entsprechende erste Variation verschwindet, die zweite aber beständig positiv bleibt für jede Wahl der Function \(\eta\). Hiermit ist aber nur gefordert, dass \(y\) ein Minimum innerhalb einer jeden einzelnen \(\eta\)-Schar bestimmte, wenn man nämlich alle Functionen \(y+\kappa\eta\), die sich nur durch die Werte der Constante \(\kappa\) unterscheiden, eine ``\(\eta\)-Schar'' nennt, und es folgt daraus noch nicht, wofür der Verfasser Beispiele gefunden hat, dass auch ein Minimum überhaupt eintritt, obschon es unbestreitbar ist, dass jede willkürlich gegebene Function sich einer gewissen \(\eta\)-Schar einreihen lässt. Dieser Umstand veranlasst den Verfasser, den Begriff des Minimums enger, als es gewöhnlich geschieht, zu fassen, indem hierfür verlangt wird, dass nicht bloss die Variation \(\varDelta_y\) von \(y\), sondern auch ihre erste Ableitung \(\varDelta_y'\) dem absoluten Betrage nach unter gewissen Grenzen bleibe, d. h. dass das Integral \(J\) für die gesuchte Curve kleiner wird als für alle anderen, welche ganz in einem jene Curve enthaltenden Flächenstreifen liegt und zugleich überall höchstens einen gewissen Winkel mit jener Curve bildet. Unter dieser Beschränkung findet dann aber, wie der Verfasser zeigt, ein Minimum sicher statt, sobald die erste Variation verschwindet und die zweite beständig positiv ist und ausserdem noch gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.
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Counterexample: minimum of straight lines need not be minimum
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