Transformation par semi-droites réciproques. (Q1548367)
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scientific article; zbMATH DE number 2705893
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Transformation par semi-droites réciproques. |
scientific article; zbMATH DE number 2705893 |
Statements
Transformation par semi-droites réciproques. (English)
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1882
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Diese Transformation ist eine Art dualistischen Seitenstücks zur Inversion (in der Ebene) und wird mit Hülfe des Begriffes der Richtung (des Sinnes), in dem eine Curve durchlaufen wird, aufgebaut. Eine in einem bestimmten Sinn zu durchlaufende Gerade, resp. Kreis heisst Halbgerade, resp. Cykel. Auch die Tangenten eines Cykels werden demgemäss als Halbgerade betrachtet. Damit vereinfachen sich die elementaren Sätze über die Lagenbeziehungen zwischen Geraden, resp. Kreisen und Kreisen z. B. wie folgt: An einem gegebenen Cykel kann man zu einer gegebenen Halbgeraden nur eine Parallele legen. Zwei (aus einander liegende) Cykel haben nur zwei Tangenten gemein. Der Abstand zwischen den resp. Berührungspunkten ist der ``Tangentialabstand'' beider Cyklen. Zwei Halbgerade besitzen nur eine Halbirungslinie, den Ort der Centra der sie berührenden Cyklen. Zwei Cyklen haben nur ein Aehnlichkeitscentrum. Es giebt nur einen Cykel, der drei gegebene Halbgerade berührt etc. Dann lässt sich die gemeinte Transformation so charakterisiren, dass das Analoge zur Inversion sofort erkennbar ist: ``Die Halbgeraden (der Ebene) lassen sich eindeutig so zuordnen, dass sich immer zwei entsprechende (reciproke) Halbgerade auf einer bestimmten Geraden, der Transformationsaxe, schneiden, sowie dass irgend zwei Paare reciproker Halbgeraden Tangenten desselben Cykels sind.'' Die Transformation hängt von einem Parameter ab. Die Tangenten eines Cykels gehen wieder in die Tangenten eines Cykels über. Im Besondern giebt es einfach unendlich viele Cyklen, deren reciproke Bilder Punkte (Strahlbüschel) sind. Der Tangentialabstand zweier Cyklen ändert sich durch die Transformation nicht, ein Satz, der auf Tangentialabstände irgend welcher Curven ausgedehnt werden kann. Als Anwendung erscheint z. B. ein einfacher Beweis des Satzes: ``Die drei Aehnlichkeitscentra dreier Cyklen (zu je zweien) liegen in einer Geraden.'' Ferner eine einfache Lösung des Apollonischen Problems. Zum Schluss weist der Herr Verfasser auf den Vorteil hin, den eine geschickte Combinirung obiger Transformation mit der der Inversion bietet.
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