Ueber eine neue Interferenzerscheinung. (Q1544582)

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scientific article; zbMATH DE number 2702888
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    Ueber eine neue Interferenzerscheinung.
    scientific article; zbMATH DE number 2702888

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      Ueber eine neue Interferenzerscheinung. (English)
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      1883
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      Die erste Arbeit (JFM 16.0931.02) behandelt folgende, an einer planparallelen Platte entstehende Interferenzerscheinung. Zwischen der Platte und einer biconvexen Linse, deren optische Axe auf der Platte senkrecht steht, befindet sich eine Lichtquelle. Jeder von einem Punkte der letzteren ausgehende Lichtstrahl ergiebt in Folge der Reflexion an der Vorder- und Hinterfläche der Platte zwei refiectirte parallele Strahlen, die durch die Linse gebrochen werden und sich hinter der Linse schneiden. Die Phasendifferenz beider Strahlen im Schnittpunkt wird zunächst auf geschickte Weise berechnet. Ein und derselbe Punkt hinter der Linse bildet nun wegen der Ausdehnung der Lichtquelle den Schnittpunkt unendlich vieler Strahlenpaare der oben gedachten Art; aber die Gangunterschiede aller Paare sind im allgemeinen von einander sehr verschieden, so dass in dem betreffenden Punkte gleichmässige Helligkeit entsteht. Nur wenn der betrachtete Schnittpunkt in der Brennebene der Linse liegt, ist die Phasendifferenz aller zugehörigen Paare dieselbe. In allen Punkten der Brennebene, für welche die Phasendifferenz ein ungerades Vielfaches von \(\frac 12\lambda\) ist, ergiebt sich daher Dunkelheit. Auf diese Weise entstehen an der planparallelen Platte allein Interferenzstreifen in Gestalt concentrischer Kreise. Der oben erwähnte Ausdruck der Phasendifferenz ermöglicht eine genauere Discussion ihrer Lage. Wie der Verfasser zum Schluss erwähnt, sind diese Ringe schon von Mascart, aber auf ganz verschiedene Art, berechnet. Etwas complicirter gestaltet sich die Erscheinung, welcher die zweite Arbeit gewidmet ist. Ein Lichtstrahl fällt, wie oben, auf eine planparallele Platte. Die beiden aus demselben entstehenden reflectirten Strahlen, die ursprünglich parallel sind, gehen durch eine Linse und schneiden sich hinter derselben in deren Brennebene. Die Strahlen werden weiter an einem ebenen Spiegel, der auf der Linsenaxe senkrecht steht, reflectirt, gehen dann wieder durch die Linse und treffen nochmals die planparallele Platte. Hier entstehen aus jedem der beiden wiederum zwei reflectirte Strahlen. Die beiden mittleren der so erhaltenen Strahlen schneiden sich; und ihre Phasendifferenz im Schnittpunkte wird unter gewissen vereinfachenden Annahmen berechnet. Diese Annahmen sind, dass die Strahlen bis zu ihrem Schnitt in derselben Ebene verlaufen, dass alle auf die Platte auffallenden Strahlen parallel sind, endlich, dass der Einfallswinkel der Strahlen so gewählt ist, dass sie parallel der optischen Axe von der Platte nach der Linse reflectirt werden. Die Discussion des Ausdrucks für die Phasendifferenz ergiebt alle wesentlichen Momente der Erscheinung, auf deren Einzelheiten einzugehen hier zu weit führen würde.
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