On Cremonian congruences. (Q1546880)
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scientific article; zbMATH DE number 2704352
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On Cremonian congruences. |
scientific article; zbMATH DE number 2704352 |
Statements
On Cremonian congruences. (English)
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1883
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Bekanntlich untersuchte zuerst Herr Cremona ausführlich diejenige Verwandtschaft zweier Ebenen, bei welcher einem Punkt der einen Ebene ein Punkt der andern Ebene entspricht und den Punkten einer Geraden im allgemeinen die Punkte einer Curve \(n^{\text{ter}}\) Ordnung nullten Geschlechts entsprechen, und zwar in zwei Abhandlungen des Instituts von Bologna (1863 und 1865), die dann auch in Bulletin des sciences math. et. astron. (Bd. V. 1873. S. 206) reproducirt sind. Hierauf fussend nennt Herr Hirst ``Cremona'sche Congruenz'' jedes zweistufige Strahlensystem, das aus zwei in Cremona'scher Verwandtschaft befindlichen Ebenen durch die Verbindungsstrahlen je zweier sich entsprechenden Punkte erzeugt wird. Die Eigenschaften derartiger Congruenzen werden in der vorliegenden inhaltreichen Abhandlung aufgesucht, und zwar zunächst in denjenigen Fällen, wo die erzeugte Congruenz von der ersten oder zweiten Ordnung oder Klasse wird. Vorausgeschickt sind die in den speciellen Untersuchungen zur Anwendung kommenden allgemeinen Eigenschaften der durch eine Cremona'sche Verwandtschaft \(n^{\text{ten}}\) Grades erzeugten Congruenz. Eine solche hat die Klasse \(n\) und die Ordnung \(n+2\). Die beiden Ebenen \(\alpha\) und \(\beta\), welche Träger der Correspondenz sind, werden singuläre Ebenen der Congruenz, ihre Schnittgerade \((\alpha\beta)\) singulärer Strahl. Die Brennfläche der Congruenz wird von der Klasse \(4n-4\) und der Ordnung \(4n\). Liegt auf \((\alpha\beta)\) ein sich selbst entsprechender Punkt \(C\), so zerfällt die Congruenz in das Strahlenbündel durch \(C\) und eine Congruenz, deren Klasse \(n\) bleibt und deren Ordnung \(n+1\) wird, deren Brennfläche aber \((4n-4)^{\text{ter}}\) Klasse bleibt und \((4n-2)^{\text{ter}}\) Ordnung wird. Analog liefern zwei sich selbst entsprechende Punkte auf \((\alpha\beta)\) eine Rest-Congruenz \(n^{\text{ter}}\) Klasse, \(n^{\text{ter}}\) Ordnung mit einer Brennfläche von der Ordnung und Klasse \(4n-4\). Sind mehr als zwei, und deshalb alle Punkte der Geraden \((\alpha\beta)\) sich selbst entsprechend, so ist auf diejenigen Punkte (Hauptpunkte) in jeder Ebene Rücksicht zu nehmen, durch welche alle diejenigen Curven einmal oder öfter hindurchgehen, die den \(\infty^2\) Strahlen der andern Ebene entsprechen. Es zeigt sich dabei, dass, wenn auf \((\alpha\beta)\) jeder Punkt sich selbst entspricht, die Zahl der auf \((\alpha\beta)\) liegenden Hauptpunkte für beide Ebenen eine und dieselbe ist. Bezeichnet man diese Zahl mit \(m\), so wird die Klasse der erzeugten Congruenz \(n-1\), die Ordnung \(n-m\), und ihre Brennfläche wird \((4n-2m-6)^{\text{ter}}\) Klasse und \((4n-4m4)^{\text{ter}}\) Ordnung. Auf die Untersuchung dieser allgemeinen Beziehung folgt die Untersuchung der Cremona'schen Congruenzen erster Klasse, die dritter, zweiter oder erster Ordnung werden, je nachdem man von einer Cremona'schen Correspondenz erster Ordnung mit 0, 1 oder 2 sich selbst entsprechenden Punkten auf \((\alpha\beta)\) ausgeht. Eine Congruenz erster Ordnung und erster Klasse entsteht ausserdem, wenn \(n = 2\) ist, falls jeder Punkt auf \((\alpha\beta)\) sich selbst entspricht, und die Zahl \(m\) gleich 1 ist. Die Cremona'schen Congruenzen erster Ordnung entstehen, wenn die beiden Ebenen \(\alpha\) und \(\beta\) \(n-1\) einfache Hauptpunkte enthalten, die auf der Schnittgeraden \((\alpha\beta)\) liegen. Die Congruenz wird dann von der \((n-1)^{\text{ten}}\) Klasse, und ihre Brennfläche wird zu einer Brenncurve \(2 (n-2)^{\text{ter}}\) Klasse. Diese Congruenz ist mit einem der von Kummer (Abh. der Berliner Akademie 1866) studirten Strahlensysteme identisch. Bei diesen Congruenzen ebensowohl wie bei denen zweiter Klasse und zweiter Ordnung spielt die Auflösung in ein einstufiges System von Regelscharen eine wichtige Rolle. Was die Cremona'schen Congruenzen zweiter Klasse anbetrifft, so entstehen dieselben aus einer Correspondenz vierten Grades zwischen den Ebenen \(\alpha\) und \(\beta\). Sie sind vierter Ordnung, wenn die Correspondenz allgemein bleibt, und enthalten dann drei Systeme von Regelscharen, von denen jedes zwei in einen Kegel und zwei in zwei Strahlbüschel ausartende Regelscharen enthält. Die Lage dieser Ausartungen sowie die Lagen-Beziehungen der drei Regelschar-Systeme und der von ihnen erzeugten associirten Congruenzen werden sehr eingehend discutirt. Ebenso ausführlich werden die Congruenzen behandelt, welche entstehen, wenn die erzeugende Correspondenz einen oder zwei sich selbst entsprechende Punkte enthält, und welche also dritter bezw. zweiter Ordnung werden. Die Congruenzen zweiter Ordnung endlich entstehen aus einer Cremona'schen Correspondenz \(n^{\text{ten}}\) Grades der Ebenen \(\alpha\) und \(\beta\), wenn ihre Schnittlinie einen doppelten Hauptpunkt und \(n-3\) einfache Hauptpunkte enthält. Hierbei kommt aber ein von Kummer (Alg. Strahlensysteme, \S 6, XXXV) bewiesener Satz zur Anwendung, wonach keine Congruenz zweiter Klasse von höherer als der siebenten Ordnung sein kann. Daraus ergiebt sich dann, dass hier \(n\) nur die Werte 3, 4, 5, 6 haben kann, und dass demnach die Cremona'schen Congruenzen zweiter Ordnung nur die Zahlen 2, 3, 4, 5 als Klassenzahlen haben können. Da die Eigenschaften der Congruenzen zweiter Ordnung, zweiter, dritter, vierter Klasse correlativ zu solchen sind, die schon früher betrachtet sind, so bleibt nur noch die Behandlung der Congruenz zweiter Ordnung, fünfter Klasse übrig. Die eingehende Untersuchung dieser Congruenz bildet den Schluss der interessanten Abhandlung.
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