A letter to Mr. Borchardt on the theory of the elliptic modular functions. (Q1554885)
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scientific article; zbMATH DE number 2712715
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | A letter to Mr. Borchardt on the theory of the elliptic modular functions. |
scientific article; zbMATH DE number 2712715 |
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A letter to Mr. Borchardt on the theory of the elliptic modular functions. (English)
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1877
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Das Quadrat des Integralmoduls \(\kappa ,k-\kappa^2\). ist eine einwertige Function des Periodenverhältnisses \[ \omega=\frac{K'i}{K} \] der elliptischen Functionen; nach der Bezeichnung von Hermite: \[ k=\varphi(\omega)^8. \] Diese Function bleibt, wie aus der Transformation erster Ordnung folgt, unverändert, wenn man für \(\omega\) setzt: \[ \omega_1=\frac{\gamma+\delta\omega}{\alpha+\beta\omega}, \text{ mit der Bedingung } \alpha\delta-\beta\gamma=1, \] wo \(\alpha,\beta,\gamma,\delta\) vier ganze rationaleZahlen und \(\beta,\gamma\) grade sind. Es gilt nun der merkwürdige Satz, dass ausser diesen Zahlen \(\omega\), keine andere existirt, für welche \[ k=\varphi(\omega)^8=\varphi(\omega_1)^8 \] ist. Auf die Bedeutung dieses Satzes hat bereits Herr Hermite in einer Anmerkung zu der Abhandlung des Herrn Fuchs [J. Reine Angew. Math. 83, 13--38 (1877; JFM 09.0240.01)] über die Differentialgleichungen für die Periodicitätsmoduln der elliptischen Integrale hingewiesen. Herr Dedekind giebt zunächst mit Hülfe der elliptischen Functionen für diesen Satz einen Beweis, der darauf beruht, dass \(sn(n,\kappa)\), \(cn(n,\kappa)\), \(dn(n,\kappa)\) einwerthige Functionen auch von \(k=\kappa^2\) sind. Dieser Satz ist nun die Grundlage für eine neue Thorie der elliptischen Modulfunctionen geworden, eine Theorie, die ganz unabhängig von der gewöhnlichen Theorie der elliptischen Functionen den Zusammenhang zwischen den Grössen \(\omega,k,K\) aufdeckt. Die Grundzüge dieser Theorie sind in vorliegender Arbeit entwickelt. Zwei Zahlen \(\omega,\omega_1\) heissen ``äquivalent'', wenn sie den Bedingungen genügen: \[ \omega_1=\frac{\gamma+\delta\omega}{\alpha+\beta\omega}, \quad \alpha\delta-\beta\gamma=1, \] wo \(\alpha,\beta,\gamma,\delta\) vier ganze rationale Zahlen sind. Da je 2 mit einer dritten Zahl äquivalene Zahlen miteinander äquivalent sind, so lässt sich das ganze Zahlengebiet in ``Classen'' eintheilen, und eine Zahl \(\omega\) heisst ``Repräsentant'' derjenigen Classe, welche aus allen mit ihr äquivalenten Zahlen gebildet wird. Im Folgenden wird nun das Gebiet \(S\) derjenigen Zahlen \(\omega=x+yi\) betrachtet, deren Ordinaten \((y)\) ``positiv'' sind; als ``Begrenzung'' dieses Gebietes \(S\) kann die Classe \(R\) der ``rationalen'' reellen Zahlen angsehen werden. Mit Hülfu Riemann'scher Principien lässt sich folgender Fundamentalsatz beweisen. ``Es giebt eine Function \(v\) der Variabeln \(\omega\) im Gebiete \(S\) und auf dessen Begrenzung \(R\), welche für alle äquivalenten Werthe \(\omega\) einen bestimmten Werth besitzt, und zwar so, dass umgekehrt jedem Werthe der unbeschränkten complexen Variabeln \(v\) eine bestimmte Classe von äquivalenten Werthen \(\omega\) und wird mit ``\(val(\omega)\)'' bezeichnet. Durch Betrachtung der umgekehrten Function gelangt der Herr Verfasser nun zur analytischen Darstellung der Function \(v\). Im Folgenden werden die Eigenschaften des Differentialausdruckes dritter Ordnung: \[ \frac{-4}{\sqrt{\frac{dv}{du}}} \frac{d}{dv} \frac{d}{dv} \sqrt{\frac{dv}{du}} = [v,u] \] benutzt, um zu zeigen, dass, wenn \(v=\text{ val }(\omega)\), die Function \([v,\omega]\) nicht nur eine einwertige Function von \(\omega\), sondern auch von \(v\) ist, \(=F(v)\), dass diese die Form hat: \[ F(v)=\frac{8}{9v^2}+ \frac{23}{36v} +\frac{3}{4(1-v)^2} +\frac{23}{36(1-v)}, \] und das System der beiden Gleichungen \[ v=\text{ val }(\omega), \quad v'=\text{ val } \left( \frac{C+D\omega}{A+B\omega} \right), \quad (A,B,C,D \text{ const.}), \] das allgemeine Integral der Differentialgleichung dritter Ordnung \[ [v,v']dv^2 = F(v)dv^2 - F(v')dv^{\prime 2} \] bildet (siehe Fund. nova \(\S\) 32, 33). Hierauf wird die Grösse \[ w=\text{ const. } v^{-\frac 13}(1-v)^{-\frac 14} \left( \frac{dv}{d\omega} \right) ^{\frac 12} \] eingrführt; sie genügt der hypergeometrischen Differentialgleichung \[ v(1-v)\frac{d^2w}{dv^2} + (\frac 23 - \frac 76 v) \frac{dw}{dv} - \frac{1}{144} w=0. \] Ganz besonders wichtig ist nun die Quadratwurzel der Grösse \(w\), die mit \[ \eta(\omega) = \text{ const. } v^{-\frac 16} (1+v)^{-\frac 18} \left( \frac{dv}{dw} \right) ^{\frac 14} \] bezeichnet wird. Die der Transformation zweiter Ordnung entsprechenden Functionen \[ \eta_1(\omega)=\eta(2\omega),\quad \eta_2(\omega)=\eta\left( \frac{\omega}{2} \right), \quad \eta_3(\omega)=\eta\left( \frac{1+\omega}{2} \right) \] ergeben den Zusammenhang zwischen der Function \(\eta(\omega)\) und dem Modul \(\kappa^2\). Es wird mit Hülfe dieser Functionen nicht blos \(\eta(\omega)\), sondern auch \(k=\varphi(\omega)^8\) als Function von \(\omega\) vollständig bestimmt. Zum Schluss wird die theorie der algebraischen Gleichungen zwischen Valenzen begründet, welche den Modulargleichungen in der Theorie der elliptischen oder \(\vartheta\)-Functionen entsprechen.
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elliptic modular functions
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