Allgemeine Formeln zur Bestimmung der Cardinalpunkte eines brechenden Systems centrirter sphärischer Flächen, mittels Kettenbruchdeterminanten dargestellt. (Q1544598)
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scientific article; zbMATH DE number 2702906
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Allgemeine Formeln zur Bestimmung der Cardinalpunkte eines brechenden Systems centrirter sphärischer Flächen, mittels Kettenbruchdeterminanten dargestellt. |
scientific article; zbMATH DE number 2702906 |
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Allgemeine Formeln zur Bestimmung der Cardinalpunkte eines brechenden Systems centrirter sphärischer Flächen, mittels Kettenbruchdeterminanten dargestellt. (English)
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1884
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Die Darstellung der dioptrischen Kettenbrüche in Determinantenform ist unter andern von Ferraris benutzt zur Bestimmung der Cardinalpunkte beliebig vieler centrirter, in Luft befindlicher Linsen. Herr Matthiessen verallgemeinert die Aufgabe, indem er die betreffenden Formeln für ein System von \(a\) centrirten sphärischen Flächen, welche von \(a+1\) verschiedenen brechenden Medien begrenzt sind, entwickelt. Zunächst werden aus den für zwei Medien geltenden Formeln die Abstände der beiden Hauptbrennpunkte des Systems von den Scheiteln der ersten, resp. letzten Fläche in Kettenbruchform entwickelt. Stellt man jeden dieser beiden Kettenbrüche als Quotienten zweier Determinanten dar, so sind die beiden Nenner identisch (der gemeinsame Nenner \(R_{a-1}\) wird als Interstitialdeterminante bezeichnet), und die Zähler lassen sich in einfacher Weise durch jenen Nenner und seine Unterdeterminanten ausdrücken. Entwickelt man die Kettenbrüche nur bis zum ersten Partialnenner, so ist der Nenner \(M_{a-1}\) gleich dem Abstand des vorderen Brennpunkts der hinzutretenden (\(a^{\mathrm ten}\)) Fläche vom hinteren Brennpunkt des vorangehenden Systems; der Verfasser bezeichnet diesen Abstand als das secundäre Focalinterstitium des wachsenden Systems. \(M_{a-1}\) hängt nun mit dem vorher betrachteten Nenner \(R_{a-1}\) durch die Gleichung zusammen \[ M_{a-1} = \frac{R_{a-1}}{R_{a-2}}, \] wo \(R_{a-2}\) dieselbe Bedeutung für das aus \(a-1\) Flächen bestehende System hat wie \(R_{a-1}\) für das aus \(a\) Flächen bestehende. Daraus folgt weiter \[ R_{a-1}=M_1.M_2\ldots M_{a-1} \] Durch Betrachtung der Punkte, in denen ein unendlich dünnes Strahlenbündel eines axialen leuchtenden Punktes die aufeinander folgenden Flächen schneidet, ergeben sich in bekannter Weise die beiden Hauptbrennweiten. Die erhaltenen Ausdrücke werden mit Hülfe der vorher betrachteten Determinanten umgeformt, und so folgen für die Hauptbrennweiten \(f\) und \(\varphi\) die Gleichungen \[ f=\frac{f_1f_2f_3\ldots f_a}{R_{a-1}},\quad \varphi=\frac{\varphi_1 \varphi_2 \varphi_3\ldots \varphi_a(-1)^{a-1}}{R_{a-1}}, \] wenn \(f_1, f_2, \ldots\) die vorderen, \(\varphi_1,\varphi_2,\ldots\) die hinteren Brennweiten der einzelnen Flächen sind. Weiter werden die Hauptpunktsdistanzen sowie die Knotenpunktsdistanzen durch \(R_{a-1}\) ausgedrückt, und zum Schluss wird gezeigt, dass alle Formeln auch für den Fall ihre Gültigkeit behalten, wenn an Stelle die einzelnen brechenden Flächen lauter Systeme von solchen gegeben sind.
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