Der goldene Schnitt. Beiträge zur Geschichte der Mathematik. (Q1548802)

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scientific article; zbMATH DE number 2706322
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    Der goldene Schnitt. Beiträge zur Geschichte der Mathematik.
    scientific article; zbMATH DE number 2706322

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      Der goldene Schnitt. Beiträge zur Geschichte der Mathematik. (English)
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      1881
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      Es wird das Wesen der Teilung einer Strecke nach stetiger Proportion arithmetisch und geometrisch erläutert und sodann untersucht, ob bereits die Alten dieser Construction einen besonderen Wert beigelegt haben. Dies ist nicht der Fall; erst Pacioli brachte sie gegen Ende des XV. Jahrhunderts zu Ehren, und der Eigentliche Begründer der Symbolik des goldenen Schnittes ist Kepler. Dies ist wahr, doch scheint uns der Verfasser die bereits sehr abenteuerliche Hinneigung mancher Mathematiker des XVI. Jahrhunderts zur Wertschätzung der sectio divina etwas zu wenig zu berücksichtigen; man denke nur an die Kreisquadratur des Orontius Finaeus. Im weiteren Verlaufe der Abhandlung wird äusserst apodictisch jedes Hervorteten der Streckenteilung nach äusserem und mittlerem Verhältnis bei Gebilden der Natur und Kunst in Abrede gestellt, was natürlich ist, da der Verfasser es nicht unternahm, in Zeising's Arbeiten den Weizen von der allerdings überwiegenden Spreu zu sondern. Allein angesichts der tiefen Forschungen eines Hultsch über das Hervortreten gewisser arithmetischer Verhältnisse bei Tempelbauten des Altertums sollten doch Kernsätze nicht aufgestellt werden, wie z. B. der folgende S. 20: ``Alle die zahlreichen Angaben von Messungen an Bildsäulen und Gruppen, an Tempeln und Palästen, an Skeletten und Präparaten sind wertlos, weil sie mit der Voreingenommenheit für ein solches naturwidriges Gesetz enge verbunden sind. ''
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