On correlative pencils. (Q1556401)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2714309
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    On correlative pencils.
    scientific article; zbMATH DE number 2714309

      Statements

      On correlative pencils. (English)
      0 references
      0 references
      1876
      0 references
      Der Verfasser hatte in früheren Abhandlungen (Clebsch Ann. I. p. 533 und VI. p. 513) das in fester Ebene gelegene Punktepaar und das im Raume gelegene Strahlenpaar gewissen Bedingungen der Projectivität unterworfen, und war dabei zu interessanten Abzählungsresultaten gelangt, deren wichtigste Referent nicht kürzer und auschaulicher aussprechen kann, als es der Verfasser selbst thut in Königsb. Repert. I. p. 388: {1)} ``Es sind in zwei (identischen oder verschiedenen) Ebenen zwei Gruppen von je \(\sigma\) Punkten gegeben, die einander zugeordnet sind, es sollen solche Paare von associirten Punkten gefunden werden, aus denen die homologen Punkte der Gruppen durch entsprechende Strahlen projectiver Strahlbüschel projicirt werden. Je nachdem \(\sigma = 3, 4, 5, 6, 7\) ist, ist jedem Punkte der einen Ebene jeder der andern; eine Curve \(2^{\text{ter}}\) Ordnung; ein einziger Punkt associirt, der eine Curve \(5^{\text{ter}}\) Ordnung durchläuft, wenn jener eine Gerade durchläuft; bilden die Punkte jeder Ebene drei Paare associirter Punkte''. {2)} ``Es sind in zwei Räumen \(\sigma\) Paare zugeordneter Punkte gegeben; es sollen solche Paare von associirten Strahlen bestimmt werden, aus denen zugeordnete Punkte durch entsprechende Ebenen projektiver Ebenenbüschel projicirt werden. Je nachdem \(\sigma = 3, 4, 5, 6, 7\) ist, ist jeder Geraden jede Gerade; ein Reye'scher Complex \(2^{\text{ten}}\) Grades; das Sehnensystem einer cubischen Raumcurve; eine Regelschaar; eine einzige Gerade associirt. Je nachdem \(\sigma = 8, 9, 10, 11\) ist, bilden die Geraden, welche associirte besitzen, einen Complex \(4^{\text{ten}}\) Grades; eine Congruenz \(6^{\text{ter}}\) Ordnung \(10^{\text{ter}}\) Classe; eine Regelfäche \(20^{\text{ten}}\) Grades; sind in der Anzahl 20 vorhanden''. An diese Untersuchungen schliesst sich die erste (JFM 08.0395.01) der vorliegenden Arbeiten eng an. Das hier behandelte Gebilde ist ein im Raume bewegliches Punktepaar \((p, q)\). Die beiden Punkte dieses Paares sind die Träger collinearer Strahlenbündel. Die Collineation ist bekanntlich eindeutig festgestellt, sobald ausser den beiden Trägern \(p\) und \(q\) 4 Strahlen durch \(p\) und 4 ihnen entsprechende Strahlen durch \(q\) gegeben sind. Diese 4 Strahlenpaare kann man sich dadurch festgestellt denken, dass zwei Gruppen von je 4 Punkten gegeben sind, durch welche sie gehen sollen. Sollen nun aber in den collinearen Bündeln \((4 + \varrho)\) Paare von Strahlen sich entsprechen, und unterliegt jeder der \(2\;(4 + \varrho)\) Strahlen der zweifachen Bedingung, durch einen gegebenen Punkt zu gehen, so ist dadurch dem Punktepaare \((p, q)\) eine \(2\varrho\)-fache Bedingung auferlegt. Diese Bedingung heisse \(B_{2\varrho}\). Da nun das Punktepaar die Constantenzahl 6 hat, so giebt es immer eine endliche Anzahl von Punktepaaren \((p, q)\), welche die Bedingung \(B_{2\varrho}\) und ausserdem eine \((6 - 2\varrho)\)-fache Bedingung \(C\) erfüllen. Diese Anzahl hat nun der Verfasser namentlich für die Fälle bestimmt, wo die hinzutretende Bedingung \(C\) für das Punktepaar eine Grundbedingung ist, d. h. darin besteht, dass Punkt \(p\) oder \(q\) oder \(p\) und \(q\) auf gegebenen Ebenen, auf gegebenen Geraden, oder in gegebenen Punkten liegen sollen. Specieller ergiebt sich: {1)} Wenn das Punktepaar die Bedungung \(B_2\) erfüllen soll, so giebt es 3 Punktepaare, welche ihren einen Punkt in einem gegebenen Punkte, ihren andern auf einer gegebenen Ebene besitzen, und 5 Punktepaare, welche ihre beiden Punkte auf zwei gegebenen Geraden besitzen. {2)} Wenn das Punktepaar die Bedingung \(B_4\) erfüllen soll, so giebt es 2 Punktepaare, welche ihren einen Punkt auf einer gegebenen Geraden besitzen, und 11 Punktepaare, welche jeden ihrer beiden Punkte auf einer gegebenen Ebene besitzen. {3)} Die Bedingung \(B_6\) wird durch 4 Punktepaare erfüllt. {4)} Es giebt in jeder Ebene 11 Punkte, in denen die beiden Punkte eines die Bedingung \(B_2\) erfüllenden Punktepaares coincidiren. Die eben vom Referenten in seiner Terminologie angegebenen Zahlen können zugleich als die Gradzahlen gewisser Curven oder Flächen aufgefasst werden, deren specielles Verhalten zu den gegebenen Punktgruppen Herr Sturm genau untersucht. Im Jahre 1874 hatte nun auch Herr Hirst die Bedingung des Ein-eindeutigen Entsprechens in die abzählende Geometrie eingeführt, indem er in seiner Abhandlung ``On correlation of two planes'' (Proc. L. M. S. V. p. 40, Brioschi Ann. (2) VI. p. 260, Referat F. d. M. VI. p. 347, JFM 06.0347.03) zwei zugleich als Punktfelder und als Strahlenfelder aufgefasste Ebenen correlativ auf einander bezog. d. h. jedem Punkt der einen Ebene einen Strahl der andern Ebene und umgekehrt zuordnete. Verlangt man dann, dass ein gegebener Punkt der einen Ebene einem gegebenen Strahle der andern Ebene entsprechen soll, so legt man dadurch der Correlation eine zweifache Bedingung auf; verlangt man dagegen nur, dass zwei in beiden Ebenen gegebene Punkte derartig zusammengehören, dass der entsprchende Strahl des einen Punktes durch den andern geht, oder, dass zwei in beiden Ebenen gegebene Strahlen derartig zusammengehören, dass der entsprechende Punkt des einen Strahls auf dem andern liegt, so legt man dadurch jedesmal der Correlation eine einfache Bedingung auf. In dieserWeise erwachsen also der Correlation eine zweifache und zwei einfache Bedingungen. Solche Bedingungen werden elementar genannt. Herr Hirst hatte nun alle möglichen Zahlen bestimmt, welche angeben, wieviel Correlationen durch gegebene elementare Bedingungen bestimmt sind, wo die Dimensionssumme der gegebenen Bedingungen immer gleich 8 sein muss. Im Jahre 1875 hatte dann Herr Hirst seine Untersuchungen auf den Raum ausgedehnt, und in den Proc. L. M. S. VI. p. 7 (F. d. M. VII. p. 374, JM07.374.04) angegeben, wie die analogen Zahlen zu berechnen sind, welche auf die durch 15 einfache Bedingungen bestimmte Correlation zweier Räume Bezug nehmen. Von Einfluss auf die weiteren Untersuchungen Sturm's war nun nicht bloss die Verwandtschaft seiner Probleme mit den von Hirst behandelten Problemen, sondern namentlich auch die von Hirst zur Auffindung seiner Anzahlen angewendete Methode. Er findet nämlich seine Anzahlen aus den Anzahlen gewisser exceptioneller Correlationen, deren Anzahlen leichter zu ermitteln sind, als die Anzahlen der allgemeinen Correlationen, wendet also dieselbe Abzählungsmethode an, welche Chasels, Zeuthen und Referent angewandt haben, um die auf Plancurven und Flächen bezüglichen Anzahlen abzuleiten. Von den auf exceptionelle Correlationen bezüglichen Anzahlen, welche Herr Hirst bei seiner Behandlungsweise nöthig hatte, konnte er die einen aus Sturm's oben erwähnten Resultaten für die räumliche Projectivität entnehmen. Die andern mussten sich ergeben, wenn man das Problem der Bündel-Correlation löste. Dieses Problem nahm daher Herr Sturm in der zweiten der vorliegenden Abhandlungen in Angriff. Dasselbe kann man aussprechen, wie folgt: ``Gegeben sind in dem einen von zwei Räumen \(k\) Punkte \(A_{i}\), \(l\) Gerade \(a_i, m\) Punkte \({\mathfrak{A}}_{i}, n\) Gerade \({\mathfrak{a}}_{i}\); in dem andern, ihnen entsprechend, \(k\) Gerade \(b_i, l\) Punkte \(B_i, m\) Punkte \({\mathfrak{B}}_{i}, n\) Gerade \({\mathfrak{b}}_{i}\). Man verlangt nun von zwei Punkten \(A, B\), dass den \(k\) Strahlen \(AA_{i}\) die \(k\) Ebenen \(Bb_{i}\), den \(l\) Ebenen \(Aa_i\) die \(l\) Strahlen \(BB_i\) entsprechen, ferner, dass jeder der beiden Strahlen \(A{\mathfrak{A}}_{i}, B{\mathfrak{B}}_{i}\) in der dem andern entsprechenden Ebene liegt, und dass jede der beiden Ebenen \(A{\mathfrak{a}}_{i}, B{\mathfrak{b}}_{i}\) durch den der andern entsprechenden Strahl geht. Dadurch legt man dem Punktepaare \((A, B)\) eine \((2k + 2l + m + n - 8)\)-fache Bedingung \((klmn)\) auf. Zu suchen sind alle Zahlen, welche angeben, wieviel Punktepaare die Bedingung \((klmn)\) und eine \((14 - 2k - 2l - m - n)\)-fache Grundbedingung erfüllen''. Dieses Problem löst Herr Sturm in den ``Correlative pencils'' für alle Fälle, wo \(n=0\) ist. Im Jahre 1877 folgte jedoch eine sehr umfangreiche Abhandlung in den Math. Ann. XII. p. 255, in welcher das ebengenannte Problem erschöpfend erledigt ist, und zugleich mit grossem Erfolge die Methode angewandt ist, durch welche man die Anzahlen für ein algemeines Gebilde aus den Anzahlen der Ausartungen dieses Gebildes gewinnt. Die genauere Besprechung dieser Abhandlung, sowie der Abhandlung von Hirst in den Proc. L. M. S. VIII. p. 1 gehört jedoch erst in den nächsten Band dieses Jahrbuchs (JFM 09.0445.01).
      0 references

      Identifiers