Zur Frage von der Zerlegung des bestimmten Integrals nach der Formel von P. Tchebycheff. (Q1545271)
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scientific article; zbMATH DE number 2703634
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Frage von der Zerlegung des bestimmten Integrals nach der Formel von P. Tchebycheff. |
scientific article; zbMATH DE number 2703634 |
Statements
Zur Frage von der Zerlegung des bestimmten Integrals nach der Formel von P. Tchebycheff. (English)
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1883
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(Siehe auch JFM 15.0222.01) In seiner ersten Arbeit über diesen Gegenstand (s. S. 238 (JFM 15.0238.01)) giebt Herr Tchebycheff ohne Beweis folgende Resultate: \[ \begin{multlined} 1)\quad \int_a^b uv\vartheta dx = \frac{ \int_a^b u\psi_0\vartheta dx\cdot \int_a^b v\psi_0dx}{\int_a^b \psi_0^2\vartheta dx} + \frac{ \int_a^b u\psi_1\vartheta dx\cdot \int_a^b v\psi_1\vartheta dx}{\int_a^b \psi_1^2\vartheta dx} + \cdots\\ + \frac{ \int_a^b u\psi_{n-1}\vartheta dx\cdot \int_a^b v\psi_{n-1} \vartheta dx}{\int_a^b \psi_{n-1}^2\vartheta dx} + R_n,\end{multlined} \] wenn \(u, v\) irgend zwei zwischen den Grenzen \(a\) und \(b\) stetige Functionen sind, \(\vartheta\) eine Function von \(x\), die immer positiv zwischen denselben Grenzen bleibt, und \(\psi_0,\psi_1,\psi_2,\dots\) die Nenner der Näherungswerte des Integrals \[ \int_a^b\frac{\vartheta(z)}{x-z}dz, \] in einen Kettenbruch entwickelt, darstellen. 2) Der Zahlwert des Restgliedes \(R_n\) übersteigt nicht \[ \frac{ \int\psi_n^2\vartheta dx}{ \left( \frac{d^n\psi_n(x)}{dx^n} \right)^2} AB, \] wo \(A\) und \(B\) die grössten Werte der Differentialquotienten \[ \frac{d^nu}{dx^n}, \quad \frac{d^nv}{dx^n} \] in dem Integrationsintervall darstellen. 3) Wenn in dem Integrationsintervall die Differentialquotienten \[ \frac{d^nu}{dx^n},\quad \frac{d^nv}{dx^n} \] ihr Zeichen nicht ändern, so hat das Restglied \(R_n\) das Zeichen des Productes \[ \frac{d^nu}{dx^n}\cdot \frac{d^nv}{dx^n}\cdot \] Diese wichtigen Resultate sind nach Methoden, die von denen des Herrn Tchebycheff in seiner zweiten Arbeit abweichen, von Herrn Posse und Herrn Andreieff bewiesen. Die Beweise stützen sich auf die Darstellung des Restgliedes durch ein \((n+1)\)-faches Integral. Man erhält den interessantesten Fall des Theorems von Herrn Tchebycheff, wenn man \(n = 1\), \(\vartheta = 1\), \(a = 0\), \(b = 1\) setzt. Es ergiebt sich dann \(\int uvdx\) grösser oder kleiner als das Product \(\int udx.\int vdx\), je nachdem \(\frac{du}{dx}\cdot \frac{dv}{dx}\) zwischen den Integrationsgrenzen positiv oder negativ ist. Dieser Satz ist unmittelbar von Herrn Picard (Cours de M. Hermite 1883 p. 48) und Herrn Korkine (C. R. XCVI. 1883. p. 326) mit Hülfe der Beziehungen, welche zwischen \(\varSigma a_ib_i\) und \(\varSigma a_i.\varSigma b_i\) statt haben, bewiesen worden. Herr Imschenetzky leitet aus ähnlichen Beziehungen zwischen den endlichen Summen viele verschiedenen Formeln für die grössere und kleinere Grenze des Integrals aus dem Producte von Functionen ab. Herr Andreieff leitet die ähnlichen Formeln ab, indem er nicht mit Summen, sondern direct mit Integralen operirt. Herr Andreieff giebt auch die Erweiterung des Theorems von Tchebycheff auf den Fall des Integrals aus dem Producte von \(n\) Factoren.
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