Ueber die specifische Wärme des stark magnetisirten Eisens und das mechanische Aequivalent einer Verminderung des Magnetismus durch die Wärme. (Q1548643)

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scientific article; zbMATH DE number 2706148
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    Ueber die specifische Wärme des stark magnetisirten Eisens und das mechanische Aequivalent einer Verminderung des Magnetismus durch die Wärme.
    scientific article; zbMATH DE number 2706148

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      Ueber die specifische Wärme des stark magnetisirten Eisens und das mechanische Aequivalent einer Verminderung des Magnetismus durch die Wärme. (English)
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      1882
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      Stefan hat in seiner Abhandlung ``Ueber die Gesetze der elektrodynamischen Induction'' (Wien. Ber. LXIV. 193-224) auf Seite 220 den Satz gegeben: ``Zur Erwärmung des magnetischen Eisens ist mehr Wärme erforderlich als zur gleich starken Erwärmung des unmagnetischen.'' Falls keine freien Magnetismen auftreten, während das bei \(0^{\circ}\) magnetische Eisen das Maximum \(m\) seines Momentes erhalten hat, ist für ein Milligramm Eisen die Magnetisirungsarbeit \[ A_0\;=\;\int^m_0xd\mu\;=\;J(C_{0\tau}-c_{0^\tau})\tau , \] indem \(J\) das magnetische Aequivalent der Wärme, \(C_{0^\tau}\) die mittlere specifische Wärme zwischen \(0^{\circ}\) und \(\tau^{\circ}\) des magnetischen Eisens, \(c_{0^\tau}\) die analoge Grösse für das unmagnetische Eisen ist. Denkt man sich das Eisen nicht bei \(0^{\circ}\), sondern bei \(t_1^0\) bis zum Maximum magnetisirt, und dazu die Arbeit \(A_1\) aufgewendet, so ist \(t_1+\tau_0\;=\;\tau\), ``falls \(\tau_1\) die Temperaturerhöhung des Eisens von der Temperatur \(t_1\) vorstellt, die jetzt zur Vernichtung des Magnetismus notwendig ist.'' Man hat daher \[ A_1\;=\;J(C_{t_1,\tau}-c_{t_1,\tau})\tau_1, \] und analog für die Temperatur \(t_2\) \[ A_2\;=\;J(C_{t_2,\tau}-c_{t_2,\tau})\tau_2. \] Für die weiteren Rechnungen wird angenommen, dass die mittleren specifischen Wärmen des magnetischen und des unmagnetischen Eisens in den Intervallen \(0\) bis \(\tau\), \(t_1\) bis \(\tau\), \(t_2\) bis \(\tau\) als gleich angesehen werden können, und dass sie kurz mit \(C\) und \(c\) bezeichnet werden. Dann ist \[ \frac{A_0-A_1}{A_0-A_2}\;=\;\frac{t_1}{t_2}. \] Aus Versuchen mit zwei Eisenstäben leitet der Verfasser als Mittelwert \[ C-c\;=\;2,7.10^8 \] ab. Darauf berechnet er die Temperatur \(\tau\), bei welcher das Eisen sich auch den stärkeren Kräften gegenüber als unmagnetisch erweisen würde, und findet als Mittelwert \[ \tau\;=\;1346^{\circ}. \] Vom Verfasser angestellte Experimente widerlegen den Einwand, welchen man gegen die gegebene Ableitung des mechanischen Aequivalentes der Abnahme des Magnetismus mit der Temperatur erheben könnte, dass neben der ursprünglichen axialen Magnetisirung in Folge der Erwärmung auch eine transversale Magnetisirung dazu käme, welche von bleibender oder von wechselnder Richtung sein könnte.
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