Ueber dreifach gekrümmte Cruven und deren Parallelen. (Q1551943)

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scientific article; zbMATH DE number 2708647
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    Ueber dreifach gekrümmte Cruven und deren Parallelen.
    scientific article; zbMATH DE number 2708647

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      Ueber dreifach gekrümmte Cruven und deren Parallelen. (English)
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      1879
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      Im Anschluss an seinen früheren Aufsatz (Einfachste Sätze aus der Theorie der mehrfachen Ausdehnungen, Grunert Arch. LXIV. 189-214. Ref. F. d. M. XI. 1879. 352, JFM 11.0352.03) baut der Herr Verfasser auf rein analytischem Grunde eine Theorie der Curven in einer Mannigfaltigkeit von vier Dimensionen auf. Die Gesetze des Fortschritts bei dem Uebergang zu einer neuen Dimension ergeben sich so einfach, dass durch sie die Beziehung der Raumcurven zu den ebenen Curven eine instructive Beleuchtung erhält, indem dieser Uebergang sich als Anfang einer leicht zu übersehenden Reihe darstellt. Um in die Nomenclatur einzuführen, sei bemerkt, dass eine Gerade lineare Eindehnung, eine Ebene lineare Zweidehnung, Raum lineare Dreidehnung genannt wird; die entsprechende nächste Stufe, eine lineare Vierdehnung, ist eine von vier Abmessungen abhängende Mannigfaltigkeit, bei welcher jede lineare Gleichung zwischen den vier Coordinaten eine lineare Dreidehnung darstellt u. s. f. Die Orthogonalität ist in dem früheren Aufsatze allgemein definirt. Sind die vier rechtwinkligen Coordinaten \(x_1\), \(x_2\), \(x_3\), \(x_4\) eines Punktes Functionen einer Variablen, so ist der Ort von \(x\) eine dreifach gekrümmte Curve. Für einen nicht singulären Curvenpunkt ergiebt sich dann zunächst die Tangente mit den Richtungscosinus \(f_1\), \(f_2\), \(f_3\), \(f_4\) oder kürzer \(f\). Zwei consecutive Tangenten \(f\) und \(f+df\) bestimmen eine Ebene, die Schmiegungsebene; durch zwei consecutive Schmiegungsebenen lässt sich ein Raum, der Schmiegungsraum, bestimmen, (welcher bei zweifach gekrümmten Curven constant ist). In der Schmiegungsebene steht normal zur Tangente die Hauptnormale, im Schmiegungsraum normal zur Schmiegungsebene die Binormale, in der Vierdehnung steht normal zum Schmiegungsraum die Trinormale. Die Winkel zwischen zwei consecutiven Tangenten: \(\partial\tau\), Trinormalen: \(\partial k\), heissen die Differentiale des ersten und dritten Krümmungswinkels. Eine Differentiation nach \(\tau\) werde durch Accente bezeichnet. Die Richtungscosinus der Hauptnormale sind die vier Grössen \(f'\) (also \(f_1'\), \(f_2'\), \(f_3'\), \(f_4'\)). Diejenigen der Binormale werden mit \(g\), die der Trinormale mit \(h\) bezeichnet. Es ergeben sich schliesslich folgende Formeln, deren Analogie mit denjenigen der Raumcurven evident ist, \[ \begin{matrix} \l &\qquad \l\\ \partial s = \sqrt{\varSigma \partial x^2} & ,\quad f= \frac{\partial x}{\partial s}\\ \partial \tau = \sqrt{\varSigma \partial f^2} &, \quad f'=\frac{\partial f}{\partial \tau}\\ \partial \vartheta = \sqrt{\varSigma (\partial f^{\prime 2} - \partial f^2)} & , \quad g = \frac{\partial f' + f\partial \tau}{\partial\vartheta}\\ \partial k = \sqrt{\varSigma(\partial f^2 - \partial f^{\prime 2} + \partial g^2)} & , \quad h= \frac{\partial g + f'\partial \vartheta}{\partial k}.\end{matrix} \] \(\partial \vartheta\) bedeutet den Winkel zwischen zwei consecutiven Schmiegungsebenen und wird der zweite Krümmungswinkel genannt. Diese Formeln werden nun benutzt, um eine Theorie der Parallelen zu dreifach gekrümmten Curven aufzustellen, welche auch ganz analog der der Parallelen der Raumcurven sich gestaltet.
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