Ueber die conforme Abbildung mittels ganzer und gebrochener rationaler Functionen und die damit zusammenhängenden isothermischen Curvensysteme. (Q1551990)
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scientific article; zbMATH DE number 2708700
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber die conforme Abbildung mittels ganzer und gebrochener rationaler Functionen und die damit zusammenhängenden isothermischen Curvensysteme. |
scientific article; zbMATH DE number 2708700 |
Statements
Ueber die conforme Abbildung mittels ganzer und gebrochener rationaler Functionen und die damit zusammenhängenden isothermischen Curvensysteme. (English)
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1880
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Die Arbeit enthält eine Verallgemeinerung der bereits früher vom Herrn Verfasser veröffentlichten Untersuchungen (F. d. M. VIII. 1876. p. 537. (JDM08.0537.01) und IX. 1877. p. 590 (JFM 09.0590.01)). Ist \(z = x+yi\) und \(Z = X+Yi\), so wird durch die Gleichung \[ Z = f(z), \] wo \(f(z)\) eine ganze rationale Function bedeutet, also \[ f(z) = a_0(z-a_1) (z-a_2) \ldots (z-a_n) \] ist, eine conforme Abbildung der \(z\)-Ebene in die \(Z\)-Ebene definirt. Der Factor \(a_0\) kann ohne Beeinträchtigung der Allgemeinheit gleich Eins gesetzt werden, weil eine Multiplication mit \(a_0\) nur auf eine Veränderung des Masstabes und eine Drehung der ganzen Abbildung hinauskommt. Verwandelt man jeden Factor in ein Product \(p_ie^{i\varphi_i}\), ebenso \(Z\), so erhält man \[ Re^{j\theta} = (p_1p_2 \ldots p_n) e^{i(\varphi_1 + \varphi_2 + \ldots \varphi_n)}, \] also \[ R = p_1p_2 \ldots p_n, \quad \varTheta = \varphi_1 + \varphi_2 + \cdots \varphi_n, \] Hieraus ergiebt sich sofort, dass die Kreise um den Anfangspunkt der \(Z\)-Ebene sich in die Curven der \(z\)-Ebene abbilden für welche \(p_1p_2 \ldots p_n\), d. h. das Product der Entfernungen von den Punkten \(a_1 \ldots a_n\) constant ist, während die Geraden durch den Anfangspunkt der \(Z\)-Ebene sich in Curven der \(z\)-Ebene abbilden, für deren Punkte die Summe der Richtungswinkel constant ist. Diese beiden Curvenschaaren bilden ein Isothermensystem; die erste Art von Curven hat Analogie mit den Lemniscaten, die zweite mit den Hyperbeln. Nimmt man allgemein statt \(f(z)\) eine rationale Function, etwa \[ Z = \frac{f(z)}{\varphi(z)} = \frac{(z-a_1) (z-a_2)\ldots (z-a_n)}{(z-b_1)(z-b_2) \ldots (z-b_n)}, \] wo der constante Factor, der noch hinzutreten könnte, aus demselben Grunde wie oben unterdrückt ist, so liefert dieselbe Zerlegung \[ Re^{i\theta} = \frac{p_1p_2\ldots p_n}{q_1q_2\ldots q_m}\;e^{i(\varphi_1 + \varphi_2 + \ldots \varphi_n - \chi_1 - \chi_2 - \ldots \chi_m)}, \] also \[ R = \frac{p_1p_2 \ldots p_n}{q_1q_2 \ldots q_m}, \quad \varTheta = \varphi_1 + \varphi_2 + \cdots \varphi_n - \chi_1 - \chi_2 - \cdots \chi_m, \] woraus in analoger Weise der geometrische Charakter der Curven zu erkennen ist, wenn man die Kreise \(R=\) const. und die Geraden \(\varTheta = \) const. der \(Z\)-Ebene in die \(z\)-Ebene abbildet. Ebenso sind in den beiden betrachteten Abbildungsarten geometrische Eigenschaften derjenigen Curve zu erkennen, welche man durch Abbildung einer durch ihre Polargleichung \(F(R,\varTheta) = 0\) gegebenen Curve der \(Z\)-Ebene in die \(z\)-Ebene erhält. Mit den hier angedeuteten Eigenschaften und einigen daraus sich ergebenden Folgerungen, sowie einigen Specialisirungen beschäftigt sich die vorliegende Abhandlung. Uebrigens hat Herr Lucas in den C. R. LXXXVIII. (siehe F. d. M. VI. 1874. p. 414, JFM 06.0414.02) ähnliche Untersuchungen angestellt.
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