On the Kummer surface of order four with sixteen nodes and its relation to the theta function with two variables. (Q1553789)
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scientific article; zbMATH DE number 2711578
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On the Kummer surface of order four with sixteen nodes and its relation to the theta function with two variables. |
scientific article; zbMATH DE number 2711578 |
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On the Kummer surface of order four with sixteen nodes and its relation to the theta function with two variables. (English)
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1877
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Der Herr Verfasser wendet, angeregt durch die Arbeiten der Herren Borchardt und Cayley über die Kummer'sche Fläche (Borchardt J. LXXXIII. 234 und 238, siehe F. d. M. IX. 562 und 567, JFM 09.0562.02 und JFM 09.0567.01), auf diese Fläche eine früher von ihm durchgeführte Untersuchung über die Charakteristiken der Thetafunctionen mit zwei Variablen an, ganz analog derjenigen, welche die Grundlage seiner Theorie der Abel'schen Functionen vom Geschlecht 3 (Preisschrift. Berlin, G. Reimer 1876, siehe F. d. M. VIII. 293, JFM 08.0293.01) bildet. Man vergleiche übrigens das vorstehenden Referat. Bedeutet \[ \varphi(x_1x_2)=a_{1,1}x_1^2+2a_{1,2}x_1x_2+a_1x_2^2 \] eine Function zweiten Grades, deren reeller Bestandtheil wesentlich negativ ist, so setzt man \[ \begin{multlined}\vartheta \left\{ \begin{matrix} g_1 &g_2\\ h_1 &h_2\end{matrix} \right\}(v_2v_2)\\ =\sum \sum e^{\varphi \left(n_1+\frac{g_1}2\cdot n_2+\frac{g_1}2\right) +\left( n_1+\frac{g_1}2\right) (2v_1+h_1\pi i)+\left(n_2+\frac{g_2}2\right) (2v_2+h_2\pi i)},\end{multlined} \] wo sich die Summation für \(n_1\) und \(n_2\) von \(-\infty\) bis \(+\infty\) erstreckt, und die \(g\) und \(h\) gleich Null oder Eins zu setzen sind. Das Symbol \(\left\{\begin{matrix} g_1 &g_1\\ h_1 &h_2\end{matrix}\right\}\) heisst die Charakteristik der Thetafunction und zugleich der halben Perioden \[ \frac12(h_1\pi i+g_1a_{1,1}+g_2a_{2,1}), \quad \frac12(h_1\pi i+g_1a_{2,1} +g_2a_{2,2}). \] Diese Charakteristik wird oft kürzer durch einen eingeklammerten Buchstaben bezeichnet. Eine Charakteristik heisst grade oder ungrade, jenachdem \(9g_1h_1+g_2h_2)\) grade oder ungrade ist. Dem entsprechend sind die Thetafunctionen gerade oder ungerade Functionen ihrer Argumente. Unter den sechzehn verschiedenen Charakteristiken, welche überhaupt vorhanden sind, giebt es, wie leicht zu erkennen ist, 6 ungrade und 10 grade. Die ersteren werden in beliebiger Reihenfolge durch \[ (\beta_1)\quad i=1\dots i=9 \] bezeichnet. Ist \[ (\omega)=\begin{pmatrix} g_1 &g_2\\ h_1 &h_2 \end{pmatrix} \quad \text{und} \quad (\omega')=\begin{pmatrix} g'_1 &g'_2\\ h'_1 &h'_2 \end{pmatrix}, \] so wird unter der Summe der Charakteristiken verstanden die Charakteristik \[ (\omega+\omega')=\begin{pmatrix} g_1+g_1', &h_1+h'_1\\ g_2+g'_2 &h_2+h_2'\end{pmatrix}, \] bei welcher die Elemente auf ihren Rest mod. 2 reducirt werden können, so dass Summe und Differenz zweier Charakteristiken identisch sind. Dann gelten folgende leicht erweisbare Gesetze: I. Die Summe aller ungraden Charakteristiken ist gleich \[ \begin{pmatrix} 0, &0\\ 0, &0\end{pmatrix}=(0). \] II. Jede Characteristik, ausser (0), lässt sich auf einen einzige Art als Summe zweier ungrader Charcteristiken darstellen. III. Jede Characteristik, ausser (0), lässt sich auf vier Arten in eine grade und eine ungrade und auf drei Arten in zwei grade Characteristiken zerlegen. IV. Die Summe dreier von einander verschiedener ungraden Charakteristiken ist stets grade. V. Jede grade Charakteristik, einschliesslich (0), lässt sich auf zwei Arten in drei von einander verschiedene ungrade Charakteristiken zerlegen. Zunächst wird mit Hülfe dieser einfachen Gesetze bewiesen, dass zwischen je fünf Thetaquadraten eine lineare homogene Gleichung existirt, und dass sich sechzehn Systeme von je sechs Thetaquadraten finden lassen von der Art, dass zwischen je vier Quadraten eines Systems eine homogene lineare Gleichung besteht. Die sechs Thetaquadrate, die den ungraden Characteristiken entsprechen, bilden ein solches System \[ (\beta_1),\quad (\beta_2),\quad (\beta_3),\quad (\beta_4), \quad (\beta_5), \quad (\beta_6), \] ein anderes ist \[ (\beta_1), \quad(\beta_2), \quad(\beta_1+\beta_2+\beta_3), \quad(\beta_1 +\beta_2+\beta_4), \quad(\beta_1+\beta_2+\beta_5),\quad (\beta_1+\beta_1+\beta_6) \] u. s. f. Ferner wird gezeigt, dass zwischen drei Producten von je zwei Thetafunctionen, deren Characteristiken dieselbe Summe haben, eine homogene lineare Relation besteht, und zwar ist die Zahl dieser Relationen 120. Aus den hier besprochenen Relationen lassen sich dann die Göpel'schen Relationen vierter Ordnung herleiten, welche Herr Borchardt in der oben genannten Arbeit benutzt. Ferner folgen daraus die Rosenhain'schen Relationen zwischen den Nullwerthen der Thetafunctionen und solche, in denen die Nullwerthe der Ableitungen der ungrade Thetafunction vorkommen, die ebenfalls von Rosenhain, jedoch ohne Beweis, mitgetheilt sind. Die Beziehung zu den hyperelliptischen Integralen wird nun dadurch gewonnen, dass man für die beiden Argumente \(v_1\) und \(v_2\) die hyperelliptischen Integrale erster Gattung einsetzt, nämlich \[ v_1=\int_{z_1}^{z_2} \frac{a_1+b_1z)\,dz}{\sqrt{(1-\alpha_1z)\,(1-\alpha_2z) \,(1-\alpha_3z)\,(1-\alpha_4z)\,(1-\alpha_5z)\,(1-\alpha_6z)}}, \] \[ v_2=\int_{z_1}^{z_2} \frac{(a_2+b_2z)\,dz}{\sqrt{(1-alpha_1z)\,(1-\alpha_2z) \,(1-\alpha_3z)\,(1-\alpha_4z)\,(1-\alpha_5z)\,(1-\alpha_6z)}}, \] wo gewisse Beziehungen zwischen den Constanten \(a_1b_1a_2b_2\) der Moduln der Thetafunctionen und den Periodicitätsmoduln der Integrale bestehen. Alsdann lassen sich die Quotienten zweier Thetafunctionen algebraisch durch \(Z_1\) und \(Z_2\) darstellen. Diese Darstellung wird in der Abhandlung ihrer wichtigsten Beziehungen noch kurz behandelt. Setzt man nun irgend vier linear unabhängige von den Quadraten der Thetafunctionen proportional den homogenen Coordinaten eines Punktes im Raum \(p,q,r,s\), so ist hierdurch, wenn man die Argumente \(v_1v_2\) als willkürliche Veränderliche betrachtet, eine Flächen dargestellt. Jedem Werthepaar \(v_1v_2\) entspricht ein Punkt, und allen Werthsystemen, die sich um Periodensysteme unterscheiden, derselbe Punkt. Setzt man ausserdem irgend eine Thetafunction gleich Null, so erhält man einen ebenen Schnitt jener Fläche, da zwischen je fünf Thetafunctionen eine lineare homogene Gleichung besteht. Die Gleichung der betrachteten Fläche wird durch Elimination von \(v_1\) und \(v_2\) mit Hülfe der oben entwickelten Relationen aufgestellt in 120 analogen Formen; eine derselben ist \[ \sqrt{ p\left( s\frac{\vartheta^2\begin{pmatrix} 0&0\\1&0\end{pmatrix}\vartheta \begin{pmatrix}0&0\\0&1\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&1\end{pmatrix}}{\vartheta^2 \begin{pmatrix}0&0\\1&1\end{pmatrix} \vartheta^2\begin{pmatrix}1&1\\1&1\end{pmatrix}}-q\frac {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\1&1\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}0&1\\1&0\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&0\end{pmatrix}}+r \frac{\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&1\end{pmatrix}\vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&1\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}1&1\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}0&1\\0&0\end{pmatrix}} \right)} \] \[ +\sqrt{ q\left( s\frac{\vartheta^2\begin{pmatrix} 0&0\\1&1\end{pmatrix}\vartheta \begin{pmatrix}0&0\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&0\end{pmatrix}}{\vartheta^2 \begin{pmatrix}1&1\\1&1\end{pmatrix} \vartheta^2\begin{pmatrix}0&0\\1&0\end{pmatrix}}-p\frac {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&0\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&1\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&1\end{pmatrix}}+r \frac{\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&0\end{pmatrix}\vartheta\begin{pmatrix}1&1\\0&0\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}1&1\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}0&1\\0&0\end{pmatrix}} \right)} \] \[ +\sqrt{ r\left( s\frac{\vartheta^2\begin{pmatrix}1&1\\1&0\end{pmatrix}\vartheta \begin{pmatrix}1&1\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}0&1\\0&1\end{pmatrix}}{\vartheta^2 \begin{pmatrix}0&0\\1&0\end{pmatrix} \vartheta^2\begin{pmatrix}0&0\\1&1\end{pmatrix}}-p\frac {\vartheta\begin{pmatrix}1&1\\0&1\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}0&1\\0&0\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&1\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&1\end{pmatrix}}+q \frac{\vartheta\begin{pmatrix}1&1\\0&1\end{pmatrix}\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&1\end{pmatrix}} {\vartheta\begin{pmatrix}0&0\\0&0\end{pmatrix} \vartheta\begin{pmatrix}1&0\\0&0\end{pmatrix}} \right)}=0, \] wo die \(\vartheta\) die Nullwerthe bedueten. Diese Gleichung stimmt im Wesentlichen mit der Gleichung der Kummer'schen Flächen überein ( [Berl. Monatsber. 1864, 246--260 (1864; Zbl 06736753)], p. 252). Auch hat die hier dargestellte Fläche denselben Grad der Allgemeinheit, d. h. sie ist die allemeinste Fläche vierter Ordnung mit sechzehn Knotenpunkten. Jede der sechzehn Thetafunctionen, gleich Null gesetzt, ergiebt den Durchschnittes (im weiteren Sinne) mit einer singulären Tangentialebene, d. h. mit einer solchen, welche die Fläche längs eines Kegelschnittes berührt; von diesen Ebenen gehen 16 mal je sechs durch einen Knotenpunkt, und die Charakteristiken geben ein Mittel, zu erkennen, ob eine bestimmte dieser Ebenen durch einen bestimmten Knotenpunkt geht, oder nicht. In Bezug auf die Lagenverhältnisse der Knotenpunkte und singulären Ebenen gewinnt der Herr Verfasser nun folgende Resultate: 1) Durch irgend zwei Knotenpunkte gehen zwei singuläre Tangentialebenen; 2) die Systeme von drei Knotenpunkten zerfallen in zwei Klassen, je nachdem die durch sie bestimmte Ebene eine singuläre Tangetialebene ist, oder nicht. Es giebt 320 Systeme der ersten, 240 der zweiten Klasse; 3) die Systeme von 4 Knotenpunkten und die durch sie bestimmten Tetraeder zerfallen in drei Klassen; a. Tetraeder der ersten Art, deren vier Ebenen singuläre Tangentialebenen sind (80); b. der zweiten Art, welche gar und nur keine singulären Tangentialebenen enthalten (60); c. der dritten Art, welche zwei und nur zwei singuläre Tangentialebenen enthalten (1440). In den vier Ebenen eines Tetraeders der ersten Art sind alle sechzehn Knotenpunkte enthalten. Die sechzehn Knotenpunkte lassen sich ferner auf fünfzehn verschiedene Arten in vier Tetraeder der zweiten Art zusammenfassen, von denen jedes die drei übrigen vollständig bestimmt. Es ergiebt sich hieraus ferner, dass zwischen gewissen Systemen von 6 Knotenpunkten gewisse projectivische Relationenen bestehen. Von sechs Knotenpunkten, welche nicht in dieser Relation stehen, bilden je vier ein Tetraeder der zweiten Art. Aus sechs solchen Knotenpunkten können die übrigen sämmtlich linear construirt werden. Uebrigens ist zu beachten, dass das der Kummer'schen Fläche entsprechende polare Gebilde wieder eine Kummer'sche Fläche ist, dass also alle hier besprochenen Beziehungen polar entsprechende Beziehungen zur Folge haben. Zum Schluss bemerkt der Herr Verfasser, dass in einem besondern Falle vier Knotenpunkte in eine Ebene fallen können, welche nicht singuläre Tangentialebene ist. Ist dies der Fall, so giebt es viermal vier Knotenpunkte, die diese Eigenschaft haben. Die hierbei auftretenden Thetafunctionen können vermittelst einer Transformation zweiten Grades durch elliptische Thetafunctionen ausgedrückt werden. Dieser Fall tritt ein bei der Fresnel'schen Wellenfläche und ihren projectivischen Umformungen. Die rechtwinkligen Coordinaten der Wellenfläche stellen sich dann folgendermassen dar: \[ \begin{aligned} x=b\sin\text{am}(u,\varkappa)\,\varDelta\text{am}(v,\lambda)\\ y=a\cos\text{am}(u,\varkappa)\,\cos\text{am}(v,\lambda)\\ z=a\varDelta\text{am}(u,\varkappa)\,\sin\text{am}(v,\lambda)\end{aligned} \] \[ \begin{matrix} \r\quad &\l\\ \varkappa^2=\frac{b^2-a^2}{c^2-a^2}, &\varkappa'{}^2=\frac{c^2-b^2}{c^2-a^2}, \\ \lambda^2=\frac{a^2}{b^2}\frac{c^2-b^2}{c^2-a^2}, &\lambda'{}^2=\frac{c^2} {b^2}\frac{b^2-a^2}{c^2-a^2}. \end{matrix} \] Die Curven \(n=\)const., \(v=\)const. bilden zwei orthogonale Curvenschaaren der Fläche.
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