Investigations on the position of the focal line of an infinitely narrow bundle of rays against each other and against a main ray. (Q1544585)
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scientific article; zbMATH DE number 2702893
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Investigations on the position of the focal line of an infinitely narrow bundle of rays against each other and against a main ray. |
scientific article; zbMATH DE number 2702893 |
Statements
Investigations on the position of the focal line of an infinitely narrow bundle of rays against each other and against a main ray. (English)
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1884
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Versteht man, wie üblich, unter einer Brennlinie eines Strahlenbündels eine Gerade, welche sämtliche Strahlen des Bündels schneidet, so ist die Aufgabe, zu \(n\) beliebig gegebenen Strahlen die Brennlinie zu finden, eine bestimmte nur für \(n = 4\). Die Bedingungen dafür aber, dass eine Linie vier andre gegebene schneidet, reduciren sich, wie hier durch einfache Eliminationen gezeigt wird, auf eine quadratische Gleichung. Ein beliebiges Strahlenbündel besitzt also stets zwei (reelle oder imaginäre) Brennlinien. Zur vollständigen Bestimmung derselben muss man vier Strahlen des Bündels kennen; und alle übrigen Strahlen müssen, um zu denselben Brennlinien zu gehören, gewisse Bedingungen erfüllen. Dass die beiden Brennlinien im allgemeinen schief auf einander stehen, wird an einem Zahlenbeispiel gezeigt. Weiter geht der Verfasser von einem endlichen zu einem unendlich dünnen Bündel über, indem er drei der gegebenen vier Strahlen dem ersten (dem Hauptstrahl) unendlich nahe annimmt. In der quadratischen Gleichung, durch welche die Lage der Brennlinien gegen den Hauptstrahl bestimmt wird, ist dann der Coefficient des höchsten Gliedes eine unendlich kleine Grösse der sechsten Ordnung, der Coefflcient der ersten Potenz von der siebenten, das constante Glied von der achten Ordnung. Soll die Brennlinie dem Hauptstrahl nicht unendlich nahe kommen, so muss auch der erste Coefficient von der siebenten Ordnung oder überhaupt die beiden ersten Coefficienten von gleicher Ordnung sein. Es ist, wenn diese Bedingung erfüllt ist, eine Brennlinie vorhanden, die sämtliche Strahlen unter einem endlichen, von Null verschiedenen Winkel schneidet, wogegen die andere Brennlinie mit dem Hauptstrahl coincidirt. Soll die quadratische Gleichung zwei von Null verschiedene endliche Wurzeln haben, so müssen alle drei Coefficienten der quadratischen Gleichung unendlich kleine Grössen derselben Ordnung, d.h. der achten oder einer höheren, sein. Die verschiedenen hier möglichen Fälle werden wiederum an Zahlenbeispielen erläutert, und sodann werden die Bedingungen aufgestellt, welche die zu den gegebenen vier Strahlen hinzukommenden erfüllen müssen, falls sie zu derselben Brennlinie gehören sollen. Endlich wird gezeigt, dass es unendlich viele reelle, unendlich dünne Strahlenbündel giebt, welche sich zu einem gegebenen Paare imaginärer Brennlinien construiren lassen. Bemerkenswert ist, dass die für unendlich dünne Strahlenbündel aufgestellten Gleichungen auch für Strahlensysteme von endlicher Dicke gelten, dass beim Uebergang von letzteren zu ersteren keine Vereinfachungen oder Abkürzungen eintreten. (Cfr. auch Abschnitt IX. Cap. 4 S.722, JFM 16.0722.01).
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