Das Aoust'sche Problem in der Curventheorie. (Q1549593)

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scientific article; zbMATH DE number 2707187
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    English
    Das Aoust'sche Problem in der Curventheorie.
    scientific article; zbMATH DE number 2707187

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      Das Aoust'sche Problem in der Curventheorie. (English)
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      1881
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      Das Problem, gestellt und behandelt von Aoust in Bull. S. M. F. VII. 143 (s. F. d. M. XI. 1879. p. 550 (JFM 11.0550.02)), ist: Eine Curve derart zu finden, dass, wenn man von der Einhüllenden der Krümmungsaxe wieder die Einhüllende der Krümmungsaxe nimmt, letztere der Urcurve congruent wird. Die Richtungen der Tangente, Haupt- und Binormale sind in den entsprechenden Punkten beider Curven bedingungslos dieselben; daher reducirt sich das Problem darauf, ihre Bogenelemente gleich zu machen. Auf dem Wege der Herleitung der Bedingungsgleichung ergiebt sich die Relation der laufenden Coordinaten beider Curven, aus der die Bedingung, unter der sie zusammenfallen, als Gleichung dritter Ordnung hervorgeht. Diese wird ausschliesslich vovn allen Curven constanter Krümmung erfüllt, welche sonach eine singuläre oder specielle Lösung des Problems bilden. Die allgemeine Bedingung ergiebt sich in der Form: \[ \frac {\partial ^4 s'}{\partial \vartheta ^4} +\left (1 + \frac {\partial \tau ^2}{\partial \vartheta ^2} \right ) \frac {\partial ^2 s'}{\partial \vartheta ^2} - \frac {\partial \vartheta }{\partial \tau} \frac {\partial ^2 \tau }{\partial \vartheta ^2} \left ( \frac {\partial ^3 s'}{\partial \vartheta ^3} + \frac {\partial s'}{\partial \vartheta} \right )=0, \] wo \(\tau\) und \(\vartheta\) den Krümmungs- und Torsionswinkel, \(s' =\partial s: \partial \tau\) den Krümmungsradius bezeichnen. In diesem Resultate treffen beide Arbeiten auf verschiedenen Wegen zusammen. Ihre allgemeine Lösung ist \[ (9) \qquad \frac {\partial s'}{\partial \vartheta} =al +bm +cn, \] wo \(l,m,n\) die Richtungscosinus der Binormale einer beliebigen Curve, zu der \(\tau\) und \(\vartheta\) gehören, \(a,b,c\) Integrationsconstante bezeichnen. Sie ist volldommen explicit; nämlich \(l,m,n\) sind willkürlich; daraus lassen sich \(\tau\) und \(\vartheta\), sowie die Richtungscosinus der Tangente \(f,g,h\) direct berechnen; \(\partial s\) folgt aus \((9)\), und \(x, y, z\) gemäss \(x= \int f. \partial s,\) etc. Obgleich nun Aoust die GLeichung \((9)\) entdeckt hat, betrachtet er dieselbe nur als Transformation des Problems, wodurch dasselbe auf die im Allgemeinen nicht integrabele Differentialgleichung zweiter Ordnung zurückgeführt würde, welche \(l,m,n\) als Functionen von \(\vartheta\) bestimmt. Dabei hat er stillschweigend \(\tau\) als gegebene Function von \(\vartheta\) vorausgesetzt, was sie den Worten des Problems zufolge nicht ist. Im Gegenwärtigen folgen drei Beispiele, welche die Werte von \(l,m,n\) aus verschiedenen speciellen Curven entnehmen.
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