Outline of a theory of abelian functions of three variables. (Q1551645)

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scientific article; zbMATH DE number 2708332
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    Outline of a theory of abelian functions of three variables.
    scientific article; zbMATH DE number 2708332

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      Outline of a theory of abelian functions of three variables. (English)
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      1880
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      In seiner Schrift ``Theorie der Abel'schen Functionen vom Geschlecht 3''. Berlin. Reimer. 1876. hat Herr Weber die Theorie dieser Functionen, ausgehend von der allgemeinen Curve \(4^{\text{ter}}\) Ordnung vom Geschlecht 3, auf dem von Riemann angegebenen Wege behandelt und das Umkehrproblem vollständig und allgemein gelöst. Es blieb noch übrig, den umgekehrten Weg zurückzulegen, d. h. von den periodischen oder Theta-Functionen aus zu den algebraischen Differentialgleichungen des Umkehrproblems zu gelangen. In der vorliegenden, von Herrn Weierstrass angeregten Arbeit wird auch diese mit manchen Schwierigkeiten verbundene Aufgabe in klarer und eingehender Weise gelöst. Den Kernpunkt der Lösung bildet die Herleitung der algebraischen Grundgleichung vom Geschlecht 3. Da die Menge der zur Bewältigung der Rechnung eingeführten Hilfsgrössen eine Wiedergabe des Einzelnen unmöglich macht, so müssen wir uns mit einer kurzen Analyse des Inhalts begnügen. Der erste Theil behandelt zunächst (\S\S 1-5) das Additionstheorem der \(\theta\)-Function für 3 Variable. Nach Herrn Weierstrass wird für die \(\theta\)-Function \(r^{\text{ter}}\) Ordnung mit \(\varrho\) Variablen und der allgemeinsten Charakteristik der Fundamentalsatz bewiesen: Alle \(\theta\)-Functionen \(r^{\text{ter}}\) Ordnung mit derselben Charakteristik lassen sich linear und homogen durch \(r^\varrho\) unter ihnen ausdrücken. Die Betrachtung von graden und ungraden \(\theta\)-Functionen führt zu Charakteristiken mit dem Nenner 2 von der Form \[ (\frac{1}{2}\,\delta_\alpha, \frac{1}{2}\, \varepsilon_\alpha); \quad \alpha = 1,2\dots\varrho, \] in welchen die Zahlen \(\delta\) und \(\varepsilon\) den Werth 0 oder 1 haben. Verschiedene Charakteristiken dieser Art werden durch einen oberen Index unterschieden. Der Verfasser stellt nunmehr ein specielles System von \(2^\varrho\) primitiven Indices auf, durch deren Combination man sämmtliche \(2^{2\varrho}\) Indices mit Ausnahme des Index 0 erhält. Für \(\varrho = 3\) stellen sich die 64 Indices dar durch die 64 Combinationen 0, \(\kappa\), \(\kappa\lambda\), \(\kappa \lambda \mu\), wo \(\kappa\), \(\lambda\), \(\mu\) die Zahlen \(1, 2,\dots 7\) bedeuten. Die 28 Combinationen \(\kappa\) und \(\kappa\lambda\) entsprechen den ungraden, die 36 Combinationen 0 und \(\kappa\lambda\mu\) den graden \(\theta\)-Functionen. Dies System von Charakteristiken dient zur Herstellung des Additionstheorems der \(\theta\)-Function mit 3 Variablen. Aus demselben ergibt sich nun (\S\S 6-9) die Auflösung des Systems der \(\theta\)-Relationen für die Nullwerthe der Argumente. Bezeichnet man die graden \(\theta\)- Functionen mit dem Index \(\kappa\lambda\mu\), gebildet für \((u_1,u_2,u_3 = 0)\) durch \(e_{\kappa\lambda\mu}\) und die Derivirten der ungraden \(\theta\)-Functionen mit dem Index \(\kappa\) (resp. \(\kappa\lambda)\) nach den drei Variablen gebildet für \((u_1, u_2, u_3 = 0)\) durch \(a_\kappa\), \(b_\kappa\), \(c_\kappa\), (resp. \(a_{\kappa\lambda}\), \(b_{\kappa\lambda}\), \(c_{\kappa\lambda}\), so lassen sich sowohl die Verhältnisse der 36 Grössen \(e_0\) und \(e_{\kappa\lambda\mu}\), als auch die 3.21 Werthe \(a_{\kappa\lambda}\), \(b_{\kappa\lambda}\), \(c_{\kappa\lambda}\), ausdrücken durch eine Hilfsgrösse \(r\) und die 3.7 Grössen \(a_\kappa\), \(b_\kappa\), \(c_\kappa\) \((\kappa=1,2,\dots 7)\), die als Moduln betrachtet und immer auf 6 unabhängige Moduln zurückgeführt werden können. Der zweite Theil behandelt in ähnlicher Weise die algebraischen Relationen zwischen den \(\theta\)-Functionen mit variablen Argumenten, zunächst (\S\S 1-4) die zwischen den 28 ungraden Functionen \(\theta(u)\). Es wird gezeigt, wie sich die Quotienten der Producte von gleichviel ungraden \(\theta\)-Functionen als rationale Functionen der Verhältnisse von 6 Grössen \({\mathfrak L}_{ik}(u)\) \((i,k = 1,2,3)\) darstellen lassen, zwischen denen wiederum zwei unabhängige, homogene Gleichungen \(6^{\text{ter}}\) Ordnung bestehen. Dies führt (\S\S 5-10) in sehr eleganter Weise zu der algebraischen Grundgleichung, die alle weiteren algebraischen Darstellungen beherrscht. Es werden nämlich die Argumente \(u_1, u_2, u_3\) der \(\theta\)-Function specialisirt durch die Bedingung \(\varSigma\pm{\mathfrak L}_{11}{\mathfrak L}_{22}{\mathfrak L}_{33}=0\) zwischen den \({\mathfrak L}_{ik}\). Es zeigt sich dann, dass der Quotient zweier ungrader Functionen \(\theta_m(u):\theta_n(u)\) mit diesen speciellen Argumenten sich rein algebraisch darstellen lässt als die Quadratwurzel aus dem Quotienten zweier Functionen \(H_m(xyz)\) und \(H_n(xyz)\), die homogen vom \(3^{\text{ten}}\) Grade in den Coordinaten \((x, y, z)\) des Punktes einer Curve \({\mathfrak L}(x, y, z) = 0\) sind. Diese Curve ist von der \(6^{\text{ten}}\) Ordnung und vom Geschlecht 3; ihre sieben Doppelpunkte haben die Coordinaten \((a_i b_i c_i)\), \(i=1,2,\dots 7\); welche Grössen früher als Moduln aufgetreten sind. (Die Functionen \(\sqrt{H_m}\) stimmen überein mit den ``Abel'schen Functionen'' \(\sqrt{\varphi_\mu}\) bei Riemann; führt man drei der Functionen \(H_m\) als Coordinaten statt der \((x, y, z)\) ein, so ergiebt sich statt der Curve \({\mathfrak L} = 0\) der \(6^{\text{ten}}\) Ordnung eine Curve \(4^{\text{ter}}\) Ordnung vom Geschlecht 3, wie sie Herr Weber seiner Untersuchung zu Grunde legt.) Hieran schliesst sich (\S\S 11-16) eine entsprechende Behandlung der graden \(\theta\)-Functionen und die Darstellung des Quotienten von zwei graden oder von einer ungraden und einer graden \(\theta\)-Function durch ähnliche Wurzelfunctionen in \((x, y, z)\). Endlich folgt (\S\S 17-19) aus der Differentialgleichung der \(\theta\)-Function, dass die oben definirten speciellen Argumente \((u_1,u_2,u_3)\). die drei Integrale \(1^{\text{ter}}\) Gattung der Curve \({\mathfrak L}(x y z)=0\) sind. Nunmehr (\S\S 20-24) kehrt der Verfasser zu den allgemeinen Argumenten zurück und zeigt, wie sich die Quotienten der \(\theta\)-Functionen mit allgemeinen Argumenten, wenn diese letzteren gleich Summen von Integralen \(1^{\text{ter}}\) Gattung gesetzt werden, algebraisch durch die Coordinaten der oberen Grenzen der Integralsummen ausdrücken. Diese Lösung des Umkehrproblems schliesst sich im wesentlichen an die oben erwähnte Weber'sche Darstellung an. Ein Nachtrag giebt die Theorie der hyperelliptischen Functionen dreier Variablen. Auch dieser Fall, welcher durch das Verschwinden einer der 36 Grössen \(l_{\kappa\lambda\mu}\) charakterisirt ist, wird, von den \(\theta\)- Functionen ausgehend, bis zur Lösung des Umkehrproblems vollständig durchgeführt.
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      theta functions
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      Abel's theorem
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      inversion problem
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      Identifiers

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