Die Anfänge und Entwickelungsstadien des Coordinatenprincips. (Q1554346)

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scientific article; zbMATH DE number 2712149
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    Die Anfänge und Entwickelungsstadien des Coordinatenprincips.
    scientific article; zbMATH DE number 2712149

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      Die Anfänge und Entwickelungsstadien des Coordinatenprincips. (English)
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      1877
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      Der Verfasser unterscheidet bei seiner Untersuchung 3 Stufen in der Conception des allgemeinen Coordinatenbegriffs. ``Die erste Stufe begnügt sich damit, zwei schon vorhandene oder erst beliebig angenommene gleichartige Linien als Axen anzunehmen und die Punkte der Operationsfläche auf diese zu beziehen. Auf der zweitenStufe gelangt man zu der, vorläufig noch nicht nach einem bestimmten Gesetze gebildeten Curve, indem man zu bestimmten Abscissen die Ordinate construirt, und die so erhaltenen Punkte durch einen Zug verbindet. Drittens endlich gelangt man dazu, jene regellose Folge von Punkten in eine stetige umzuwandelt, d. h. eine Gleichung mit 2 variabeln Grössen aufzustellen, welche zu jedem \(\begin{matrix} x \\ y \end{matrix}\) das zugehörige \(\begin{matrix} y \\ x \end{matrix}\) unmittelbar zu finden gestattet.'' Indem der Verfasser diese Grundsätze zu Grunde legt, lässt er zunächst das Alterthum Revue passiren. Schon früh finden sich Andeutungen von unbewusster Benutzung der Coordinaten bei den Astronomen, aber es war immer nur ein einzelnes Anwenden derselben, wie namentlich auch bei Hero von Alexandrien. Im Mittelalter stellt sich die Sache günstiger. Oresme ist unzweifelhaft schon bis zur zweiten Stufe vorgedrungen, und es blieb ihm zur völligen Conception nur noch ein kleiner Sprung, der freilich im Laufe der folgenden Jahrhunderte von keinem Mathematiker vollführt wurde. Vor Descartes war es aber schon Peter von Fermat, der den allgemeinen Coordinatenbegriff erfasst hatte. War Descartes auch bereits mit den Grundlagen seiner Analysis fertig, so gebührt doch die Priorität einer systematischen Zusammenstellung der Fundamentalsätze dem Fermat.
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