Note sur les propriétés des lignes géodésiques et des lignes de courbure de l'ellipsoïde. (Q1546828)

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scientific article; zbMATH DE number 2704305
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    Note sur les propriétés des lignes géodésiques et des lignes de courbure de l'ellipsoïde.
    scientific article; zbMATH DE number 2704305

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      Note sur les propriétés des lignes géodésiques et des lignes de courbure de l'ellipsoïde. (English)
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      1882
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      Die Arbeit enthält eine Reihe interessanter Eigenschaften der geodätischen Linien und der Krümmungslinien des Ellipsoids. Zuerst wird durch eine geometrische Betrachtung bewiesen, dass das Product aus dem Halbmesser \(P\) der Fläche, welcher der Tangente einer Kürzesten im Punkte \(M\) parallel ist, und dem Abstand \(D\) der Tangentialebene im Punkte \(M\) vom Mittelpunkte des Ellipsoids für alle Punkte der Kürzesten constant ist. Bezeichnet man ferner die Halbaxen der Ellipse, in welcher eine Ebene durch den Mittelpunkt \(C\) des Ellipsoids parallel zu jener Tangentialebene das Ellipsoid schneidet, mit \(a'\) und \(b'\), und mit \(i\) den Winkel, den die Tangente der Kürzesten in \(M\), oder der ihr parallele Halbmesser mit \(a'\) bildet, so ist \[ \text{(I)}\quad {a'}^2\sin^2 i+{b'}^2\cos^2 i=\text{const.} \] Der Winkel \(i\) kann auch betrachtet werden als der Winkel, unter welchem die kürzeste in \(M\) die eine der beiden durch \(M\) gehenden Krümmungslinien schneidet. Um für \(a'\) und \(b'\) geeignete Ausdrücke zu gewinnen, wird die Gleichung des Ellipsoids in folgender Form betrachtet \[ \text{(I)}\quad \frac{x^2}{\varrho^2} + \frac{y^2}{\varrho^2-b^2}+ \frac{z^2}{\varrho^2-c^2}=1\qquad (b^2< c^2). \] Die Krümmungslinien durch \(xyz\) sind die Durchschnitte dieser Fläche mit je einer der confocalen Flächen \[ \text{(II)}\quad \left\{\begin{aligned} & \frac{x^2}{\mu^2} + \frac{y^2}{\mu^2-b^2} + \frac{z^2}{\mu^2-c^2} = 1,\\ & \frac{x^2}{\nu^2} + \frac{z^2}{\nu^2-b^2} + \frac{z^2}{\nu^2c^2}=1.\end{aligned}\right.\qquad (c^2>\mu^2 > b^2 > \nu^2 > 0). \] Berechnet man \(x\), \(y\), \(z\) aus (I) und (II), so sind die Coordinaten als Functionen der Krümmungsparameter \(\mu\) und \(\nu\) dargestellt, und man findet \({b'}^2 = \varrho^2-\mu^2\), \({a'}^2={\varrho'}^2- {v'}^2\), also geht die obige für die Kürzesten aufgestellte Gleichung über in \[ \text{(III)}\quad \mu^2 \cos^2 i+ \nu^2 \sin^2 i=\text{const.} \] Die Aufstellung dieser Gleichung ersetzt, wie man leicht erkennt, die erste Integration der Differentialgleichung der Kürzesten. Für eine Krümmungslinie ist das oben besprochene Product \(PD\) aber ebenfalls constant, wie eine einfache Betrachtung zeigt. Um die geometrische Bedeutung der Constanten in (III) zu ermitteln, wird zunächst die interessante Eigenschaft entwickelt, dass die abwickelbare Tangentenfläche einer Kürzesten des Ellipsoids einer zu diesem confocalen Fläche, \(\mu^2=\alpha^2\) umschrieben ist; und die Gleichung (III) geht dann über in \[ \mu^2 \cos^2 i+\nu^2\sin^2 i=\alpha^2, \] die dem Parameterwert \(\mu^2 = \alpha^2\) entsprechende Krümmungslinie ist dann diejenige, welche von der geodätischen Linie (III) berührt wird. Das Product \(PD\) ergiebt sich gleich \[ \varrho\;\sqrt{\frac{(\varrho^2-b^2)(\varrho^2-c^2)}{\varrho^2\alpha^2}}\,. \] Für die von einem Nabelpunkte ausgehenden geodätischen Linien degenerirt die confocale Fläche \(\mu^2 = \alpha^2\) in den Teil der \(xy\)-Ebene, welcher durch die Hyperbel begrenzt wird: \[ \frac{x^2}{b^2}+ \frac{z^2}{b^2-c^2}=1. \] Alle Tangenten einer solchen geodätischen Linie schneiden also diese Hyperbel, und ihre Schmiegungsebenen berühren sie. An diese Betrachtungen werden nun einige weitere Untersuchungen geknüpft. Es wird der Unterschied zwischen der Länge \(NM = t\) des Teils der Tangente einer durch einen Nabelpunkt gelegten Kürzesten vom Berührungspunkt \(M\) bis zur Grenzhyperbel und zwischen der Länge \(OM = s\) der Kürzesten selbst vom Nabelpunkte \(O\) bis \(M\) aufgesucht, ferner der Winkel, welchen die Schmiegungsebene einer durch einen Nabelpunkt gelegten Kürzesten mit der Ebene der Nabelpunkte bildet, und der Krümmungsradius einer Kürzesten. Für die Krümmungslinien ergiebt sich die Eigenschaft, dass längs einer solchen das Verhältnis des der Krümmungslinie entsprechenden Hauptkrümmungsradius zur dritten Potenz des anderen Hauptkrümmungsradius constant ist. Zum Schluss wird bemerkt, dass die Kreisschnitte, welche durch einen Punkt des Ellipsoids gehen, gleich geneigt sind gegen beide durch denselben Punkt gehende Krümmungslinien, und dass der Krümmungsradius eines Normalschnittes längs eines Kreisschnittes umgekehrt proportional der Entfernung der Tangentialebene vom Mittelpunkte ist.
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